Donnerstag, 26. Februar 2026

Nun kennen wir unsere Nachbarn vom Elsass ein wenig besser.

Der Historische Verein Pirmasens e.V. hat zum Vortrag über Theorien zur Sprache des Elsass eingeladen. Die Veranstaltung fand im Carolinensaal in Pirmasens statt und war recht interessant.


Die frühere Aussegnungshalle am Alten Friedhof wird nun für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der Referent, Monsieur Charles Schlosser, wohnhaft im französischen Lembach, konnte Interessantes zum Dialekt im Elsass ab dem Mittelalter bis zur Jetztzeit geben. Er las auch einige Gedichte in Elsässerdeutsch in verschiedenen Dialektversionen (alemannische, südfränkische und rheinfränkische Dialekte) vor, die ich zum größten Teil verstehen konnte. Wir Pfälzer auf der deutschen Seite und die Elsässer drüben in Frankreich verwenden in der Muttersprache viele Worte gemeinsam, so dass wir uns miteinander verständigen können, auch wenn uns eine Landesgrenze trennt. Ob unsere Kinder in Zeiten der Globalisierung und des Internet das auch noch können?

Wir bekamen außerdem ein bisschen Einblick in die Geschichte des Elsass, was mich sehr interessiert, weil wir dort öfter unterwegs sind.


Der Historische Verein befasst sich mit der Pfälzischen Geschichte. 
Einmal im Monat gibt es einen Vortrag zu unterschiedlichen Themen.
Außerdem wird auf Denkmäler aufmerksam gemacht und zu deren Erhalt beigetragen.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🕮

Mittwoch, 25. Februar 2026

Frisches Grün aus dem Garten für die Küche

 

Gänseblümchen und Schaumkraut.


Im Februar konnte ich an einem regenfreien Vormittag frisches Grün im Garten ernten. Man ahnt nicht, wie viele Wildpflanzen man essen kann!

Mir war bisher nicht bewusst, dass Cardamine hirsulata, das Behaarte Schaumkraut, eine essbare, wohlschmeckende Gewürzpflanze ist. Dank seiner Senföle schmeckt es wie Kresse, etwas scharf und sehr würzig. Essbar sind Samen, Blätter, Blüten und Wurzeln. 




Auch Bellis perennis, das Gänseblümchen (auch Tausendschön oder Maßliebchen genannt) ist essbar. Blüten, Knospen, Blätter und Stängel können roh in Salaten oder für Pestos verwendet werden. Der Geschmack ist leicht nussig herb und im Frühjahr etwas milder, als im Sommer.

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Herr Pfälzer sagte augenzwinkernd: "Wir essen unser Unkraut einfach auf."  😉

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Gestern konnte ich den ersten Bärlauch der Saison pflücken. Weil das Beet regelrecht unter Wasser stand, ging es nur vom befestigten Rand aus, aber das kleine Kräuterbündel hat viel Geschmack.


Bärlauch.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Dienstag, 24. Februar 2026

Lass die Natur mal machen

Das frische Grün auf den Zaunpfosten ist im Winter ein erfreulicher Anblick.


Lockiges Gabelzahnperlmoos auf einem Holzpfosten in unserer Straße.


Lockiges Gabelzahnperlmoos (Dicranoweisia cirrata), ein besonders zartes Moos.



Auch Betonpfosten sind mit Moos überzogen.

Naturgrüße von der Pfälzerin  🌲 🌲 🌲

Montag, 23. Februar 2026

Wann hört es mal wieder auf zu regnen?

Wir sind in der dritten Woche mit Regenwetter. Anderswo hat es geschneit und ist frostig kalt. Hier kommt nur Nass vom Himmel und das fast pausenlos.










Alle warten auf trockenes Wetter, vor allem die Vögel in unserem Garten. Morgens singen Vögel und Amseln sammeln Grashalme für ihr Nest. Das sind außer den blühenden Schneeglöckchen weitere Vorboten des Frühlings.

Kommt alle gut in die letzte Woche des Monats Februar. 

Liebe Grüße (ziemlich durchnässt) von der Pfälzerin 🐦🐦🐦

Freitag, 20. Februar 2026

Momente der Stille in der Natur

Sanfte Farben und feuchte Luft im Tal des Buchbaches bei Langmühle im Pfälzerwald; auch ohne Eis und Schnee ist die Landschaft sehenswert.

Ich liebe diese stillen Momente in der Natur. Beim gleichmäßigen Gehen kommt der Kreislauf in Schwung und die frische Luft ist eine Wohltat für die von der trockenen Heizungsluft gestressten Atemwege.









Wieder ist eine Woche vergangen und wir sind dem Frühling ein Stück näher gekommen. Am meisten freut mich, dass die Tage schon viel heller geworden sind; morgens um sieben Uhr zeigt sich im Osten ein heller Streif am Himmel und kurz darauf haben wir wieder Tageslicht. Dunkelheit ist das, was mich am Winter am meisten stört.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🍂🍄

Donnerstag, 19. Februar 2026

Das Werk des Buchdruckers

 



Der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus), auch Buchdrucker genannt, gilt als der gefährlichste Schädling in unserem Wald. 
An gefällten und geschälten Baumstämmen habe ich seine Larvengänge entdeckt, die an arabische Schriftzeichen erinnern.
Den ca. 5 cm mm kleinen, braunen Käfer selbst konnte ich nicht sehen. 

(Es hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fichtenborkenkäfer wird nur 5 mm groß und nicht 5 cm) 😉.







Seine gefräßigen Larven fressen sich durch die Schicht der Baumrinde (in der ein Nährstofftransport von der Krone in den Stamm und die Wurzeln der Bäume stattfindet) und unterbinden so mit ihrem Fraß den Saftfluss. Dies hat zur Folge, dass der Baum abstirbt.

Treten die Käfer massenhaft auf, können sie großen Schaden im Forst anrichten und das Holz wird wertlos. Deshalb bringen die Förster Behälter mit Lockstoffen an, um mit den sogenannten Käferfallen den Schwärmflug der Borkenkäfer zu überwachen. Bei erhöhtem Käferalarm werden dann schon mal ganze Waldstücke mit Fichten, Douglasien, Tannen, Lärchen und/oder Kiefern gerodet und anschließend wieder neu aufgeforstet. Nur so lassen  sich die Buchdrucker vertreiben.

Ein Zitat von Felix von Hornstein, Förster, 1903: "Willst Du den Wald vernichten, dann pflanze Fichten, Fichten nichts als Fichten."

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲 🌲 🌲 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Schwere Maschinen im Wald

Bis Ende Februar noch sind Forstarbeiter in unseren Wäldern im Einsatz, um Bäume zu fällen. Die Holzernte und der anschließende Verkauf der Stämme sind wichtige Einnahmequellen für die Forstbehörde und finden im Winter statt, wenn die Bäume in der Vegetationsruhe sind.

Wir hören die Motorsägen, das Krachen der umstürzenden Bäume oder das Bearbeiten mit dem Vollernter; für uns in dieser Jahreszeit ein gewohntes Geräusch.

Einige Waldwege sind während der Holzarbeiten für Wanderer gesperrt, damit niemand in Gefahr gerät.

Ab März herrscht dann wieder Ruhe im Wald.




Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲