Freitag, 6. März 2026

Flower Sprouts und anderes Grünzeug aus dem Garten

Meine Gartenbeete wollten hergerichtet werden. Über Winter lagen sie brach und waren dicht mit Wildpflanzen (den Begriff 'Unkraut' verwende ich nicht so gerne) bewachsen.

Nachdem nun endlich der Boden abgetrocknet ist, habe ich ihn spatentief umgegraben und so gut wie möglich den Wildwuchs entfernt. Einiges davon wanderte in meine Küche, um unser Essen aufzuwerten.

Die letzten Flower Sprouts (auch Kalettes oder Kohlröschen genannt) wurden geerntet und die Kohlstümpfe entsorgt. Es handelt sich um ein relativ neu gezüchtetes Gemüse aus Rosenkohl und Grünkohl. Auf dem Wochenmarkt kostet es ein kleines Vermögen. Dieser Minikohl hat einen nussartigen Geschmack und wertet unsere Pfannengerichte auf.

Die Wildkräuter kommen an Salate oder Gemüsepfannen als Würze und Vitaminlieferant.


Grünzeug aus dem Garten.


Kalettes, Kohlröschen oder Flower Sprouts, ein Wintergemüse.


Die erste Woche im März geht zu Ende. Wir wurden mit Sonnenschein geradezu verwöhnt und vorerst soll das Wetter auch so schön bleiben.

Heute wollen wir einen Ausflug in die sonnige Südpfalz machen und schauen, ob schon die Mandelbäume dort blühen.

Kommt alle gut ins Wochenende!

Grüne Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌱🍃🌿

Donnerstag, 5. März 2026

Felsformation am Großen Stephansberg


Der Pfälzer Buntsandstein ist vor ungefähr 200 Millionen Jahren entstanden. Durch verfestigte Sandablagerungen in einem Urmeer bildete sich das sandige Gestein.

Vor 48 Millionen Jahren kam es zu einer Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte. Dabei falteten sich die Gesteinsschichten auf und es entstanden Berge, die im Pfälzerwald etwa 1.000 Meter hoch waren. Gesteinsschichten zerbrachen zu Schollen; es entstanden Klüfte und Spalten. In Laufe der Jahrtausende wurden durch Erosion skurrile Felsgebilde geschaffen.

Bei einer Wanderung am Großen Stephansberg bei Stephanshof, einer Annexe der Gemeinde Lemberg, konnte ich die Beschaffenheit der einzelnen Gesteinsschichten gut erkennen. Jede Schicht hat eine andere Färbung und manchmal sind Kieselsteine aus dem Urmeer eingeschlossen. Sonne, Wind und Frost nagen am Fels und lassen ihn weiter verwittern. Wenn ich mit der Hand über den rauen Fels streiche, dann rieselt feiner Sand herab und meine Hände verfärben sich rötlich. Die rote Farbe stammt von Eisenoxid, das sich hier ablagerte.



Unsere Sonntagswanderung am 1. März führte uns auf Wege, die keine Markierung haben und die auf keiner Wanderkarte und in keinem Wanderportal verzeichnet sind.

Wen wundert es, dass wir mutterseelenalleine in diesem Waldstück unterwegs waren. Aus der Ferne hörten wir Leute rufen, die auf dem Weg zur bewirtschafteten Wanderhütte waren. Dorthin sind wir allerdings nicht gegangen.


Auf einem Pfad geht es moderat den Berg hoch.
 

Über uns die Baumwipfel vor einem blauen Himmel.



Die Felsen auf dem Bergkamm haben skurrile Formen.


Herrlich, dieses Spiel von Licht und Schatten.

Eine kleine Rast, ehe wie auf dem Bergkamm weiter gehen.


Ein Pfad zwischen Heidekraut und mit Flechten bewachsenen Steinen.


Bergab durch einen Steingarten, vorbei an Quellen.
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Als hätte ein Riese mit den Steinen gespielt und sei einfach liegen lassen.
Wir sind nun unterhalb des Felsenmassives.


Alles ist mit Moos bewachsen, denn hier auf der schattigen Bergseite bleibt es auch im Sommer feucht.

Von all den Moosen finde ich dieses hier am schönsten.
Tamarisken-Thujamoos (Thudidum tamariscinium) findet man häufig in mitteleuropäischen Wäldern.


Im Tal angekommen, zeigt sich der Himmel fast schon kitschig schön.


Wir freuen uns über dieses Traumwetter am ersten März.


Ein ehemaliger Eisenerzstollen, der für Besucher verschlossen ist, aber eine Öffnung für Fledermäuse hat.


Der Waldparkplatz ist belegt. Diese Leute sind alle zur nahen Wanderhütte 'Hohe List' gewandert, wo sich bei schönem Wetter die Menschen drängen.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Mittwoch, 4. März 2026

Wird das Wetter noch schön werden?

Der März hat begonnen und der dunkle, nasse Februar ist vorbei.

Am vergangenen Donnerstag, noch ehe die sonnigen Tage begannen, war morgens in der Früh die Landschaft noch im Nebel versunken. Ich konnte mir früh morgens nur schlecht vorstellen, dass der angekündigte Sonnenschein es bis zu uns schaffen wird. Doch ich wurde überrascht; schon am Vormittag schien die Sonne und drückte den Nebel zu Boden und der Garten begann aufzublühen.


Frühlingsblumen im Kasten vor dem Küchenfenster.


Drüben auf dem Spielplatz steht ein vergessenes Spielzeug. 


Aroniabeeren vom vergangenen Herbst in unserem Garten. 
Diesmal wurden sie von den Amseln verschmäht.


Die Sonne kommt hervor und der Nebel verschwindet.

Leider dröhnten an diesem Tag vom Vormittag bis zum Nachmittag Motorsägen und eine Häckselmaschine. Die Arbeiter der Gemeinde haben wieder die Sträucher auf dem Nachbargrundstück abgesäbelt. Traurig stehen die Baumstümpfe da und Vögel suchen vergebens 'ihren' Strauch, auf dem sie sitzen und auf einen freien Futterplatz bei uns im Garten warten können.

Alle drei Jahre wird ein solches 'Massaker' veranstaltet und das macht mich sehr, sehr traurig.



Dies ereignete sich kurz vor dem Ende des Monats Februar. Ich hoffte vergebens, die Arbeiter würden in diesem Jahr vergessen, die Hecken zu stutzen. Denn ab dem 1. März dürfen sie nicht mehr geschnitten werden.

Verschwunden sind unter anderem der 'Spatzenstrauch' und die Haselsträucher, in denen der Haselblattroller (Apoderus coryli), ein kleiner roter Käfer wohnte. Alles klein gehäckselt, wie traurig!

Grüße von der Pfälzerin    🌳 🐛 🌱

Dienstag, 3. März 2026

Wenn die Amseln morgens singen, dann ...

 ... ist ein Ende des Winters in Sicht. Das Lied der Flötenmeister ist ein Versprechen auf den Frühling.

Diese Worte stammen nicht aus meiner Feder, sondern stehen etwas abgewandelt auf einem Kalenderblatt.

Es ist März geworden und wir werden morgens vom Gesang der Amseln und anderen Singvögeln geweckt.










Die Schwarzen sind Amsel-Männchen und die Braungemusterten die Weibchen. Leider vertragen sich Amseln in unserem Garten nicht miteinander und jagen sich ständig hin und her. Ganz schön doof, denn es gibt Futter für alle. 

Die Amsel, auch Schwarzdrossel genannt ist überall verbreitet. Hinter der Grenze, in Frankreich, heißt sie Merle.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🐦🐦🐦

Montag, 2. März 2026

Wo Misteln in den Bäumen wachsen - Seltz am Rhein


Wir waren am sonnigen Freitag im französischen Seltz am Rhein. Dorthin fahren wir öfter, denn es ist von uns daheim der kürzeste Weg an den Fluss.

Die grünen 'Bälle' an den Bäumen sind Laubholz-Misteln (Viscum album), auch Weißbeerige Mistel genannt. Sie wachsen auf Laubbäumen, denen sie Wasser und Nährstoffe entziehen. Momentan sind sie am Blüten, aber die kleinen gelben Blüten sind unscheinbar. 





Hier sieht man einen 'Mistel-Setzling' an einem Ast.
 Daraus wird mit der Zeit ein dicker, grüner Puschel.



Der Rhein hatte am Freitag reichlich Wasser, aber kein Hochwasser. Lediglich die untere Stufe der Besucher-Treppe in der  Nähe des Fähranlegers war überflutet. 

Nach einem kleinen Picknick auf der Bank am Wasser, mit Blick auf die hin- und herfahrende Seilfähre und die vorbeifahrenden Frachtschiffe, wollten wir uns noch ein wenig die Beine vertreten.


Frisch aus der Boulangerie in Trimbach (Frankreich).


Die Seilfähre fährt fast lautlos, nur von Wasserkraft angetrieben.
Sie bringt Autos und Passanten rüber nach Plittersdorf in Baden-Württemberg.


Ein Frachtschiff fährt flussabwärts.

Wir liefen am Wasser entlang, bis zum Seltzer Hafen. Dort am Kieswerk, an der Einmündung in den Rhein, endet der Weg am Fluss. Für den Rückweg wählten wir eine andere Strecke. Wir gingen am Hafen entlang und danach auf einem befestigten Weg zurück nach Seltz. Stellenweise war der Boden noch sehr durchnässt, so dass wir doch lieber auf dem geschotterten Weg blieben.

Obwohl es erst Ende Februar war, wuchsen dort schon einige Pflanzen. Außer den jungen Sprossen der Brennnesseln, die es hier zu tausenden gibt, wachsen Aronstab, Hungerblümchen, Wiesen-Ampfer, Huflattich, Gänseblümchen und Persischer Ehrenpreis.

Mir war bisher nicht bekannt, wie invasiv Kanadische Pappeln sind. Sie haben laut NABU mittlerweile die heimischen Pappeln fast verdrängt. Pappeln zählen zur Familie der Weidengewächse und lieben feuchten Boden. In Italien wurde zur Holzgewinnung eine Pappelart aus der Amerikanischen Pappel und der heimischen Europäischen Schwarzpappel gezüchtet. Diese neue Pappelart (Populus canadiensis) hat sich nun auch bei uns ausgebreitet und bevölkert die Auenlandschaften hier am Rhein.




Gefleckter Aronstab (Arum maculatum) im Auenwald, eine giftige Pflanze.


Huflattich (Tussilago farfara) wächst im Kies am Flussufer und blüht am Ende des Winters.



Kanadische Pappel (Populus canadensis), eine invasive Baumart, die heimische Pappeln verdrängt.







Industrie am Selter Hafen (Port de Seltz).


Das Kieswerk am Seltzer Hafen.


Eine Kolonie Kanada-Gänse schnatterte am gegenüberliegenden Ufer. Zwei Gänse standen vor uns auf dem Weg und ich näherte mich vorsichtig, um Bilder machen zu können. Erst als ich ihnen zu nahe kam, verschwanden sie ins Wasser und schwammen über den Fluss zu ihren Artgenossen. Die eine Gans schnatterte laut und die anderen Gänse drüben am Rheinufer gaben Antwort. Das war ein ziemliches Spektakel.
 


Kanada-Gänse (Branta canadensis) sind aus Nordamerika zu uns eingewandert und gelten als sehr ruffreudig (was ich bestätigen kann).





Auf dem Rückweg schien mir die Sonne auf den Rücken und obwohl ich die Jacke ausgezogen hatte, war mir sehr warm geworden. Auf so ein schönes Wetter haben wir lange warten müssen.




An diesem Tag besuchten wir noch einmal die Poterie im elsässischen Soufflenheim, weil ich einen großen, ovalen Keramiktopf kaufen wollte. Den habe ich dann auch gefunden und eine hübsche Servierplatte dazu.
Mit den klassischen Elsässer Motiven (Störche, Hirsche, rot-weiße oder blaue Motive) kann ich nicht anfreunden, aber die Poterie kreiert auch modernes Geschirr, das mir sehr gut gefällt.




Kommt alle gut in die erste Märzwoche.

Liebe Grüße von der Pfälzerin     🌳  🌱  🌿

Freitag, 27. Februar 2026

Galante weiße Blüten und die Rückkehr der Farben und des Lichtes



Galanthus, das Schneeglöckchen läutet den Vorfrühling ein. Zu hunderten bevölkern die weißen Blütenglocken unsere Garten. In mehr als zwanzig Jahren haben sich üppige Blütenteppiche gebildet.

Es fällt nicht auf, wenn ich einige Blüten für die Vase pflücke.

Aber Achtung! Schneeglöckchen sind in allen Teilen sehr giftig und man muss vorsichtig sein, wenn man mit ihnen in Berührung kommt.

Unsere Schneeglöckchen gehören zur Sorte Galanthus nivalis, die am weitesten verbreitet sind.






Dekoration im Wohnzimmer: Schneeglöckchen und Zweige von Birken und Heidelbeeren.

🌞  🌞  🌞

Ich genieße die Rückkehr der Farben in der Natur und des Lichtes am Tag. Kurze, dunkle Tage sind nun Vergangenheit. Sie lagen schwer auf meiner Seele und ich recke mich dem (Sonnen-)Licht entgegen, wenn es endlich zum Vorschein kommt.

Am Mittwoch war es dann soweit; ein sonniger Tag ließ den Garten aufblühen. Auch heute soll wieder die Sonne scheinen und wir werden diesen milden Tag für einen Ausflug an den Rhein nutzen.






Der Monat Februar geht zu Ende; er war viel zu nass. Die gelben Winterlinge sind am Verblühen, dafür sind hunderte Elfenkrokus und Schneeglöckchen im Garten aufgeblüht. Sie öffnen ihre Blütenkelche weit, um Insekten Nektar zu spendieren. Nun ist der Garten wieder bunt.




Kommt alle gut ins Wochenende und begrüßt am Sonntag den Frühlingsmonat März.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌼   🌱  🌿