Freitag, 30. Januar 2026

Nicht alle Blumen halten Winterschlaf

Die Christrose blüht seit Dezember im Blumenkübel vor dem Hauseingang und trotzt auch starken Frösten.



Im Garten zeigen Winterlinge erste Blüten. Noch bleiben am Morgen die Blüten geschlossen, denn das Staudenbeet liegt teilweise im Dauerschatten. Das bisschen Sonne in der Mittagszeit reicht nicht aus, damit sich die Blüten öffnen.



Unzählige Schneeglöckchen haben ihren Winterschlaf beendet und zeigen ihre Blütenknospen. Auch sie wollen Sonnenschein zum Blühen haben.

Wenn bald die Beete zumindest einige Stunden am Tag von der Sonne beschienen werden, dann kann ich mich über ein Blütenmeer von Krokus, Schneeglöckchen, Lenzrosen und anderen Vorfrühlingsblühern freuen.



Der Januar ist im Gehen und am Sonntag dürfen wir den Februar begrüßen.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌼🌼🌼

Donnerstag, 29. Januar 2026

Reisen wie anno dazumal

Auf einer kleinen Bilderausstellung im Buswartehaus in der Landgrafenstraße im Ort Ludwigswinkel kann man sehen, wie früher gereist wurde.

Dort hängen alte Fahrpläne, jede Menge Fotos und ein altes Amtsschild. Eine Holzbank mit geschnitzter Eule lädt zum Verweilen ein, auf der man wunderbar die Zeit überbrücken könnte, bis der Linienbus kommt.

Wir haben uns das Buswartehaus beim Rundgang durch den Ort angeschaut. Zuerst waren wir durch den Landschaftspark gelaufen, dann über einen Zugang in den Ort gegangen, ein Stück weit auf der Durchgangsstraße gelaufen, um dann wieder zurück in den Park zu gehen. Unser Auto stand auf dem Parkplatz des Freizeitgeländes Birkenfeld, auf der anderen Seite des Parks.






Das Buswartehaus in Ludwigswinkel.








Das Wartehaus ist sauber und gepflegt. Hier wartet man gerne auf einen Bus.


Das Alte Schulhaus wurde restauriert.

Gleich daneben steht das Alte Schulhaus, das restauriert wurde und die Diensträume der Daniel-Theysohn-Stifung beherbergt. 

Die Daniel-Theysohn-Stiftung wurde 1970 von einem Unternehmer der Schuhindustrie und seiner Ehefrau ins Leben gerufen, um der Bevölkerung im Sauerbachtal großzügige und finanzielle Unterstützung bieten zu können. Aus dem Ertrag des Stiftungskapitals werden auch heute noch Jugendliche aus den Gemeinden Fischbach und Ludwigswinkel bei ihrer beruflichen Ausbildung mit Geldmitteln unterstützt. 


Neben dem Alten Schulhaus ist ein Zugang zum Park.
Wir müssen ihn nochmals durchqueren, um zum geparkten Auto zu gelangen.


Vor uns liegt ein Berg mit dem Felsmassiv Lindelskopf und den Resten einer frühmittelalterlichen Burg.


Der schön gestaltete Spielplatz am Freizeitgelände Birkenfeld war verwaist.
Im Winter ist hier nichts los und auch der Kiosk ist bis zum Frühjahr geschlossen.



Liebe Grüße von der Pfälzerin 🌄

Mittwoch, 28. Januar 2026

Die Geheimnisse im Kleingewässer ...

 ... konnten wir nicht ergründen, als wir am Montag durch den Landschaftspark in Ludwigswinkel flanierten, aber wir beobachteten die wolligen Landschaftsgärtner bei ihrer Arbeit. 






Schafe halten die Flächen frei.







Der Ort Ludwigswinkel mit seinen knapp 800 Einwohnern liegt im Biosphären-Reservat Naturpark Pfälzerwald, unmittelbar an der deutsch-französischen Landesgrenze. Im Jahr 1783 ließ Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt den Ort zur Erholung seiner Soldaten gründen. 


Die Sonne hat den Nebel besiegt.

Wir waren im Landschaftspark unterwegs, der sich am Ortsrand entlang erstreckt. Ein Barfußpfad mit einer Länge von 1,6 km und jede Menge Wanderwege in den Wäldern rund um den Ort locken im Sommer viele Touristen an. Jetzt im Winter ist hier nichts los. Wir konnten ungestört über die Wege der Parkanlage spazieren





Der Tag begann morgens nebelig, aber die Sonne schaffte es, bis zur Mittagszeit den Nebel zu vertreiben.

Das Wetter in Deutschland ist momentan zweigeteilt. Während wir im Pfälzerwald keinen Schnee und keinen Frost mehr haben, schneite es im Norden und Osten seit dem Wochenende heftig und Glatteisregen bereitete Probleme. Heute regnet es bei uns Bindfäden.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Dienstag, 27. Januar 2026

Baeckeoffe - ein Elsässer Gericht auf Pfälzer Art interpretiert


Mit dem neuen Topf aus Soufflenheim/Frankreich habe ich Baeckeoffe (traditionelles Schmorgericht aus dem 17. Jahrhundert) auf Pfälzer Art mit Wildschweinfleisch und Pfälzer Riesling zubereitet. Ich beschreibe hier nur meine Vorgehensweise und nicht das Rezept aus dem Kochbuch.

Über Nacht mariniertes Gulasch vom Wildschwein (in Wein mit Zwiebeln mit Lorbeer, Knoblauch, Thymian und Gewürznelken eingelegt) und klein geschnittenes Gemüse (Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Lauch in Scheiben) wurden im Baeckeoffe-Topf geschichtet und mit der Marinade übergossen.

Bei geschlossenem Deckel im vorgeheizten Backofen durfte das Gericht zwei Stunden lang schmoren. 

Herr Pfälzer und ich haben mit Appetit das herzhafte Essen genossen. Dazu gab es Endiviensalat und gut gekühlten Riesling aus der Pfalz.


Gemüse, Fleisch und eine Marinade mit Wein garen im Backofen.

Serviert wurde das Essen mit Endiviensalat und einem Glas gekühlten Riesling.

Liebe Grüße von der Pfälzerin 

Montag, 26. Januar 2026

Gemeiner Spaltblättling

Weißes, filzig wirkendes Etwas an einem Ast hat mich in der vergangenen Woche neugierig gemacht, als wir im Wald bei Hermersbergerhof waren. In der Nähe des Skywalk lag ein Stock mit seltsamen Gewächsen neben einem Baumstumpf am Boden.

Daheim habe ich per App herausgefunden, um was es sich hier handelt. Es ist ein Pilz, namens Gemeiner Spaltblättling (Schizophyllum commune).

Er wächst auf Laubholz, gilt auch als Vital- und Heilpilz und wird bei Gynäkologischen Erkrankungen und in der Tumor-Therapie angewandt. Dieser kleine Pilz kommt in unseren Wäldern häufig vor, wird aber oft übersehen, weil er sehr klein ist. Schön anzuschauen ist auch seine Unterseite, die wie ein Rädchen ausschaut.





Wie klein dieser Pilz ist, könnt ihr hier sehen.
Ihr findet ihn am Stöckchen rechts neben dem geschnitzten Baumstumpf-Stuhl.

Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende? Kommt alle gut in die neue Woche.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Freitag, 23. Januar 2026

Erste Schneeglöckchenblüten im Stadtpark 'Alter Friedhof' gesichtet

 


Mich freut jedes Jahr, wenn ich die ersten blühenden Schneeglöckchen sehen kann. Dann weiß ich, dass der Winter irgendwann zu Ende sein wird.

Die sonnige Aufnahme der blühenden Blümchen täuscht, denn tatsächlich war es gestern am Vormittag trotz Sonnenschein bitter kalt und der Boden hart gefroren.

Nach dem Friseurbesuch schlenderte ich ein wenig durch den Stadtpark Alter Friedhof, um mal wieder nach den Skulpturen aus Sandstein der früheren Grabmäler zu schauen. Ich war erschrocken, als ich sah in welchem schlechten Zustand sie sind. Seit fast 20 Jahren komme ich in gewissen Abständen in den Park und konnte den Zustand von Zeit zu Zeit vergleichen.

Selbst die vor zwei Jahren frisch restaurierten Skulpturen sind wieder in Mitleidenschaft gezogen und bröckeln. Fast alle, die noch nicht restauriert wurden, sind dem Verfall preisgegeben. Schade, eigentlich waren sie doch für die Ewigkeit gedacht!


Meine Lieblings-Skulptur.


Hier fehlt der Kopf.

Schaut mal auf die Jahreszahlen, dieses Grabmal ist 150 Jahre alt.

Ein restaurierter Grabstein wurde wieder bröckelig.

Die Inschrift ist nur noch schwer lesbar.

Hier stehen nur noch Fragmente, wie schade!


Laut den Veröffentlichungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe in Rheinland-Pfalz befinden sich hier im Alten Friedhof ca. 150 historische Grabmäler, die als historisch wertvoll und erhaltenswert eingestuft wurden.

Wenn Ihr auf den Link klickt, gelangt Ihr zur entsprechenden Internetseite des Landes Rheinland-Pfalz.

Der Friedhof war von 1763 bis in die 1970er Jahre in Betrieb. Danach wurde er stillgelegt (aufgelassen) und zum Stadtpark umgewidmet.

Kommt alle gut ins Wochenende! 

Liebe Grüße von der Pfälzerin  ❄  ❄  ❄ 

Donnerstag, 22. Januar 2026

Auf der Suche nach ein bisschen Winterfeeling ...





 ... sind wir gestern nach Hermersbergerhof gefahren. Die auf 540 Metern gelegene, höchste Siedlung der Pfalz ist ein beliebtes Ziel bei Winterwetter, denn hier gibt es Rodelbahnen und Skipisten.

Aber leider lag auch hier oben kein Schnee mehr. Da konnten wir vom Skywalk aus noch so viel Ausschau halten, es war weit und breit kein Weiß in Sicht. Wir sahen nur die Berge des Pfälzerwaldes, der an diesem Tag etwas nebelig war.


Von der Aussichtsplattform aus kann man weit ins Land schauen.



Erst als wir den Ort passiert hatten und auf die schattige Bergseite kamen, wurde der Wald winterlich. Der Raureif der Nacht zuvor konnte sich hier im Dauerschatten bis zum Nachmittag halten. 







Ich ließ es mir nicht nehmen, eine Weile durch den eisigen Wald zu laufen. Es regnete Eiskristalle, die von den Bäumen rieselten.

Ein schöner Anblick!   ❅❅❅

In der frostigen Luft war die Straße stellenweise glatt. Erst als wir wieder die der Sonne zugewandte Bergseite erreichten, verließen wir den winterlich anmutenden Märchenwald.

Es war, als wären wir für kurze Zeit in einer anderen Welt gewesen.





Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Mittwoch, 21. Januar 2026

Reichblütige Bartflechte am dürren Ast

 


An einem dürren Ast habe ich die Reichblütige Bartflechte (Usnea florida) entdeckt, auch als Sternbartflechte oder Floridastrauchflechte genannt. Sie ist feiner verästelt, als die Rentierflechte und wächst hier gemeinsam mit einer Pflaumenflechte auf der Borke des Baumes. Was auf den ersten Blick wie Wassertropfen ausschaut, sind ihre Blüten.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Dienstag, 20. Januar 2026

Winterbild 15

 


Falls Ihr Euch wundert, doch dies ist ein Winterbild. 😉

Es wurde am vergangenen Freitag am Rheinufer aufgenommen. Persischer Ehrenpreis zeigt dort seine leuchtend blauen Blüten und die Wiese ist  übersät davon.

Nach einem milden Wochenende präsentiert der Januar bei uns wieder seine frostige Seite, aber Schnee ist derzeit nicht zu erwarten.

Sonnige Wintergrüße von der Pfälzerin   🌸🌸🌸


PS: Wegen der milden Witterung und dem Ausbleiben von Schnee und Eis habe ich mich entschlossen, ab sofort anstelle von Winterbildern meine Naturbilder zu zeigen. Vielleicht ergibt sich noch das eine oder andere Wintermotiv.

Montag, 19. Januar 2026

Ein Baum voller Töpferwaren am Ortsrand von Soufflenheim/Frankreich ...


... machte mich neugierig auf die Produkte, die hier produziert werden. 

Am vergangenen Freitag machten wir bei strahlendem Sonnenschein einen Ausflug nach Plittersdorf an den Rhein in Frankreich. Eine gute Stunde lang picknickten wir am Ufer und genossen dabei den Sonnenschein und die milde Luft. Danach fuhren wir weiter zum nahe gelegenen Ort Soufflenheim.


Der 16. Januar 2026, fast schon ein Frühlingstag am Rhein. 
Die Mittagszeit verbrachten wir bei einem Picknick am Rheinufer und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen,
während wir den Schiffen und der Fähre zuschauten.



Der Ort ist bekannt für die Herstellung von Kougelhopf-Formen aus Keramik. Wie vor 900 Jahren werden hier aus dem Ton des nahe gelegenen Haguenau-Forstes traditionell Backformen mit gewelltem Rand produziert, in denen der Gugelhupf gebacken wird.

Gugelhupf ist ein Hefegebäck, das süß oder herzhaft sein kann und hier im Elsass sehr beliebt ist.


Eine typische Kougelhopf-Form.


Beim Anblick des Baumes mit den Keramik-Gefäßen war ich fasziniert. Was man doch Schönes aus der hiesigen Tonerde schaffen kann!

Auch traditionelle Elsässer Baeckeoffe-Formen und weitere Gegenstände aus Keramik für die Küche werden in den Poteries artisanales (Keramikwerkstätten) hergestellt.





Weil wir an einem Wochentag unterwegs waren, an dem die Geschäfte geöffnet sind, besuchten wir eine Poterie in Soufflenheim. Sie wurde bereits um 1750 gegründet und produziert bis heute traditionelle Töpferwaren, aber auch moderne Formen. Im Atelier können sich Besucher einen Eindruck von der Herstellung der Keramik-Gefäße machen und im Magasin werden die Sachen dann verkauft.



Das Atelier der Poterie.
Aus lokalem Ton, der gereinigt, zermahlt, geformt, bemalt und bei hohen Temperaturen gebrannt wird, entstehen die Keramikwaren.


Das Außengelände der Poterie mit einem Weihnachtshäuschen.
In weiteren Häuschen sind Gegenstände aus Keramik der vergangenen Jahre ausgestellt.



Auch Gartenzwerge gehören zum Repertoire der Poterie.




Mit nach Hause gingen ein Topf mit Deckel für Baeckeoffe oder Pot au feu und eine Auflaufform, sowie ein Kochbuch für pikante Spezialitäten aus dem Elsass.



Liebe Grüße von der Pfälzerin, die gerne Ausflüge ins nahe Elsass macht. 

PS: Die Sprache dort bereitet uns keine Schwierigkeiten, denn wir können den Elsässer Dialekt gut verstehen, der ähnlich unserem Pfälzer Platt ist. Zudem beherrschen die Leute im Grenzgebiet fast alle die deutsche Sprache.