Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 23. Juni 2026

Weitere Impressionen aus dem Garten für den Frieden im französischen Bitche

Wo wohl einst dieses ausgemusterte Kinderkarusell seine Runden drehte?

In der vergangenen Woche habe ich von unserem Besuch in Frankreich berichtet, bei dem wir auch im Garten für den Frieden in Bitche waren. Es ist eine Gartenanlage ganz nach meinem Geschmack. Alle Dekorationen bestehen aus ausgemusterten Gegenständen oder aus recyceltem Holz und Metall, die zu Kunstgegenständen verarbeitet wurden.

Bei jeder Station entdeckten wir etwas Schönes, das ich niemals als Kitsch bezeichnen würde. In Frankreich hat Kunst einen hohen Stellenwert und die Natur wird wertgeschätzt. 

Der Garten steht unter dem Motto: Lasst den Frieden aufblühen!

Bei der großen Hitze gehen wir tagsüber nicht raus, sondern bleiben im kühleren Haus und vielleicht wollt Ihr es auch so machen und mit mir noch einmal virtuell durch den Friedensgarten schlendern?


Liebenswerte Dekorationen aus ausgemusterten Gegenständen.


Die Wasserspiele bestehen aus Glastellern, die an einem Stab befestigt sind.
Es plätschert und klingt leise, als würde man mit einem Löffel an ein Glas klopfen.


Mit dem Translator übersetzt:
"Die Gärtner verstärken ihr Team."

Ein Hühnergehege, das kleine Gärtchen im großen Garten.
Leider waren noch keine Hühner eingezogen.


Eine naturbelassene Wiese, an deren Ende eine Kalla blüht.


Solch eine Pflanze kannte ich bisher nur als Topfpflanze für die Fensterbank.


Ein Windrad aus Altmetall ...

... und darunter ein Moskito aus altem Blech.


Mit dem Translator übersetzt:
Oranges Tuch - Schließ die Augen. Riech am Karamellbaum ...
Weißes Tuch - Frühlingsblumen im Einklang mit dem Wind.


Ein Durchgang an der Hecke führt über eine Wendeltreppe eine Etage tiefer zu einer versteckten Leseecke. 



Eine ausgediente Schubkarre wurde zum Sitz umfunktioniert.


In diesem schattigen Bereich sitzt man gerne bei heißem Wetter.


Leider könnte ich kein einziges Buch lesen, weil ich die Sprache nicht beherrsche.


Rosa Anemonen, mitten drin in einer grünen Vegetation.


Die Streifenwanzen heißen in Frankreich Punaise rayée.


Die Baumhäuser stehen im hinteren Teil der Anlage. 
Sie sind über Holzstege miteinander verbunden.


In den Häusern hängen Schaukeln.



Hier werden Erwachsene wieder zum Kind.


Mit dem Translator übersetzt:
"Löwenzahn hat viele Vorteile. Und unsere Insekten brauchen Wasser.
Lassen sie uns anders gärtnern."


Regionale Erzeugnisse im kleinen Shop im Eingangsbereich.


Es ist kein Garten wie andere, der hier unterhalb der mächtigen Zitadelle gehegt und gepflegt wird. Nicht die Beete mit Blumen stehen im Vordergrund, sondern der pflegliche Umgang mit der Natur. Obwohl man durchaus viele Blumen und interessante Sträucher sehen kann. Nur eben nicht geordnet, sondern wie in der Natur kunterbunt gemischt.

Dieser Garten ist genau das Gegenteil von weitläufigen, geometrisch bepflanzten, prachtvollen Gartenanlagen.

Besonders gelungen finde ich die Dekorationen aus Altmetallen und Holz und all die Gegenstände, die irgendwo ausgemustert wurden und hier ein zweites Leben bekommen haben. 

Übrigens, dieser Garten wurde auf einer ehemaligen Esplanade angelegt, die damals ein Paradeplatz des Militärs war. Der Garten für den Frieden symbolisiert die Versöhnung der Stadt Bitche mit einer schmerzvollen Vergangenheit im Krieg.

Angelegt wurde der Garten im Jahr 2006 und seither gibt es jedes Jahr eine neue Auswahl an Blumenexperimenten und einen sich ständig erneuernden Parcours. Auch in der Stadt selbst kann man ausgefallene Blumen-Kreationen sehen.

Ich füge einen Link bei, der beim Draufklicken zur Internetseite der Stadt Bitche (in deutscher Sprache) führt und der die Themen des Gartens erklärt.

Bien cordialement, la Palatine  (Liebe Grüße von der Pfälzerin)

Donnerstag, 18. Juni 2026

Bitche in Frankreich

Die Landschaft auf der Bischer Höhe.


Dieser Marienkäfer ist ein Franzose.

Ein Ausflug am vergangenen Sonntag sollte uns eigentlich noch einmal in den saarländischen Bliesgau ins Orchideengebiet führen. Leider konnten wir nicht in die Orte Herbitzheim und Gersheim fahren, weil wegen einer Großveranstaltung (38. LVM Saarland Trofeo, ein internationales Radrennen) die Zufahrten gesperrt waren. 

Was nun? Wir entschlossen uns, weiter ins nahe Bitche in Frankreich zu fahren, um mal wieder hoch zur Zitadelle zu gehen und danach den Garten für den Frieden zu besuchen.

Das Navi im Auto führte uns von Niedergailbach im Saarland aus auf eine schmale Straße, die den Berg hoch nach Obergailbach führt. Irgendwo unterwegs hatten wir die Landesgrenze überschritten und es nicht bemerkt. Kein Schild wies darauf hin. Erst als wir das Ortsschild von Obergailbach passierten, stellen wir fest, dass wir nun in Frankreich sind.



Bis nach Bitche, einer Garnisonsstadt mit knapp 5.000 Einwohnern im Departement Moselle in der Region Grand Est in Frankreich, sind es nur wenige Kilometer zu fahren.

Unterhalb der Zitadelle befindet sich ein großer Parkplatz, von dem aus man die Festung und den Friedensgarten besuchen kann. 

Es ist möglich, die Festung auch von innen besichtigen, aber ich habe keine Lust mehr auf Kriegserinnerungen und war zudem schon zweimal hier. Das riesige Festungswerk ist stadtprägend. Man kann es auf einem bequemen Weg oben auf dem Berg außerhalb der Festungsmauern umrunden und eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den umliegenden Wald genießen.

Mich entzückten außer dem tollen Weitblick auch die Insekten, die auf den Blüten der Wildwiese saßen und wir beobachteten einen Falken und zwei Milane auf ihrem Flug. 

Anschließend besuchten wir den Garten für den Frieden, der unterhalb der Festung angelegt wurde. Dessen Motto lautet: Der Frieden soll blühen.


Die Zitadelle von Bitche (Frankreich).


Blick vom Eingangstor aus.


Eine mächtige Steinmauer umspannt die Festung.


Blick auf die Stadt Bitche, die im Wald eingebettet ist.


Die Stadt hat ungefähr 5.000 Einwohner.


Auf einem Weg kann man das Areal der Festung außerhalb der mächtigen Mauern auf dem Berg umrunden.


Ein Plan zeigt die Ausmaße der Festung. 


Die Berge am Horizont sind unser Pfälzerwald, meine Heimat.


Käfer an den Blüten des Jakobsgreiskrautes.


An den Blüten der Schafsgarbe wuselt es von Käfern.


Käfer an einer Blüte der Berg-Jasoine.




Noch mehr Käfer.


Ein Schachbrett-Falter.

Morgen nehme ich Euch mit in den Garten für die Frieden. Ich musste den Beitrag mit dem Bericht von unserem Sonntagsausflug teilen, weil er sonst ellenlang wäre.

Liebe Grüße von der Pfälzerin    🏰   🦋  🪲

Mittwoch, 22. April 2026

Eine Fahrt in den Frühling



Es war wie ein Ausflug in eine andere Welt, als wir am Sonntag eine Spazierfahrt durch die Region des nördlichen Elsass machten. Die Natur hat sich dort viel stärker in Richtung Frühling entwickelt, als bei uns im kühleren Pfälzerwald.

Auf einer Anhöhe hinter Lobsann (Gemeinde in Frankreich) hielten wir an, um den grandiosen Blick auf die blühenden Rapsfelder in Ruhe genießen zu können. Die gelben Blüten leuchteten in der Sonne und der Blütenduft kitzelte in der Nase. 


Die Höhe bei Lobsann in Frankreich.




Lobsann in Frankreich zählt, ebenso wie unser Wohnort in Deutschland, zum Biospärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord und liegt 14 Kilometer von Wissembourg entfernt.

Von hier aus führte uns unser Ausflug weiter durch Preuschdorf, Soultz-sous-Forèts, Froeschwiller, Woerth, Nehwiller, Jaegerthal, Windstein bis nach Obersteinbach und von dort aus auf einer kleinen Straße durch den Wald zurück nach Deutschland.

Die malerischen Orte im Elsass sind im Frühling besonders schön. In den Gärten blühen Bäume, Sträucher und Blumen. Die Häuser sind individuell gebaut und teilweise sehr alt. Es sind von uns zuhause aus nur wenige Kilometer zu fahren, aber man fühlt sich wie im Urlaub.


Ein besonders malerisches Gebäude.


Umrahmt von blühenden Obstbäumen.

Kurz vor Pirmasens haben wir auf der Höhe bei Kettrichhof noch einmal angehalten, weil auch dort die Rapsfelder in voller Blüte stehen. Am Wegesrand blühen außerdem schon Besenginster und Wolfsmilch.


Die Höhe bei Kettrichhof in Deutschland.

Eines der vielen blühenden Rapsfelder.

Solche Ausflüge geben uns Kraft für eine neue Woche voller Herausforderungen. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌼🌼🌼

Freitag, 28. Februar 2025

Dem Himmel nah - Chateau du Falkenstein im Département Moselle

Bei strahlendem Sonnenschein waren wir am Sonntag wieder im nahen Frankreich unterwegs. Wir wanderten im Nordvogesenpark von einem Waldparkplatz hoch zur Felsenburg Falkenstein (Chateau du Falkenstein). Die Ruine befindet sich im Departement Moselle.



Im Jahr 1127 wurde die Burg erbaut, danach als Raubritternest genutzt und nach einer wechselvollen Geschichte im Jahr 1633 von schwedischen Truppen zerstört. Ludwig XIV. ließ die Überreste im Jahr 1678 niederreißen.

Für mich ist sie eine der schönsten und größten Ruinen unserer Region. Ich schreibe bewusst 'unsere Region', denn die Landesgrenze existiert nur auf dem Papier. Wir Pfälzer fühlen uns mit den Leuten hinter der Grenze weiterhin verbunden, auch wenn wir unterschiedlichen Nationen angehören. Schließlich bilden unser Pfälzerwald und die Region Nordvogesen jenseits der Landesgrenze seit dem Jahr 1998 das grenzüberschreitende Biospärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.


Am Waldparkplatz steht eine Tafel mit Wandervorschlägen.

Vom französischen Philippsbourg aus fuhren wir auf der D87 in Richtung Dambach und bogen dann an einer Abzweigung auf die D87a ab und weiter ging es bis zu einem Waldparkplatz. Von hier aus sind es noch 1,1 Kilometer Strecke zu Fuß bis zur Burg, allerdings permanent den Berg hoch.

Die Mühe des Aufstieges hat sich für uns gelohnt. Nach viel Schnaufen kamen wir oben an den Sandsteinfelsen auf dem Berg an, auf denen die Burg errichtet wurde. Über Treppenanlagen und Gänge erkundeten wir etliche Kammern, den Brunnenschacht und andere Überreste der einstigen Raubritterburg.

Oben am höchsten Punkt angekommen waren wir dem Himmel nah.

Ich lasse nun meine Bilder sprechen. 


Endlich angekommen, wir sind ziemlich außer Puste.


Die Burg wurde in den Sandsteinfels gebaut.






Dort rauf möchte ich unbedingt!


Was würden diese Mauern alles erzählen, wenn sie es könnten?










Wir sind jetzt ganz oben und über uns ist nur noch der Himmel.

















Wer einen Berg hochkraxelt, der muss auch wieder runter gehen. Mit weniger Schnaufen als auf dem Hinweg gingen wir den steilen Berg wieder hinab zum Waldparkplatz.

Auf dem Heimweg gönnten wir uns in einem Café noch ein Stück Dubai-Torte. Sie war extrem süß und ein bisschen klebrig, aber lecker.


Es war gut, dass wir am Sonntag unterwegs waren, denn schon am Montag war das schöne, milde Wetter wieder vorbei.

Habt alle ein schönes Wochenende und bestimmt gehen einige zum Fasching. Wir nicht, wenn das Wetter passt, dann sind wir am Sonntag wieder im Wald unterwegs.

Grüße vom Sonntagsausflug der Pfälzerin 🌄