Freitag, 19. Juni 2026

Garten für den Frieden in Bitche (Frankreich)

Gläserne Wasserspiele im Eingangsbereich zum Garten für den Frieden.



Der Garten für den Frieden liegt unterhalb der Zitadelle, einer mächtigen Festung, die über der kleinen, französischen Stadt Bitche (auf deutsch: Bitsch) thront. Er wird als "Festival der Fantasie, des Austauschs und der Blumenexperimente" beschrieben.
"Seine Hauptaufgabe soll sein, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu versöhnen und den Frieden mit einer Biodiversität am Fuße eines Ortes, der einst Kriegsschauplatz war, zum Blühen zu bringen".
(Quelle: Internetseite der Stadt Bitche).

Man darf nicht vergessen, dass in Frankreich Kultur einen höheren Stellenwert hat als bei uns in Deutschland.

Der Eintritt in den Garten kostet 6 € für Erwachsene. In Frankreich bekommen Leute, die älter als 65 Jahre alt sind, für den Besuch von Museen und öffentlichen Anlagen eine Ermäßigung, so dass wir nur noch 4 € pro Person bezahlen mussten. 

Schon der Eingang in den Garten macht Lust auf eine Erkundung. Blaue, gläserne Wasserspiele plätschern und klingen leise und blaue Hängematten schaukeln im Wind. Dazwischen blühen Blumen.

Gerne könnt Ihr mich auf unserem Rundgang durch den Garten begleiten und Euch an der abwechslungsreichen und interessanten Anlage erfreuen.




Hilfe, ich bin geschrumpft.


Mit dem Translator übersetzt:
Willkommen in diesem kleinen Stück Paradies, in dem die Natur das Sagen hat, vorausgesetzt, wir lassen sie in Ruhe.
Die Springbrunnen sind zum Anschauen da, nicht zum anfassen; man muss nicht erst prüfen, ob das Wasser nass ist.
Die Hängematten sind nicht für Saltos gedacht.
Wir lieben und hegen unseren Garten, bitte zertrampeln sie ihn also nicht.
Ihre Zen-Haltung ist willkommen und Ihr Lächeln ebenso.


Ein ausgemustertes Kinderkarusell auf der Wiese.


Ein kleiner Garten im großen Garten ...


... mit Dekorationen aus Holz.


Herr Pfälzer hätte dieses alte Motor-Bike gerne mitgenommen.


Eine fantasievolle Bewässerungsanlage, die mit Schwerkraft funktioniert.


Ein Waldstück mit Pilzen. Wohin führt wohl dieser Weg?
Er endet an einer Holzhütte mit Aussicht in die Vogesen.


Ein hölzerner Steg führt über eine Wildblumenwiese, vorbei an einem Gehege mit Gänsen.


Mit dem Translator übersetzt: Vorsicht, es entstehen Löcher. Mauwurf am Werk.




Eine lauschige Leseecke, die eine Etage tiefer angelegt ist, kann über eine Wendeltreppe erreicht werden.


Schade, dass ich nie die französische Sprache gelernt habe ...


... sonst könnte ich mich hier niederlassen und in einem der Bücher schmökern.





Die Hütten der Freiheit bestehen aus einem kleinen Dorf aus Baumhäusern.





Die Baumhäuser sind mit Holzstegen miteinander verbunden.


In einer Hütte wurde eine Hängematte aufgehängt, in anderen sind Schaukeln.


Von hier aus kann man auf die Stadt blicken, während man die Seele baumeln lässt.


Unser Rundgang geht zu Ende; wir sind auf dem Rückweg.




Eine Freiluftküche mit Spüle, Herd, Tisch und Destille.
So könnten beispielsweise die Früchte des Gartens verarbeitet werden.






Die Dekorationen in diesem Garten bestehen aus ausgemusterten und recycelten Gegenständen.


Ein überdimensional großes hölzernes Schaukelpferd, umrahmt von Blumen. 


Im Eingangsbereich wurde ein gemütliches Bistro eingerichtet.
Ich mag die einfachen Blumendekorationen in den Gläsern.


Wir gehen noch einmal an den gläsernen Wasserspielen vorbei.
Schade, unser Besuch dieses friedlichen Gartens ist zu Ende.

Vielen Dank dafür, dass Ihr mich begleitet habt.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   ⛲  🪑  🌼

Donnerstag, 18. Juni 2026

Bitche in Frankreich

Die Landschaft auf der Bischer Höhe.


Dieser Marienkäfer ist ein Franzose.

Ein Ausflug am vergangenen Sonntag sollte uns eigentlich noch einmal in den saarländischen Bliesgau ins Orchideengebiet führen. Leider konnten wir nicht in die Orte Herbitzheim und Gersheim fahren, weil wegen einer Großveranstaltung (38. LVM Saarland Trofeo, ein internationales Radrennen) die Zufahrten gesperrt waren. 

Was nun? Wir entschlossen uns, weiter ins nahe Bitche in Frankreich zu fahren, um mal wieder hoch zur Zitadelle zu gehen und danach den Garten für den Frieden zu besuchen.

Das Navi im Auto führte uns von Niedergailbach im Saarland aus auf eine schmale Straße, die den Berg hoch nach Obergailbach führt. Irgendwo unterwegs hatten wir die Landesgrenze überschritten und es nicht bemerkt. Kein Schild wies darauf hin. Erst als wir das Ortsschild von Obergailbach passierten, stellen wir fest, dass wir nun in Frankreich sind.



Bis nach Bitche, einer Garnisonsstadt mit knapp 5.000 Einwohnern im Departement Moselle in der Region Grand Est in Frankreich, sind es nur wenige Kilometer zu fahren.

Unterhalb der Zitadelle befindet sich ein großer Parkplatz, von dem aus man die Festung und den Friedensgarten besuchen kann. 

Es ist möglich, die Festung auch von innen besichtigen, aber ich habe keine Lust mehr auf Kriegserinnerungen und war zudem schon zweimal hier. Das riesige Festungswerk ist stadtprägend. Man kann es auf einem bequemen Weg oben auf dem Berg außerhalb der Festungsmauern umrunden und eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den umliegenden Wald genießen.

Mich entzückten außer dem tollen Weitblick auch die Insekten, die auf den Blüten der Wildwiese saßen und wir beobachteten einen Falken und zwei Milane auf ihrem Flug. 

Anschließend besuchten wir den Garten für den Frieden, der unterhalb der Festung angelegt wurde. Dessen Motto lautet: Der Frieden soll blühen.


Die Zitadelle von Bitche (Frankreich).


Blick vom Eingangstor aus.


Eine mächtige Steinmauer umspannt die Festung.


Blick auf die Stadt Bitche, die im Wald eingebettet ist.


Die Stadt hat ungefähr 5.000 Einwohner.


Auf einem Weg kann man das Areal der Festung außerhalb der mächtigen Mauern auf dem Berg umrunden.


Ein Plan zeigt die Ausmaße der Festung. 


Die Berge am Horizont sind unser Pfälzerwald, meine Heimat.


Käfer an den Blüten des Jakobsgreiskrautes.


An den Blüten der Schafsgarbe wuselt es von Käfern.


Käfer an einer Blüte der Berg-Jasoine.




Noch mehr Käfer.


Ein Schachbrett-Falter.

Morgen nehme ich Euch mit in den Garten für die Frieden. Ich musste den Beitrag mit dem Bericht von unserem Sonntagsausflug teilen, weil er sonst ellenlang wäre.

Liebe Grüße von der Pfälzerin    🏰   🦋  🪲

Mittwoch, 17. Juni 2026

Schachbrettfalter


Bei einer Wanderung im Bliesgau haben wir Dutzende von Schachbrettfaltern (Melanargia galathea) gesehen.

Die Weibchen sitzen auf den Blüten von Flockenblumen, Skabiosen und Kratzdisteln und trinken Nektar. Die Männchen flattern herum und suchen aktiv nach einem Weibchen.

Abends wählen die Falter einen Schlafplatz und hängen kopfüber in Gräsern.

Die Weibchen lassen nach der Paarung die Eier einfach auf den Boden fallen und die jungen Raupen gehen nach dem Schlüpfen in Winterruhe. Im  Folgejahr ab März fressen sie nachts an Gräsern und verpuppen sich als kleines Gespinst am Boden liegend. Ab dem Frühsommer schlüpfen die Falter und es flattert erneut eine Schmetterlings-Generation an den Blüten herum.























Naturgrüße von der Pfälzerin   🦋