Der Pfälzer Buntsandstein ist vor ungefähr 200 Millionen Jahren entstanden. Durch verfestigte Sandablagerungen in einem Urmeer bildete sich das sandige Gestein.
Vor 48 Millionen Jahren kam es zu einer Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte. Dabei falteten sich die Gesteinsschichten auf und es entstanden Berge, die im Pfälzerwald etwa 1.000 Meter hoch waren. Gesteinsschichten zerbrachen zu Schollen; es entstanden Klüfte und Spalten. In Laufe der Jahrtausende wurden durch Erosion skurrile Felsgebilde geschaffen.
Bei einer Wanderung am Großen Stephansberg bei Stephanshof, einer Annexe der Gemeinde Lemberg, konnte ich die Beschaffenheit der einzelnen Gesteinsschichten gut erkennen. Jede Schicht hat eine andere Färbung und manchmal sind Kieselsteine aus dem Urmeer eingeschlossen. Sonne, Wind und Frost nagen am Fels und lassen ihn weiter verwittern. Wenn ich mit der Hand über den rauen Fels streiche, dann rieselt feiner Sand herab und meine Hände verfärben sich rötlich. Die rote Farbe stammt von Eisenoxid, das sich hier ablagerte.
Unsere Sonntagswanderung am 1. März führte uns auf Wege, die keine Markierung haben und die auf keiner Wanderkarte und in keinem Wanderportal verzeichnet sind.
Wen wundert es, dass wir mutterseelenalleine in diesem Waldstück unterwegs waren. Aus der Ferne hörten wir Leute rufen, die auf dem Weg zur bewirtschafteten Wanderhütte waren. Dorthin sind wir allerdings nicht gegangen.
 |
| Auf einem Pfad geht es moderat den Berg hoch. |
 |
| Über uns die Baumwipfel vor einem blauen Himmel. |
 |
| Die Felsen auf dem Bergkamm haben skurrile Formen. |
 |
| Herrlich, dieses Spiel von Licht und Schatten. |
 |
| Eine kleine Rast, ehe wie auf dem Bergkamm weiter gehen. |
 |
| Ein Pfad zwischen Heidekraut und mit Flechten bewachsenen Steinen. |
 |
| Bergab durch einen Steingarten, vorbei an Quellen. |
,
 |
Als hätte ein Riese mit den Steinen gespielt und sei einfach liegen lassen. Wir sind nun unterhalb des Felsenmassives. |
 |
| Alles ist mit Moos bewachsen, denn hier auf der schattigen Bergseite bleibt es auch im Sommer feucht. |
 |
Von all den Moosen finde ich dieses hier am schönsten. Tamarisken-Thujamoos (Thudidum tamariscinium) findet man häufig in mitteleuropäischen Wäldern. |
 |
| Im Tal angekommen, zeigt sich der Himmel fast schon kitschig schön. |
 |
| Wir freuen uns über dieses Traumwetter am ersten März. |
 |
| Ein ehemaliger Eisenerzstollen, der für Besucher verschlossen ist, aber eine Öffnung für Fledermäuse hat. |
 |
Der Waldparkplatz ist belegt. Diese Leute sind alle zur nahen Wanderhütte 'Hohe List' gewandert, wo sich bei schönem Wetter die Menschen drängen.
|
Naturgrüße von der Pfälzerin 🌲🌲🌲