Freitag, 13. März 2026

Blüten ohne Insektengesumm und Gehölze in unnatürlichen Formschnitt



Wie unterschiedlich die Geschmäcker bezüglich des Gartens sind, das sieht man beim Gang durch unser Dorf.

In vielen Vorgärten blühen gerade Forsythien, die mit ihren leuchtenden Blüten zwar schön anzuschauen sind, aber für Insekten nutzlos sind. Diese Ölbaumgewächse sind ökologisch wenig wertvoll, weil sie Insekten keinen Nektar bieten. Die armen Geschöpfe verschwenden ihre Energie beim Versuch, Nahrung zu finden. Zudem verdrängen diese Sträucher heimische Arten. Besser wäre es, Kornelkirschen zu pflanzen, die ebenso gelb blühen und reichlich Nektar spenden. Auch Berberitzen oder Felsenbirnen blühen in dieser Zeit und sind echte Alternativen zu den nutzlosen Forsythien.

Es gibt Gärten die von Thuja-Hecken umgeben sind. Zwar lassen sich diese gut in Form schneiden, bringen aber der Tierwelt keinen Nutzen. Unserer Tochter empfahl ich Hainbuchen, als sie eine Hecke als Sichtschutz in ihrem Garten pflanzen wolle. Das sind heimische Sträucher, die Vögeln und Insekten Schutz bieten.

Rund geschnittene Kirschlorbeer-Hecken stehen in einem anderen Vorgarten. Die Besitzer finden sie schön und schneiden sie alljährlich liebevoll in Form. In der Schweiz beispielsweise wurde dieses Gehölz als invasive Art verboten. Es breitet sich ungehemmt aus und ist giftig. Alternativen dazu wären Liguster, Hainbuche, Berberitze, Weißdorn, Hartriegel oder Kornelkirsche. Viele Leute wissen das alles nicht und pflanzen den angeblich pflegeleichten Kirschlorbeerstrauch. In Gartencentern und Baumschulen werden solche Sträucher ohne Beratung verkauft. 'Meine' Baumschule beispielsweise hat 8 Arten der Forsythia, 7 Arten Kirschlorbeer und 7 Arten Thuja im Angebot, die ich einfach so online bestellen könnte.

Es ist nicht meine Art, den Zeigefinger auf Leute zu richten, die solche Pflanzen kaufen, denn sie wissen es nicht besser. Ich würde es begrüßen, wenn schon in der Grundschule ein Fach 'Natur- und Umweltschutz und gesunde Ernährung' eingeführt werden würde. Was man als junger Mensch lernt, das wird man ein Leben lang behalten.


Forsythia in voller Blüte.


Kirschlorbeer (Prunus) in Kugelform geschnitten.


Lebensbaum (Thuja) als Hecke am Rand eines Grundstücks.


Thuja sieht man häufig in Gärten. Sie gehören zur Familie der Zypressengewächse.

Habt alle einen schönen Freitag, den 13. und kommt gut ins Wochenende.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌱🌿

Donnerstag, 12. März 2026

Dekoration aus Birkenreisig für die Osterzeit

 


Aus gesammeltem Birkenreisig habe ich kleine Kränze gebastelt. In jedes Kränzchen kam ein Osterei und schmückt nun die Zweige im Wohnzimmer. 

Nach dem Binden der Kränze und fixieren mit Draht habe ich einige Kränze mit weißer Farbe leicht eingesprüht und einige Kränze naturbelassen.

Ein etwas größerer Kranz ist für den Couchtisch mit einem Kerzenglas vorgesehen. Hier werde ich den Draht noch mit Dekoration kaschieren, wenn ich das Passende finde. Es sollte möglichst aus Naturmaterialien sein.






Liebe Grüße von der Pfälzerin   🐇 🥚 🪺

Mittwoch, 11. März 2026

In der Toskana der Pfalz


Entlang der Deutschen Weinstraße blühen im März unzählige Mandelbäume. Die von Weinbergen geprägte Landschaft mit (angeblich) 1800 Sonnenstunden im Jahr wird als 'Toskana Deutschlands' bezeichnet.

Die Römer haben Pflanzen mitgebracht, als sie im 12. Jahrhundert v. Chr. dieses Gebiet besetzten, große Städte gründeten und sich an den schönsten Orten mit Herrenhäusern niederließen. Hier gedeihen Mandel- und Feigenbäume, Weinreben, Esskastanien, Zypressen und andere sonnenhungrige Pflanzen, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet sind.

Bad Dürkheim liegt mitten drin in dieser malerischen Landschaft, unserer Pfälzer Toskana. Die Stadt war Ziel unseres Ausfluges am vergangenen Freitag.

Ohne viele Worte nehme ich Euch mit durch den Kurpark, der schon jetzt zu Beginn des Monats März ein wenig aufgeblüht ist. Wir gingen vorbei an den Salinen (historisches Gradierwerk) und wollten eigentlich noch zum ehemaligen Römischen Herrenhaus am Weilberg laufen. Wegen eines Events (Weinbergnacht, eine Open Air Weinverkostung) war das Gebiet rund um die römischen Ausgrabungen an diesem Tag für Touristen nicht zugänglich. Jedoch besitze ich Aufnahmen von vor drei Jahren, als wir um die gleiche Zeit dort waren und das größte römische Herrenhaus der Region besichtigen konnten.


Am Eingang zum Kurpark steht geduldig der Traubenmann, eine Winzer-Skulptur.

Eine weitere Figur (Putte auf Schildkröte) trägt ein Füllhorn feiner Sachen, die hier in der sonnigen Südpfalz gedeihen.




Die Insektenwiese ist voller blühender Krokus und Narzissen.


Im Park blühen unzählige gelbe Narzissen.


Links am Bildrand sieht man eine Immergrüne Magnolie, die leider noch keine Blüten trägt.


Der Graureiher am Bachlauf ist echt.
Keiner der Passanten hat ihn bemerkt, aber ich schon.


Diese Mittelmeer-Wolfsmilch (150 cm hoch) steht vor dem Kurpark-Café.
Es hieß bis zum vergangenen Jahr noch Café Pompöös und wurde vom Modeschöpfer Harald Glööckler designt,
der in Bad Dürkheim einen Zweitwohnsitz hat. Einer seiner Lizenzpartner betreibt das Café. Nun wurde es in Café Exquisit umbenannt.
Wir sind öfter vorbei gelaufen, waren aber noch nie im Café drin.


Am Ende des Kurparks sind wir bei den Salinen angekommen.
Das ursprüngliche Gradierwerk wurde im Jahr 1716 errichtet.
Im Jahr 1992 wurde es durch einen Großbrand zerstört und danach wieder neu aufgebaut.


Blick in Richtung Michelsberg. Dort droben fand das Event 'Weinbergnacht' statt.


Die Weinstraße wird von Mandelbäumen flankiert.
Von Stunde zu Stunde wurde die Saharastaub-Wolke dichter und hüllte die Landschaft in einen rötlichen Dunst.


Blick durch die Frontscheibe des Autos. Wir sind auf der Straße in Richtung Wachenheim.
Dort haben wir in der Gaststätte einer Winzergenossenschaft gut gespeist.


Archivaufnahme von 2022, als wir während der Mandelblütenzeit das Römische Weingut am Weilberg besuchten.


Dieser Ausflug fand am vergangenen Freitag statt. Was hat sich seither alles in der Natur verändert!

Einen Gruß Wochenmitte von der Pfälzerin   🌸 🌸 🌸

Dienstag, 10. März 2026

Das Netz

 


Es ist viermal so belastbar wie Stahl und kann um das Dreifache seiner Länge gedehnt werden. Selbst einem großen Insekt hält es stand, wenn dieses dagegen fliegt. Dabei sind die Fäden leicht und wasserfest, haben aber ein Feuchtigkeitsaufnahmevermögen, das mit Schafswolle vergleichbar ist. Es widersteht mikrobiologischen Angriffen, ist jedoch biologisch abbaubar.

Kunstvoll wurde das Netz einer Gartenkreuzspinne an unserem Schuppen gesponnen. Dafür hat die Spinne mit sieben Drüsen sieben verschiedene Fadensorten produziert. 

Es versteht sich von selbst, dass wir Spinnennetze nicht mutwillig zerstören werden.



Naturgrüße von der Pfälzerin    🕸  🕷

Montag, 9. März 2026

Die Mandelblütezeit an der Weinstraße hat begonnen


Der Freitag war der einzige Tag in der vergangenen Woche, den wir nicht im Garten verbrachten. Wir sind nach Bad Dürkheim gefahren, um zu schauen, ob die Mandelbäume schon blühen.

Ja, die Mandelblütezeit hat begonnen!

Noch sind es einzelne Bäume, die weiße oder rosa Blüten tragen. Das ist ein wunderschöner Anblick nach dem langen, dunklen Winter.

Etwas getrübt war die Freude an den Blüten vom Saharastaub in der Luft, der in der Mittagszeit noch stärker wurde und alles in ein rötliches Licht tauchte.









Kommt alle gut in die neue Woche.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌸  🌸  🌸

Freitag, 6. März 2026

Flower Sprouts und anderes Grünzeug aus dem Garten

Meine Gartenbeete wollten hergerichtet werden. Über Winter lagen sie brach und waren dicht mit Wildpflanzen (den Begriff 'Unkraut' verwende ich nicht so gerne) bewachsen.

Nachdem nun endlich der Boden abgetrocknet ist, habe ich ihn spatentief umgegraben und so gut wie möglich den Wildwuchs entfernt. Einiges davon wanderte in meine Küche, um unser Essen aufzuwerten.

Die letzten Flower Sprouts (auch Kalettes oder Kohlröschen genannt) wurden geerntet und die Kohlstümpfe entsorgt. Es handelt sich um ein relativ neu gezüchtetes Gemüse aus Rosenkohl und Grünkohl. Auf dem Wochenmarkt kostet es ein kleines Vermögen. Dieser Minikohl hat einen nussartigen Geschmack und wertet unsere Pfannengerichte auf.

Die Wildkräuter kommen an Salate oder Gemüsepfannen als Würze und Vitaminlieferant.


Grünzeug aus dem Garten.


Kalettes, Kohlröschen oder Flower Sprouts, ein Wintergemüse.


Die erste Woche im März geht zu Ende. Wir wurden mit Sonnenschein geradezu verwöhnt und vorerst soll das Wetter auch so schön bleiben.

Heute wollen wir einen Ausflug in die sonnige Südpfalz machen und schauen, ob schon die Mandelbäume dort blühen.

Kommt alle gut ins Wochenende!

Grüne Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌱🍃🌿

Donnerstag, 5. März 2026

Felsformation am Großen Stephansberg


Der Pfälzer Buntsandstein ist vor ungefähr 200 Millionen Jahren entstanden. Durch verfestigte Sandablagerungen in einem Urmeer bildete sich das sandige Gestein.

Vor 48 Millionen Jahren kam es zu einer Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte. Dabei falteten sich die Gesteinsschichten auf und es entstanden Berge, die im Pfälzerwald etwa 1.000 Meter hoch waren. Gesteinsschichten zerbrachen zu Schollen; es entstanden Klüfte und Spalten. In Laufe der Jahrtausende wurden durch Erosion skurrile Felsgebilde geschaffen.

Bei einer Wanderung am Großen Stephansberg bei Stephanshof, einer Annexe der Gemeinde Lemberg, konnte ich die Beschaffenheit der einzelnen Gesteinsschichten gut erkennen. Jede Schicht hat eine andere Färbung und manchmal sind Kieselsteine aus dem Urmeer eingeschlossen. Sonne, Wind und Frost nagen am Fels und lassen ihn weiter verwittern. Wenn ich mit der Hand über den rauen Fels streiche, dann rieselt feiner Sand herab und meine Hände verfärben sich rötlich. Die rote Farbe stammt von Eisenoxid, das sich hier ablagerte.



Unsere Sonntagswanderung am 1. März führte uns auf Wege, die keine Markierung haben und die auf keiner Wanderkarte und in keinem Wanderportal verzeichnet sind.

Wen wundert es, dass wir mutterseelenalleine in diesem Waldstück unterwegs waren. Aus der Ferne hörten wir Leute rufen, die auf dem Weg zur bewirtschafteten Wanderhütte waren. Dorthin sind wir allerdings nicht gegangen.


Auf einem Pfad geht es moderat den Berg hoch.
 

Über uns die Baumwipfel vor einem blauen Himmel.



Die Felsen auf dem Bergkamm haben skurrile Formen.


Herrlich, dieses Spiel von Licht und Schatten.

Eine kleine Rast, ehe wie auf dem Bergkamm weiter gehen.


Ein Pfad zwischen Heidekraut und mit Flechten bewachsenen Steinen.


Bergab durch einen Steingarten, vorbei an Quellen.
,

Als hätte ein Riese mit den Steinen gespielt und sei einfach liegen lassen.
Wir sind nun unterhalb des Felsenmassives.


Alles ist mit Moos bewachsen, denn hier auf der schattigen Bergseite bleibt es auch im Sommer feucht.

Von all den Moosen finde ich dieses hier am schönsten.
Tamarisken-Thujamoos (Thudidum tamariscinium) findet man häufig in mitteleuropäischen Wäldern.


Im Tal angekommen, zeigt sich der Himmel fast schon kitschig schön.


Wir freuen uns über dieses Traumwetter am ersten März.


Ein ehemaliger Eisenerzstollen, der für Besucher verschlossen ist, aber eine Öffnung für Fledermäuse hat.


Der Waldparkplatz ist belegt. Diese Leute sind alle zur nahen Wanderhütte 'Hohe List' gewandert, wo sich bei schönem Wetter die Menschen drängen.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲