Der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus), auch Buchdrucker genannt, gilt als der gefährlichste Schädling in unserem Wald.
An gefällten und geschälten Baumstämmen habe ich seine Larvengänge entdeckt, die an arabische Schriftzeichen erinnern.
Den ca. 5 cm mm kleinen, braunen Käfer selbst konnte ich nicht sehen.
(Es hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fichtenborkenkäfer wird nur 5 mm groß und nicht 5 cm) 😉.
Seine gefräßigen Larven fressen sich durch die Schicht der Baumrinde (in der ein Nährstofftransport von der Krone in den Stamm und die Wurzeln der Bäume stattfindet) und unterbinden so mit ihrem Fraß den Saftfluss. Dies hat zur Folge, dass der Baum abstirbt.
Treten die Käfer massenhaft auf, können sie großen Schaden im Forst anrichten und das Holz wird wertlos. Deshalb bringen die Förster Behälter mit Lockstoffen an, um mit den sogenannten Käferfallen den Schwärmflug der Borkenkäfer zu überwachen. Bei erhöhtem Käferalarm werden dann schon mal ganze Waldstücke mit Fichten, Douglasien, Tannen, Lärchen und/oder Kiefern gerodet und anschließend wieder neu aufgeforstet. Nur so lassen sich die Buchdrucker vertreiben.
Ein Zitat von Felix von Hornstein, Förster, 1903: "Willst Du den Wald vernichten, dann pflanze Fichten, Fichten nichts als Fichten."
Naturgrüße von der Pfälzerin 🌲 🌲 🌲