Donnerstag, 19. Februar 2026

Das Werk des Buchdruckers

 



Der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus), auch Buchdrucker genannt, gilt als der gefährlichste Schädling in unserem Wald. 
An gefällten und geschälten Baumstämmen habe ich seine Larvengänge entdeckt, die an arabische Schriftzeichen erinnern.
Den ca. 5 cm mm kleinen, braunen Käfer selbst konnte ich nicht sehen. 

(Es hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fichtenborkenkäfer wird nur 5 mm groß und nicht 5 cm) 😉.







Seine gefräßigen Larven fressen sich durch die Schicht der Baumrinde (in der ein Nährstofftransport von der Krone in den Stamm und die Wurzeln der Bäume stattfindet) und unterbinden so mit ihrem Fraß den Saftfluss. Dies hat zur Folge, dass der Baum abstirbt.

Treten die Käfer massenhaft auf, können sie großen Schaden im Forst anrichten und das Holz wird wertlos. Deshalb bringen die Förster Behälter mit Lockstoffen an, um mit den sogenannten Käferfallen den Schwärmflug der Borkenkäfer zu überwachen. Bei erhöhtem Käferalarm werden dann schon mal ganze Waldstücke mit Fichten, Douglasien, Tannen, Lärchen und/oder Kiefern gerodet und anschließend wieder neu aufgeforstet. Nur so lassen  sich die Buchdrucker vertreiben.

Ein Zitat von Felix von Hornstein, Förster, 1903: "Willst Du den Wald vernichten, dann pflanze Fichten, Fichten nichts als Fichten."

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲 🌲 🌲 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Schwere Maschinen im Wald

Bis Ende Februar noch sind Forstarbeiter in unseren Wäldern im Einsatz, um Bäume zu fällen. Die Holzernte und der anschließende Verkauf der Stämme sind wichtige Einnahmequellen für die Forstbehörde und finden im Winter statt, wenn die Bäume in der Vegetationsruhe sind.

Wir hören die Motorsägen, das Krachen der umstürzenden Bäume oder das Bearbeiten mit dem Vollernter; für uns in dieser Jahreszeit ein gewohntes Geräusch.

Einige Waldwege sind während der Holzarbeiten für Wanderer gesperrt, damit niemand in Gefahr gerät.

Ab März herrscht dann wieder Ruhe im Wald.




Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Dienstag, 17. Februar 2026

Ein feines, zartes Läuten ...

... hört man im Garten.

Schneeglöckchen läuten den Vorfrühling ein und Lenzrosen zeigen erste rosa Blüten.

Am Sonntag zeigte sich pünktlich zum Beginn des Faschingsumzuges in Dahn gegen 14 Uhr die Sonne. Ich war daheim geblieben und habe im Garten gewerkelt. Wie Ihr wisst, kann ich mit Fasching wenig anfangen, aber unser Enkelsohn war mit der Mama dort.

Ich weiß, dass in vielen Teilen unseres Staates noch Winter mit Eis und Schnee herrscht, aber hier bei uns ist schon ein bisschen Frühling.

Nach einer eisig kalten Nacht blieb der Sonntag ausnahmsweise trocken und so ging ich nach dem Mittagessen raus in den Garten.

Meine To-do-Liste für Februar:

  • Verblühtes bei den Hortensien abschneiden und die Sträucher auslichten. Anschließend mit Hornspänen düngen.
  • Verdorrte Halme der Ziergräser und der Staudensonnenblumen abschneiden.
  • Die wuchernden Herbstastern etwas eindämmen, damit ich Platz für Minze gewinne.
  • Im Erdbeerbeet verfaulte Blätter an den Erdbeerpflanzen wegnehmen und überzählige Ausläufer entfernen.
  • Die Überreste von Phlox, Blauer Kugeldistel, Herbstastern, Mannstreu und anderen Stauden bis zum Boden abschneiden.
  • Die Beete vorbereiten für die Aussaat von Stielmus zu Beginn des Monats März.
  • Mich über die ersten Blüten der Lenzrosen, der Schneeglöckchen, der Winterlinge und die Austriebe des Bärlauch freuen.

Leider hat das bisschen Sonnenschein wieder nicht ausgereicht, um die Blüten der Winterlinge und Schneeglöckchen vollständig öffnen zu können, aber ich hörte ein feines, zartes Läuten des Vorfrühlings.


Die Lenzrosen blühen schon Mitte Februar.











Helau und Alaaf für alle Faschingsnarren 🎉🎉🎉

An alle, die so wie ich nichts mit künstlichem Frohsinn anfangen können, schicke ich einen herzlichen Gruß aus dem (patschnassen) Garten der Pfälzerin.

Montag, 16. Februar 2026

Es klappert wieder in der Pfalz

 



Die Störche sind zurück. Als wir vor einer Woche von Zweibrücken aus durch das Tal des Hornbaches fuhren, sahen wir Störche auf den nassen Wiesen nach Futter suchen und sämtliche Nester am Kirschbacherhof waren bevölkert.

Eines der ältesten Hofgüter der Pfalz, der Kirschbacherhof, ist die Heimat von Dutzenden von Störchen, die auf Dächern, Bäumen und anderen erhöhten Standorten ungestört nisten können. Rund um das Hofgut befinden sich ausgedehnte Wiesenflächen, die momentan vor Nässe triefen. Hier fühlen sich die prächtigen Tiere sichtlich wohl. Als wir am Hofgut vorbeifuhren, sahen wir in jedem Nest mindestens einen Storch, oft sogar ein Storchenpaar.

Weißstörche (Ciconia ciconia) gehören zu den streng geschützten Arten nach § 7 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Kaum zu glauben, dass der Weißstorch bis zum Jahr 1996 in unserer Region als ausgestorben galt. Ende der 1990er Jahre wurden Jungstörche als Projekt wieder angesiedelt und der Bestand nahm kontinuierlich zu. Die letzte Schätzung ergab  630 Paar Storchenpaare und ungefähr 720 flügge Jungstörche in ganz Rheinland-Pfalz.

Am Tag nach diesem Ausflug begann es zu regnen und hörte bis Freitag nicht mehr auf. Die armen Vögel sind in ihren Nestern wohl pitschnass geworden.  🙁

Störche leben in großen Nestern in luftiger Höhe.








Kommt alle gut in die neue Woche. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 13. Februar 2026

Zwiebeln im Haus und im Garten

 


Im Korb habe ich eine Küchenzwiebel gefunden, die zu keimen begann. Ich setzte sie in eine Vase und füllte nur so viel Wasser hinzu, dass ihr unteres Ende noch trocken bleibt.
Schon nach wenigen Tagen hat sie Wurzeln und Grün gebildet; ohne Erde und ohne Nährstoffe. Gestern habe ich das Grüne an den Salat geschnitten.

Küchenzwiebeln (Allium cepa) zählen zu den ältesten Kulturpflanzen und sie sind in unserer Küche nicht wegzudenken.
Die Zwiebelknolle ist ein verdicktes Speicherorgan und reich an Vitaminen.

Andere kleine Zwiebeln sind im Garten im Begriff aufzublühen; Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sind erste Nektarlieferanten für Insekten im Vorfrühling; vor allem Honigbienen und Hummeln.
Im Gegensatz zu den Speisezwiebeln sind sie giftig und zwar in allen Teilen und somit nicht zum Verzehr geeignet.



Das Kleine Schneeglöckchen, eine Zwiebelblume im Vorfrühling.

Auch die hübschen, gelben Winterlinge sind Zwiebelblumen. Sie würden gerne aufblühen, genauso wie die Schneeglöckchen, aber bei uns regnet es ohne Ende. In den vergangenen drei Tagen pladderte das Nass fast pausenlos vom Himmel. 

Gestern hatten wir dazu mildes Wetter und Dauerregen. Für das Wochenende wurde wieder Frost gemeldet. Das Auf und Ab ist für diesen Monat eigentlich normal, aber ich wünsche mir nun doch endlich trockene Tage.

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Auch den Narren wünsche ich trockene Tage, damit sie Fasching feiern können, ohne nass zu werden. Wie Ihr wisst, kann ich mit solch närrischen Treiben wenig anfangen, aber schöneres Wetter hätte ich gerne.

Seit Dienstag regnet es pausenlos und zeitweise richtig heftig.
Unser Garten und die Hofeinfahrt stehen unter Wasser.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Frühlingslockende Grüße von der Pfälzerin  🌷🌷🌷

Donnerstag, 12. Februar 2026

Hättet Ihr das gewusst?

Je mehr ich mich mit dem Reich der Pilze beschäftige, umso mehr fasziniert mich die Vielfalt dieser Organismen. Ständig entdecke ich welche, die ich bisher nicht kannte.

Funde beim Wandern gaben mir Rätsel auf. Dank meiner beiden Apps (Obsidentify und Flora Incognita) konnte ich sie bestimmen.


Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus)


Zerfließende Gallertträne.



Braunfäuletramete (Antrodia xantha), die überwiegend an Nadelholz zu finden ist.



Rotbuchen-Kohlenbeere (Biscogniauxia nummalaria), auch Rotbuchen-Rindenkugelpilz oder Pfennig-Kohlenkruste genannt.


Rotbuchen-Kohlenbeere, ein Pilz, der nur Buchenholz befällt.


Milchweißer Eggenpilz (Irpex lacteus).


Milchweißer Eggenpilz in der Vergrößerung.



Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica).



Goldgelber Zitterling, zusammen mit Trameten am Altholz.


Austernseitling.


Austernseitling (Pleorotus ostreatus).



Orangeroter Kammpilz (Phlebia radiata).




Orangeroter Kammpilz in der Vergrößerung.


Stäublings-Schleimpilz (Reticulara lycoperdon).

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🍄🍂

Mittwoch, 11. Februar 2026

Autsch, die Bäume würden jammen, wenn sie könnten

Mir war aufgefallen, dass fast alle Bäume mit glatter Rinde neben dem Wanderweg im Bereich der Burgengruppe Altdahn-Gräfendahn-Tanstein mit Zeichen, Namen und Bildern verunstaltet wurden.

Das ist keine harmlose Sachen, sondern eine Verletzung des Baumes, die weitreichende Folgen haben kann und auch eine Sachbeschädigung. Beim Ritzen der Rinde wird die äußere Schutzschicht des Baumes durchbrochen und es entstehen Wunden, in die Pilzsporen, Schädlinge oder Bakterien eindringen können. Wird zu tief geritzt und dabei das Kambium (Bastschicht unter der Rinde) verletzt, kann ein Baum (oder Teile davon) absterben.

Der Baum versucht zwar, seine Verletzungen zu überwallen, aber die Narbe bleibt ewig bestehen. 

In diesem Falle sind Dutzende Bäume betroffen und sie tun mir leid.












Das hier waren keine Menschen, sondern Spechte, die Löcher in den Baumstamm gehämmert haben.
Allerdings ist der Baumstamm bereits abgestorben.

Grüße von der Pfälzerin   🌳🌳🌳