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Montag, 2. Februar 2026

Naturschutzgebiet Königsbruch

Das Naturschutzgebiet Königsbruch bei Fischbach im Pfälzerwald.

Am gestrigen Sonntag war nicht nur der 1. Februar, sondern auch ein sonniger, milder Tag.

Wir haben einen Ausflug ins Naturschutzgebiet Königsbruch bei Fischbach gemacht, einem Teil des Sauerbachtales, das wir schon öfter besucht haben.

Zum allerersten Mal sind wir über die 400 Meter lange Radbrücke aus Holz gelaufen, die über das Bruch führt. (Bruch bedeutet Sumpf- oder Moorland).

In diesem Tal nimmt der Sauerbach (frühere Bezeichnung: Saarbach) einige Bäche auf. Von hier aus fließt er nach wenigen Kilometern über die deutsch-französische Landesgrenze und dann weiter in Richtung Rhein. Ab der Grenze in Frankreich heißt er nur noch Sauer. Zwischen dem französischen Munchhausen und Seltz am Rhein befindet sich das riesige Delta, ein Mündungsgebiet, das ich Euch hier im Blog schon vorgestellt habe, in dem die Sauer in den Rhein mündet. 

Klick hier  Wenn Ihr den Link anklickt, gelangt Ihr zu meinem Beitrag vom März 2025.

Die Quelle des Sauerbaches (früher Saarbach) befindet sich direkt neben der Landstraße 478. Sie wurde im vergangenen Jahr vom Gestrüpp befreit und neu eingefasst. Finanziert und durchgeführt wurde diese Maßnahme von der Daniel-Theysohn-Stiftung, die im nahen Ludwigswinkel ihren Sitz hat. Sie führte erstmals seit ihrer Gründung die Renaturierung einer Quelle durch. Die Saarbachquelle war vorher durch eine Mauer verschlossen und ihr Wasser floss unterirdisch durch eine alte Wasserleitung irgendwo unter der Straße hindurch.

Jetzt sprudelt das Wasser wieder an die Oberfläche und fließt im neu gestalteten Bachlauf weiter.


Ein Schild weist auf das Naturschutzgebiet hin.


Das Königsbruch ist durchzogen von Wasserläufen und übersät mit kleinen Tümpeln.
Hier könnte niemand trockenen Fußes von der einen Talseite zur anderen gelangen.


Eine 400 Meter lange Holzbrücke verbindet über das Tal hinweg verschiedene Radwege miteinander.
Gleichzeitig verläuft hier der Sauer-Entdeckerweg, ein deutsch-französischer Wanderweg.


Eine Bildtafel weist darauf hin, dass in den 1960er Jahre hier der Wasgausee entstehen sollte. Dafür wäre das Wasser des Baches gestaut worden.
Umweltaktivisten haben dies damals zum Glück verhindert, sonst wäre diese Idylle verschwunden.





Der Sauerbach fließt durch das Bruch. Er wird auf vielen alten Karten noch Saarbach genannt.



Im Bruch wachsen Schwarzerlen, Haselsträucher, Birken und verschiedene Gräser.



Auch der Rückweg führt uns wieder über die Holzbrücke.




Wer sich als Besucher gut benimmt, keine Abfälle in die Natur wirft,
die Wege nicht verlässt, keine Pflanzen ausreißt und nicht laut herum schreit,
dem sind unsere Waldgeister wohlgesonnen.


Einige Kilometer weiter besuchen wir die freigelegte Saarbachquelle, die sich gleich neben der Landesstraße 478 befindet.


Dieses Wasser fließt bis in den Rhein und dann weiter bis zur Nordsee.


Wir sind im Februar angekommen. Eigentlich sollte jetzt der Winter seinen Höhepunkt erreicht haben, aber tatsächlich haben wir weder Schnee noch Frost und beides ist derzeit nicht zu erwarten.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 2. Januar 2026

Kälte kann man sehen

Wir waren am Dienstag im Sauerbachtal wandern. Nach einer frostigen Nacht schaffte es die Temperatur am Nachmittag gerade mal knapp über 0 Grad und die Sonne schien.

Das Sauerbachtal liegt zwischen den Gemeinden Eppenbrunn und Ludwigswinkel, an der Grenze zu Frankreich. Im Sommer habe ich Euch mehrmals mit dorthin genommen, aber auch im Winter hat die Landschaft ihren Reiz.

Wir konnten an diesem Tag die Kälte förmlich sehen. An schattigen Stellen war der Boden mit Raureif bedeckt und es hatte sich Haareis gebildet. Dieses entsteht bei hoher Luftfeuchtigkeit und Frost durch einen Pilz im morschen Holz. Der Pilz dünstet Feuchtigkeit aus und so entsteht die haarähnliche gefrorene Struktur, die auch als Eiswolle oder Engelshaar bezeichnet wird.

Der Wald, durch den wir gewandert sind, ist ein Naturwaldreservat und wird nicht mehr durch Menschen verändert. Bäume, die umfallen, bleiben liegen. Lediglich die Wege werden frei gehalten. Der malerisch gelegene Weiher heißt 'Mummelsee', hat aber nichts mit dem bekannten Gewässer im Schwarzwald zu tun. 


Eine Wiese im Sauerbachtal im Winter.


Raureif auf dem Boden.


Die Eiskristalle sind individuelle Schönheiten.


Der kleine Pfälzer Mummelsee.




Wir laufen durch den schattigen Wald der Sonne entgegen.


Haareis an einem Holzstück am Boden.

Das Jahr 2026 hat begonnen und wird hoffentlich ein gutes Jahr für alle.

Hier im Blog wird es wie gewohnt weitergehen. Ich zeige Bilder der Saison, Naturschätze und unsere schöne Landschaft, die wir bei Wanderungen erkunden.

Kommt alle gut in das erste Wochenende des neuen Jahres 2026.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Donnerstag, 27. Juni 2024

Naturwaldreservat im Sauerbachtal

 


Idylle pur, so könnte man das Sauerbachtal zwischen Fischbach und der Eselsteige bei Eppenbrunn bezeichnen.

Dass hier ein Naturwaldreservat ausgewiesen wurde, habe ich erst erkannt, als wir das Schild am Wegesrand sahen. Wir stellten unser Auto neben einem der vom Sauerbach gespeisten Weiher ab, um von hier aus ein Stück weit auf einem schmalen Weg durch das Tal zu laufen. Diese Strecke war mir bisher unbekannt und ich war voller Entdeckungsfreude.



Was ist ein Naturwaldreservat? Die Frage konnte ich dank der Internetseite der Landesforsten Rheinland-Pfalz klären: "Es besteht aus einem größeren Waldgebiet, in dem die Entnahme von Holz und sonstige forstwirtschaftliche Nutzungen untersagt sind. Diese ausgewiesenen Flächen werden einer natürlichen Entwicklung überlassen, so dass im Laufe der Zeit urwaldähnliche Strukturen entstehen".





















Liebe Grüße aus dem Sauerbachtal von der Pfälzerin