Dienstag, 17. Februar 2026

Ein feines, zartes Läuten ...

... hört man im Garten.

Schneeglöckchen läuten den Vorfrühling ein und Lenzrosen zeigen erste rosa Blüten.

Am Sonntag zeigte sich pünktlich zum Beginn des Faschingsumzuges in Dahn gegen 14 Uhr die Sonne. Ich war daheim geblieben und habe im Garten gewerkelt. Wie Ihr wisst, kann ich mit Fasching wenig anfangen, aber unser Enkelsohn war mit der Mama dort.

Ich weiß, dass in vielen Teilen unseres Staates noch Winter mit Eis und Schnee herrscht, aber hier bei uns ist schon ein bisschen Frühling.

Nach einer eisig kalten Nacht blieb der Sonntag ausnahmsweise trocken und so ging ich nach dem Mittagessen raus in den Garten.

Meine To-do-Liste für Februar:

  • Verblühtes bei den Hortensien abschneiden und die Sträucher auslichten. Anschließend mit Hornspänen düngen.
  • Verdorrte Halme der Ziergräser und der Staudensonnenblumen abschneiden.
  • Die wuchernden Herbstastern etwas eindämmen, damit ich Platz für Minze gewinne.
  • Im Erdbeerbeet verfaulte Blätter an den Erdbeerpflanzen wegnehmen und überzählige Ausläufer entfernen.
  • Die Überreste von Phlox, Blauer Kugeldistel, Herbstastern, Mannstreu und anderen Stauden bis zum Boden abschneiden.
  • Die Beete vorbereiten für die Aussaat von Stielmus zu Beginn des Monats März.
  • Mich über die ersten Blüten der Lenzrosen, der Schneeglöckchen, der Winterlinge und die Austriebe des Bärlauch freuen.

Leider hat das bisschen Sonnenschein wieder nicht ausgereicht, um die Blüten der Winterlinge und Schneeglöckchen vollständig öffnen zu können, aber ich hörte ein feines, zartes Läuten des Vorfrühlings.


Die Lenzrosen blühen schon Mitte Februar.











Helau und Alaaf für alle Faschingsnarren 🎉🎉🎉

An alle, die so wie ich nichts mit künstlichem Frohsinn anfangen können, schicke ich einen herzlichen Gruß aus dem (patschnassen) Garten der Pfälzerin.

Montag, 16. Februar 2026

Es klappert wieder in der Pfalz

 



Die Störche sind zurück. Als wir vor einer Woche von Zweibrücken aus durch das Tal des Hornbaches fuhren, sahen wir Störche auf den nassen Wiesen nach Futter suchen und sämtliche Nester am Kirschbacherhof waren bevölkert.

Eines der ältesten Hofgüter der Pfalz, der Kirschbacherhof, ist die Heimat von Dutzenden von Störchen, die auf Dächern, Bäumen und anderen erhöhten Standorten ungestört nisten können. Rund um das Hofgut befinden sich ausgedehnte Wiesenflächen, die momentan vor Nässe triefen. Hier fühlen sich die prächtigen Tiere sichtlich wohl. Als wir am Hofgut vorbeifuhren, sahen wir in jedem Nest mindestens einen Storch, oft sogar ein Storchenpaar.

Weißstörche (Ciconia ciconia) gehören zu den streng geschützten Arten nach § 7 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Kaum zu glauben, dass der Weißstorch bis zum Jahr 1996 in unserer Region als ausgestorben galt. Ende der 1990er Jahre wurden Jungstörche als Projekt wieder angesiedelt und der Bestand nahm kontinuierlich zu. Die letzte Schätzung ergab  630 Paar Storchenpaare und ungefähr 720 flügge Jungstörche in ganz Rheinland-Pfalz.

Am Tag nach diesem Ausflug begann es zu regnen und hörte bis Freitag nicht mehr auf. Die armen Vögel sind in ihren Nestern wohl pitschnass geworden.  🙁

Störche leben in großen Nestern in luftiger Höhe.








Kommt alle gut in die neue Woche. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 13. Februar 2026

Zwiebeln im Haus und im Garten

 


Im Korb habe ich eine Küchenzwiebel gefunden, die zu keimen begann. Ich setzte sie in eine Vase und füllte nur so viel Wasser hinzu, dass ihr unteres Ende noch trocken bleibt.
Schon nach wenigen Tagen hat sie Wurzeln und Grün gebildet; ohne Erde und ohne Nährstoffe. Gestern habe ich das Grüne an den Salat geschnitten.

Küchenzwiebeln (Allium cepa) zählen zu den ältesten Kulturpflanzen und sie sind in unserer Küche nicht wegzudenken.
Die Zwiebelknolle ist ein verdicktes Speicherorgan und reich an Vitaminen.

Andere kleine Zwiebeln sind im Garten im Begriff aufzublühen; Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sind erste Nektarlieferanten für Insekten im Vorfrühling; vor allem Honigbienen und Hummeln.
Im Gegensatz zu den Speisezwiebeln sind sie giftig und zwar in allen Teilen und somit nicht zum Verzehr geeignet.



Das Kleine Schneeglöckchen, eine Zwiebelblume im Vorfrühling.

Auch die hübschen, gelben Winterlinge sind Zwiebelblumen. Sie würden gerne aufblühen, genauso wie die Schneeglöckchen, aber bei uns regnet es ohne Ende. In den vergangenen drei Tagen pladderte das Nass fast pausenlos vom Himmel. 

Gestern hatten wir dazu mildes Wetter und Dauerregen. Für das Wochenende wurde wieder Frost gemeldet. Das Auf und Ab ist für diesen Monat eigentlich normal, aber ich wünsche mir nun doch endlich trockene Tage.

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Auch den Narren wünsche ich trockene Tage, damit sie Fasching feiern können, ohne nass zu werden. Wie Ihr wisst, kann ich mit solch närrischen Treiben wenig anfangen, aber schöneres Wetter hätte ich gerne.

Seit Dienstag regnet es pausenlos und zeitweise richtig heftig.
Unser Garten und die Hofeinfahrt stehen unter Wasser.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Frühlingslockende Grüße von der Pfälzerin  🌷🌷🌷

Donnerstag, 12. Februar 2026

Hättet Ihr das gewusst?

Je mehr ich mich mit dem Reich der Pilze beschäftige, umso mehr fasziniert mich die Vielfalt dieser Organismen. Ständig entdecke ich welche, die ich bisher nicht kannte.

Funde beim Wandern gaben mir Rätsel auf. Dank meiner beiden Apps (Obsidentify und Flora Incognita) konnte ich sie bestimmen.


Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus)


Zerfließende Gallertträne.



Braunfäuletramete (Antrodia xantha), die überwiegend an Nadelholz zu finden ist.



Rotbuchen-Kohlenbeere (Biscogniauxia nummalaria), auch Rotbuchen-Rindenkugelpilz oder Pfennig-Kohlenkruste genannt.


Rotbuchen-Kohlenbeere, ein Pilz, der nur Buchenholz befällt.


Milchweißer Eggenpilz (Irpex lacteus).


Milchweißer Eggenpilz in der Vergrößerung.



Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica).



Goldgelber Zitterling, zusammen mit Trameten am Altholz.


Austernseitling.


Austernseitling (Pleorotus ostreatus).



Orangeroter Kammpilz (Phlebia radiata).




Orangeroter Kammpilz in der Vergrößerung.


Stäublings-Schleimpilz (Reticulara lycoperdon).

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🍄🍂

Mittwoch, 11. Februar 2026

Autsch, die Bäume würden jammen, wenn sie könnten

Mir war aufgefallen, dass fast alle Bäume mit glatter Rinde neben dem Wanderweg im Bereich der Burgengruppe Altdahn-Gräfendahn-Tanstein mit Zeichen, Namen und Bildern verunstaltet wurden.

Das ist keine harmlose Sachen, sondern eine Verletzung des Baumes, die weitreichende Folgen haben kann und auch eine Sachbeschädigung. Beim Ritzen der Rinde wird die äußere Schutzschicht des Baumes durchbrochen und es entstehen Wunden, in die Pilzsporen, Schädlinge oder Bakterien eindringen können. Wird zu tief geritzt und dabei das Kambium (Bastschicht unter der Rinde) verletzt, kann ein Baum (oder Teile davon) absterben.

Der Baum versucht zwar, seine Verletzungen zu überwallen, aber die Narbe bleibt ewig bestehen. 

In diesem Falle sind Dutzende Bäume betroffen und sie tun mir leid.












Das hier waren keine Menschen, sondern Spechte, die Löcher in den Baumstamm gehämmert haben.
Allerdings ist der Baumstamm bereits abgestorben.

Grüße von der Pfälzerin   🌳🌳🌳

Dienstag, 10. Februar 2026

Hochstein - Dahner Felsenland



Die 1,5 km lange Felsenkette Hochstein im Dahner Felsenland war am Sonntag unser Ziel beim Wandern. Es ist das größte, zusammenhängende Felsmassiv der Pfalz.

Besucher haben zwei Möglichkeiten, auf das Felsplateau zu gelangen. Sie können beispielsweise vom Parkplatz unterhalb der Felsen auf die sogenannte Hochsteinnadel oder eine der anderen Felsspitzen klettern. Die Buntsandsteinfelsen am Hochstein werden bei gutem Wetter von zahlreichen Kletterfreunden aufgesucht.

Das ist aber nichts für uns; wir wanderten vom Parkplatz unterhalb der Burgengruppe Altdahn-Gräfendahn-Tanstein aus auf den Hochstein. Ein schmaler Wanderweg führt moderat bergauf und schlängelt sich durch den Wald bis zur gut abgesicherten Aussichtskanzel. 


Unsere Wanderung startet am Parkplatz unterhalb der Burgengruppe.


Es ist ein schönes Erlebnis, zwischen den bemoosten Felsen zu wandern.




Ganz oben angekommen, gelangen wir zunächst zur sogenannten Soldatenhütte.
Das ist eine natürliche Grotte mit tollem Ausblick.


Verwitterter Sandstein an der Soldatenhütte.


Der Pfad bringt uns ganz nach vorne auf ein Aussichts-Plateau. 
Auch hier findet man skurrile Felsgebilde, die durch Verwitterung entstanden sind.


Geschafft, wir sind ganz vorne und dem Himmel nah.
Bei dieser schönen Aussicht kann man das dunstige Wetter vergessen.


Einfach innehalten und die schöne Aussicht genießen.


Dort drüben auf den anderen Felsen können nur Kletterer gelangen.
Im Hintergrund ist die Stadt Dahn zu sehen.


Wandergrüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Montag, 9. Februar 2026

Wer hat denn hier genug vom Winter?

 


Die Winterlinge möchten nicht länger warten und zeigen ihre Blüten.





Am Wochenende zeigte sich ab und zu die Sonne, so dass die gelben Blüten der Winterlinge aufgehen konnten.
In den Beeten rühren sich auch andere Frühblüher und sie zeigen mir, dass bei uns der Vorfrühling beginnt.



Blütenknospen der Lenzrosen.


Elfenkrokus.


Meine invasiven Schneeglöckchen erobern die Beete.


Zwiebelblumen aus dem Garten schmücken im Blumenkasten die Küchenfensterbank.


Kommt alle gut in die neue Woche.

Erste Vorfrühlingsgrüße von der Pfälzerin   🌱  🌱  🌱