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Montag, 27. April 2026

Wanderung zur Rösselsquelle bei Ludwigswinkel

Frohgemut beobachtete ich die Natur im Frühlingskleid, während wir auf weichem Weg durch das Tal gingen. Nie mehr werden die Grüntöne in so vielen Facetten zu sehen sein, wie jetzt im Frühjahr. Ein süßer Blütenduft verrät, dass im Wald schon die Maiglöckchen blühen und auch die Heidelbeersträucher sind voller kleiner, unscheinbarer Blüten. Farne entrollen ihre Wedel, die wie kleine Schnecken ausschauen.



Unsere Tour startete am Sägemühlweiher am Ortsrand von Ludwigswinkel in der Südwestpfalz. Der von uns gewählte Rundweg durch das Naturschutzgebiet verläuft ohne Steigungen. Er führt zunächst durch den Wald, vorbei am Rösselsweiher und dann weiter durch ein Wiesental bis zur Rösselsquelle. Anschließend liefen wir auf einem Weg am Berghang wieder zurück zum Startpunkt. 

Wir waren ungefähr zwei Stunden unterwegs und haben dabei eine Strecke von knapp 4 Kilometern zurückgelegt. Längeres Gehen ist wegen meiner Arthrose in den Knien leider nicht möglich. Wir blieben auch immer wieder stehen, um Pflanzen und Insekten zu beobachten. 


Start der Rundwanderung am Sägemühlweiher in Ludwigswinkel.


Malerisch liegt dieser Weiher am Ortsrand.


Ein Stück weiter kommen wir zum Rösselsweiher.


Wir nehmen die Einladung zum Sitzen auf der urigen Bank an.


Vor uns liegt der Rösselsweiher, der diesem Naturschutzgebiet den Namen gab.


Weiter führt uns der Weg durch das Tal.


'Sie haben ihr Ziel erreicht'. Wir sind an der Rösselsquelle angekommen.


Dank der Finanzierung einer Stiftung konnte die Quelle in Stein eingefasst werden.


Ich nehme Platz auf einer der Traumbänke und schaue in den blauen Himmel.







Hier steht ein Ritterstein, der an untergegangene Siedlungen oder wichtige Orte erinnert.
Es ist der Stein Nr. 192.

Zwei Stunden später sind wir zurück in Ludwigswinkel am Sägemühlweiher.
Schää war's mal wieder!


Ludwigswinkel liegt direkt an der deutsch-französischen Grenze. Wenn man einer schmalen Straße durch den Wald folgt, dann erreicht man die Bremmendelle auf französischem Gebiet. 'La Bremmendell' ist ein französischer Campingplatz mit Restaurant, das für seinen leckeren Flammkuchen bekannt ist. 

Wären wir dort eingekehrt und liefen anschließend mit einem Elsässer Schoppen Wein intus zurück nach Ludwigswinkel, dann hätte ich mich erschrocken. Ist das denn eine Elwetritsch? Das vogelähnliche Fabeltier der Pfalz ist scheu und lebt im Unterholz.

So aber konnte ich gleich erkennen, dass es sich hier nur um einen seltsam geformten Ast handelt.



Kommt alle gut in die letzte Woche des Monats April und genießt weiterhin den Frühling.

Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

Donnerstag, 29. Januar 2026

Reisen wie anno dazumal

Auf einer kleinen Bilderausstellung im Buswartehaus in der Landgrafenstraße im Ort Ludwigswinkel kann man sehen, wie früher gereist wurde.

Dort hängen alte Fahrpläne, jede Menge Fotos und ein altes Amtsschild. Eine Holzbank mit geschnitzter Eule lädt zum Verweilen ein, auf der man wunderbar die Zeit überbrücken könnte, bis der Linienbus kommt.

Wir haben uns das Buswartehaus beim Rundgang durch den Ort angeschaut. Zuerst waren wir durch den Landschaftspark gelaufen, dann über einen Zugang in den Ort gegangen, ein Stück weit auf der Durchgangsstraße gelaufen, um dann wieder zurück in den Park zu gehen. Unser Auto stand auf dem Parkplatz des Freizeitgeländes Birkenfeld, auf der anderen Seite des Parks.






Das Buswartehaus in Ludwigswinkel.








Das Wartehaus ist sauber und gepflegt. Hier wartet man gerne auf einen Bus.


Das Alte Schulhaus wurde restauriert.

Gleich daneben steht das Alte Schulhaus, das restauriert wurde und die Diensträume der Daniel-Theysohn-Stifung beherbergt. 

Die Daniel-Theysohn-Stiftung wurde 1970 von einem Unternehmer der Schuhindustrie und seiner Ehefrau ins Leben gerufen, um der Bevölkerung im Sauerbachtal großzügige und finanzielle Unterstützung bieten zu können. Aus dem Ertrag des Stiftungskapitals werden auch heute noch Jugendliche aus den Gemeinden Fischbach und Ludwigswinkel bei ihrer beruflichen Ausbildung mit Geldmitteln unterstützt. 


Neben dem Alten Schulhaus ist ein Zugang zum Park.
Wir müssen ihn nochmals durchqueren, um zum geparkten Auto zu gelangen.


Vor uns liegt ein Berg mit dem Felsmassiv Lindelskopf und den Resten einer frühmittelalterlichen Burg.


Der schön gestaltete Spielplatz am Freizeitgelände Birkenfeld war verwaist.
Im Winter ist hier nichts los und auch der Kiosk ist bis zum Frühjahr geschlossen.



Liebe Grüße von der Pfälzerin 🌄

Mittwoch, 28. Januar 2026

Die Geheimnisse im Kleingewässer ...

 ... konnten wir nicht ergründen, als wir am Montag durch den Landschaftspark in Ludwigswinkel flanierten, aber wir beobachteten die wolligen Landschaftsgärtner bei ihrer Arbeit. 






Schafe halten die Flächen frei.







Der Ort Ludwigswinkel mit seinen knapp 800 Einwohnern liegt im Biosphären-Reservat Naturpark Pfälzerwald, unmittelbar an der deutsch-französischen Landesgrenze. Im Jahr 1783 ließ Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt den Ort zur Erholung seiner Soldaten gründen. 


Die Sonne hat den Nebel besiegt.

Wir waren im Landschaftspark unterwegs, der sich am Ortsrand entlang erstreckt. Ein Barfußpfad mit einer Länge von 1,6 km und jede Menge Wanderwege in den Wäldern rund um den Ort locken im Sommer viele Touristen an. Jetzt im Winter ist hier nichts los. Wir konnten ungestört über die Wege der Parkanlage spazieren





Der Tag begann morgens nebelig, aber die Sonne schaffte es, bis zur Mittagszeit den Nebel zu vertreiben.

Das Wetter in Deutschland ist momentan zweigeteilt. Während wir im Pfälzerwald keinen Schnee und keinen Frost mehr haben, schneite es im Norden und Osten seit dem Wochenende heftig und Glatteisregen bereitete Probleme. Heute regnet es bei uns Bindfäden.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Dienstag, 23. September 2025

Im Naturschutzgebiet Rohrweiher-Rösselsweiher




äfach schee ... hugg dich.

Die Inschrift ist Pfälzer Platt und bedeutet: "Hier ist es schön, setze Dich einfach mal ein Weilchen auf die Bank". Das habe ich auch getan und ganz in Ruhe auf das stille Wasser geschaut.

Diese Bank besteht aus einem krummen Baumstamm und wurde von einem örtlichen Künstler mit Schnitzarbeiten versehen.

Ich war in der vergangenen Woche in Ludwigswinkel unterwegs. Während Herr Pfälzer am Sägemühlweiher angelte, wanderte ich ein Stündchen durchs Naturschutzgebiet bis zum nächsten Weiher.


Schnurgerade führt ein Weg durch den Wald.




Der Rösselsweiher wird vom Wasser des Rösselsbaches gespeist.











Irgendwann erreichte ich eine Waldwiese und schaute mich nach Wildblumen um. Leuchtend blaue Blüten erweckten mein Interesse. Solch eine tiefblau blühende (vermeintliche) Glockenblume sah ich bisher noch nie. 


Lungen-Enzian mit Wanze, die Löcher in die Blüten frißt.


Weil ich unterwegs keinen Internet-Empfang hatte, konnte ich erst daheim per App die Blume bestimmen und staunte nicht schlecht. Es handelt sich um einen Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), den ich eher in den Alpen, aber nicht im Pfälzerwald vermutet hätte. Vorsichtshalber glich ich ein weiteres Bild davon mit Hilfe einer anderen App ab und das Ergebnis war dasselbe. 

Der Lungen-Enzian wächst auf einem feuchten, nährstoffarmen Boden mit Sonne oder Halbschatten. Es handelt sich um eine alte Heilpflanze, die früher für Enzianlikör verwendet wurde. Nicht zu verwechseln mit Enzian-Schnaps, einer Spezialität aus den Alpen, der aus dem Gelben Enzian gemacht wird.

Der Lungen-Enzian soll früher in Deutschland weit verbreitet gewesen sein. Leider ist er jetzt vom Aussterben bedroht und wurde auf der Roten Liste als 'selten' und stark gefährdet eingestuft. Tatsächlich habe ich auf der Wiese auch nur dieses eine Exemplar gesehen.

Zurück am Sägmühlweiher hatte Herr Pfälzer bereits das Angelzeug eingepackt. Er hatte kein Glück und nicht einen einzigen Fisch gefangen.

Wenn man hier am Weiher sitzt, dann hat man einen herrlichen Blick auf das Wasser, in dem sich der Himmel mit den rasch vorüberziehenden Wolken spiegelt.





Liebe Grüße von der Pfälzerin  🎣 🐟 🐠