Mittwoch, 3. Juni 2026

Alles frißt in meinem Garten mit

Es ist wieder Blattlauszeit im Garten. Die kleinen Läuse bevölkern die Triebe von Sträuchern und Stauden und auch die Knospen der Rosenblüten. 

Seit Jahren bekämpfe ich keine Blattläuse mehr, denn das machen meine kleinen Helferlein. Es zahlt sich aus, dass ich meinen Garten so naturnah wie möglich gestaltet habe und die Marienkäfer Platz für die Eiablage finden. Die daraus schlüpfenden Larven erledigen das Blattlaus-Problem ohne mein Zutun. 

Auch Vögel, vor allem Meisen, fressen Blattläuse. Sie picken die Läuse von den Pflanzentrieben und füttern ihre Junge in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen ausschließlich mit weichen Insekten, bevorzugt mit Blattläusen.

Bei so vielen hungrigen Mäulern (oder Schnäbeln) werden die Läuse bald alle verspeist sein.


Blattläuse an den Knospen der Rose Giardina.


Eier des Asiatischen Marienkäfers.


Nach der Eiablage dauert es 5 bis 10 Tage, dann schlüpfen die Larven.

Auf einem Blatt des Phlox sitzt eine Marienkäfer-Larve. 


Wenn diese Larve auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen würde, so ist sie sehr nützlich. Sie wird hunderte von Blattläusen vertilgen.


Es gibt Mitesser, die ich am liebsten sofort loswäre; Wegschnecken fressen nachts an den Erdbeeren.
Damit nicht zu viele Früchte den hungrigen Schleimern zum Opfer fallen, pflücke ich abends die reifen Früchte ab.


Kleine Wegschnecke an einer Erdbeere.


Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🐞  🐞  🐞

Dienstag, 2. Juni 2026

Zottiger Bienenkäfer

In unserem Garten blüht am Mini-Teich die Sumpf-Schwertlilie. Einem Zottigen Bienenkäfer hat das so gut gefallen, dass er sich hier für eine kurze Rast niedergelassen hat. 

Farblich passt er perfekt zur gelben Blüte mit den feinen Streifen. 😍





Naturgrüße von der Pfälzerin   

Montag, 1. Juni 2026

Sie ist rot, süß und schmeckt nach Sommer

 


Das was Ihr auf dem Bild seht, ist eine Garten-Erdbeere (Fragaria x ananassa), auch Ananas-Erdbeere genannt. Sie wurde aus amerikanischen Vorläufern gezüchtet.

Heimische Wald-Erdbeeren (Fragaria vesca) findet man bei uns häufig an Wegrändern oder auf Lichtungen im Wald. Der Geschmack der kleinen Früchtchen ist unvergleichlich aromatisch und süß, aber es wäre mühsam, sie zu sammeln. 


Blühende Wald-Erdbeeren, fotografiert beim Wandern.

Eine Ecke im Garten habe ich mit Zimt-Erdbeeren, einer heimischen Wildform, bepflanzt. Fragaria moschata, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, wird seit dem 17. Jahrhundert in den Gärten angepflanzt und hat große Ähnlichkeit mit der ebenfalls heimischen Wald-Erdbeere. Auch sie produziert kleine, aromatische Früchte, die keine Beeren sind, sondern Sammelnussfrüchte. 

Alle Erdbeeren vermehren sich mit Ausläufern und sind perfekte Bodendecker im naturnahen Garten.


Zimt-Erdbeeren im Garten.



Die Früchte der Zimt-Erdbeeren ähneln denen von Wald-Erdbeeren.


Erdbeeren als Bodendecker unter dem Kirschbaum.

Nun hat der Monat Juni begonnen und in zwei Wochen feiern wir schon wieder Sommersonnenwende. Wie schnell doch die Zeit vergeht!

Kommt alle gut in die neue Woche.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🍓🍓🍓

Freitag, 29. Mai 2026

Gekrönte Häupter im Garten

Der Monat Mai geht zu Ende und die Hitzewelle sorgte dafür, dass die Akeleien in unserem Garten nun endgültig ausgeblüht haben.

Beim Abschneiden der Blütenreste bemerkte ich, dass die Blüten und Fruchtstände ein Krönchen tragen.








Die Rose ist die Königin unter den Blumen, aber das Krönchen trägt die Akelei.

Auch wenn die Akeleienblüten ein Krönchen tragen, dürfen sie nicht die Alleinherrschaft über meinen Garten haben. Auf keinen Fall dürfen sie sich versamen, sonst wächst hier nichts anderes mehr.

Auch wenn es weh getan hat, schnitt ich nun die Akeleien zurück. Vereinzelt waren noch Blüten zu sehen, aber da musste ich durch. Ihre Blütezeit ist zu Ende.





Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine heimische Wildform und kam ohne Einladung in unseren Garten. Seit vielen Jahren erfreut sie uns im Frühling mit den lila Blüten. Weil ihr unser lehmhaltiger Boden und die halbschattige Lage gut gefallen, würde sie sich gerne noch weiter ausbreiten. Aber da habe ich ein Wörtchen mitzureden.

Nun hat die Königin der Blumen, die Rose wieder den Platz für sich alleine. Die Strauchrose 'Rosa gallica Tuscany'  öffnet jetzt ihre samtigen, duftenden Blüten. Auch sie ist eine heimische Art und mit ungefüllten Blüten wertvoll für Bienen und Hummeln.





Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌹🌹🌹

Donnerstag, 28. Mai 2026

Pfingsten-Quack






In diesem Jahr begann der Besenginster besonders früh zu blühen, so dass an den Pfingstfeiertagen die meisten Sträucher schon ausgeblüht und kleine, grüne Schoten gebildet hatten.






Wir nennen die leuchtend gelb blühenden Sträucher 'Pfingsten-Quack'. Wahrscheinlich kommt der Name daher, weil früher in der Pfalz und dem Elsass die Kinder an Pfingsten einen mit Blütenzweigen vom Besenginster geschmückten Bollerwagen durchs Dorf zogen und dabei sangen. Zum Dank bekamen sie Eier, Speck oder Geld. Das waren die Pfingst-Quacke. Es hat sich bei uns eingebürgert, den Besenginster als Pfingsten-Quack zu bezeichnen.

In der Pfalz wird noch vereinzelt in Dörfern dieses Brauchtum gepflegt. Bei uns im Dorf habe ich solch ein Spektakel nicht erleben können. Ich kenne es nur aus früheren Erzählungen des Vaters, aber ich spreche auch von Pfingsten-Quack, wenn ich den Besenginster meine.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌿🌿🌿

Mittwoch, 27. Mai 2026

Brunnen- und Quellenweg, eine Etappe im Wolfsägertal

 


Es war eine gute Entscheidung von uns, am Pfingstmontag gleich morgens auf dem Brunnen- und Quellenweg im Wolfsägertal zu wandern.

Das plätschernde Wasser und das kühle, schattige Tal ließen uns die Hitze von Hoch Winfried besser ertragen, das seit den Pfingstfeiertagen für sommerliche Temperaturen sorgt.

Wir sind allerdings nur eine kleine Etappe des ca. 20 Kilometer langen Rundweges bei Fischbach im Pfälzerwald gelaufen. Die gesamte Strecke würde ich auf keinen Fall mehr schaffen.






Gewöhnliche Strauchschrecke.


Wollkäfer.


Gartenlaubkäfer.


Graugelber Weichkäfer.


Hufeisen-Azurjungfer.

Bei dieser Hitzewelle (bei uns waren es gestern wieder 31 Grad) muss ich das Beste daraus machen: mich wenig bewegen, viel trinken und nachmittags den schattigen Garten genießen. Bis zum Wochenende wird es heiß und trocken bleiben. 

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌱🌳🌿

Dienstag, 26. Mai 2026

Alien im Wald?

 








Das was ich da fotografiert habe, sind natürlich keine unheimlichen Wesen aus einer anderen Welt, sondern die Wedel des Adlerfarns, die sich auf diese Art und Weise entfalten. 

Zugegeben, es schaut schon ziemlich skurril aus, oder?


Adlerfarn (Pteridium aquilinum).

Meine Oma sammelte früher im Spätsommer die trockenen, braunen Wedel des Adlerfarns für die Gemüsekiste im Keller. Das war vor mehr als 60 Jahren und es war damals eine traditionelle Methode, um Knollengemüse vor Fäulnis, Nagetieren und Kälte zu schützen. Zunächst wurde mit den trockenen Farnwedeln eine 15 cm dicke Schicht auf dem Boden ausgelegt. Darauf kamen Kartoffeln, Sellerieknollen oder Karotten und wurden mit einer Schicht Farnwedeln abgedeckt.

Heute macht sich niemand mehr solch eine Arbeit, zumal es auch nicht mehr üblich ist, den Wintervorrat an Knollengemüse im Keller zu lagern.

Liebe Grüße von der Pfälzerin  🌿🌿🌿