Montag, 4. Mai 2026

Die Luft war voller Fliederduft ...

 ... und sehr mild, als ich Ende April zur Informationsveranstaltung ins Oberdorf ging. In unserem Dorf wird sich in Kürze ein Landfrauenverein bilden. Per Flyer wurde darüber informiert und vom Kreisverband Südwestpfalz zu einem Treffen von interessierten Frauen eingeladen. 


In den Abendstunden ist der Fliederduft besonders stark.

Unser Dorf hat 3.500 Einwohner und eine Gemarkung von 58 km², die zu 85 % aus Wald besteht und so wundert es nicht, dass wir vollkommen von Wald umgeben sind. Wir sind Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald im Südwesten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Elf Kilometer weiter verläuft die Landesgrenze nach Frankreich. 

Ich lebe gerne hier, weil es ruhiger ist als in der Stadt und weil ich viele Erledigungen zu Fuß machen kann. Es gibt ein Oberdorf und ein Unterdorf. Wir wohnen im Unterdorf und haben längst nicht solch eine schöne Aussicht wie die Leute, die am oder auf dem Berg wohnen. Dafür haben wir einen kurzen Weg zu den Arztpraxen, der Schule und den (wenigen) Geschäften in der Dorfmitte oder zum Landschaftsweiher am Ortsrand.


Blick vom Oberdorf auf das Unterdorf.


Die Protestantische Kirche steht genau auf halber Höhe zwischen Ober- und Unterdorf.


Das rote Gebäude in der Bildmitte ist die Schule, die ich schon als Kind besucht habe.


Auf dem Heimweg zeigte sich ein malerischer Abendhimmel.

Kommt alle gut in die erste Woche des Monats Mai.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄

Freitag, 1. Mai 2026

Willkommen im Mai - Bilder aus dem Garten


Die Wollschweber besuchen in diesem Frühling massenhaft unseren Garten.
Wusstet Ihr, dass es Brutparasiten von Wildbienen sind? Ihre Larven dringen in die Solitärnester von Wildbienen ein 
und fressen die Larve, sowie deren Proviant auf.


Fast alle Tulpen sind verblüht.
 Nur die späten Triumph-Tulpen 'Carneval de Rio' mit geflammter Blüte sind noch am blühen.


Diese Veilchen haben Sommersprossen und heißen deshalb 'Freckles'.


Damit die Wildbienen Futter finden, lasse ich die Wildblumen im Garten blühen.


Diese Raupe fand ich in an einem Blatt der Narzisse.
Es wird eine Zweifleck-Kätzcheneule werden.



Unsere Strauch-Päonie blüht. Ihre Blüten erinnern an Seidenpapier.
Ein kleiner, schwarzer Käfer lebt zwischen den Blütenblättern.
 Es ist der Gemeine Scheinstachelkäfer.


Die Gartenbilder habe ich im Laufe dieser Woche gemacht. Täglich schleppe ich Gießkannen mit Wasser und frage mich langsam, warum ich mir diese Mühe mache. Der Boden ist sehr trocken und Regen bisher nicht in Sicht. Das war schon in den beiden vergangenen Jahren ein Problem im Frühling und ich hoffe, dass bald mal wieder ergiebig Regen fällt. 


Mein Avatar trägt ein Frühlingskleid, genauso wie die Natur.

Habt alle einen schönen Mai-Feiertag und kommt gut ins erste Mai-Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin  🌷🌸🌼

Donnerstag, 30. April 2026

Am Waldhaus Starkenbrunnen

Das Waldhaus Starkenbrunnen mit dem großen Biergarten befindet sich an gleich zwei Premium-Wanderwegen und einem Fernwanderweg und wird gerne von Wanderern und Radfahrern für eine Rast aufgesucht.

Während wir Erwachsene gemütlich im Biergarten saßen, konnte unser Enkelsohn mit anderen Kindern herum toben.

Das Wald-Restaurant liegt in einem Seitental zwischen den Gemeinden Lemberg und Ruppertsweiler. Vom Waldparkplatz an der Kreisstraße 36 aus sind es ungefähr 500 Meter bis zum Waldhaus zu laufen und von hier aus kann man erlebnisreiche Rundwanderungen im Pirmasenser Felsenwald machen.










Liebe Grüße von der Pfälzerin, die nicht immer Lust auf eine längere Wanderung hat und sich gerne mal in einen Biergarten setzt.  🌲🌲🌲

Mittwoch, 29. April 2026

Riesling-Hähnchen im Elsässer Bratentopf

 


Heute zeige ich Euch, wie ich mit einer Maispoularde ein Riesling-Hähnchen im Elsässer Bratentopf zubereitet habe, den wir im Februar im französischen Soufflenheim gekauft hatten. Seither wartete er auf einen ersten Einsatz in meiner Küche.


🍷🍷🍷


Zunächst habe ich das Hähnchen (Maispoularde 1,5 kg Gewicht) innen und außen mit Paprikapulver (3 Teelöffel) und Salz (3 Teelöffel) eingerieben und danach mit klein geschnittenen Äpfeln und Zwiebeln gefüllt.

Das gefüllte Hähnchen legte ich in den Bratentopf, zunächst mit der Brust nach oben und dazu kleingeschnittenes Gemüse (Lauch, Sellerie, Zwiebel, Karotte, den restlichen Apfel und Knoblauch). Dann habe ich alles mit 300 ml Pfälzer Riesling übergossen und den Topf zugedeckt in den kalten Backofen gestellt. 

Bei 180 Grad Heißluft beträgt die Garzeit ca. 90 Minuten. Nach der Hälfte der Zeit habe ich das Hähnchen umgedreht, so dass der Rücken nach oben zeigt und zuletzt noch 20 Minuten ohne Deckel mit der Grillfunktion des Backofens knusprig bräunen lassen.







Im Elsass wird das Gericht als 'Coq au Vin' bezeichnet. Hier in der Pfalz heißt es 'Gockel in Wein' und sollte selbstverständlich nur mit einem Pfälzer Wein zubereitet werden. Am besten schmeckt Riesling, aber auch ein Silvaner oder Müller-Thurgau wäre möglich.

Als Beilage sind Nudeln oder neue Kartoffeln und Buttergemüse passend.

Wir sind keine Vegetarier, essen Fleisch aber nicht ständig und auch nicht in großen Mengen. Deshalb ist unser Sonntagsbraten immer ein besonderer Genuss. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin 🍗🍷🌿

Dienstag, 28. April 2026

Ein kleiner Krimi im Garten

Ich saß gestern in der Mittagszeit vor einer Löwenzahnblüte im Garten und versuchte mich an einer Nahaufnahme. Mich fasziniert das puschelige Gelb.



Plötzlich kam eine Wildbiene herbei geflogen und setzte sich genau auf 'meine' Blüte.



Ich beobachtete das Insekt, während es mühsam durch die Blüte kroch.



Unverhofft kam eine andere Biene angeflogen und attackierte 'meine' Biene heftig.



Es kam zu einem Ringkampf der beiden Bienen, wobei der Angreifer sehr aggressiv war und die andere Biene ziemlich bedrängte.



Schließlich gelang es der ersten Biene, sich zu befreien. Sie flog weg und setzte sich ein Stück entfernt auf eine andere Blüte. Die Angreiferin flog ebenfalls weg und zwar in eine andere Richtung.



Es gab einen Augenzeugen, der das Geschehen genau verfolgte. Ein Siebenpunkt-Marienkäfer saß daneben und schaute zu.



Wir haben ein altes Puppenhaus zum Insektenhotel umgewidmet. Es hängt am Holzschuppen mit der Öffnung in Richtung Süden und wird seit vielen Jahren von den Wildbienen angenommen.

Wir alle schauen gerne dem Gesummse zu, wenn wir in der Nähe sind. Wobei nicht alle Besucher friedfertig sind. Seit einigen Tagen beobachten wir die Gemeine Keulenwespe, einen Wildbienen-Parasiten. Sie legt ihre Eier dort ab, wo Wildbienen nisten. Die Larven fressen die Bienenlarven und deren Pollenvorrat auf und entwickeln sich anstelle der Wildbiene.


Ein verwittertes Puppenhaus aus Holz dient als Insektenhotel.


Gemeine Keulenwespe.




Mauerbienen beim Nestbau.

Nach dem kleinen Drama konnte ich die 'friedfertige' Biene an der Löwenzahn als Rostrote Mauerbiene identifizieren. Die Angreiferin ist eine Hahnenfuß-Scherenbiene. Beide Arten sind wohl frisch aus den Röhren des Insektenhotels geschlüpft und hatten Hunger.

Warum die Scherenbiene angegriffen hat, ist mir ein Rätsel. Sie besucht eigentlich nur Hahnenfußblüten und geht normalerweise nicht an den Löwenzahn.

Damit diese Insekten Futter finden, dürfen im Garten derzeit alle Wildblumen blühen, auch der lästige Hahnenfuß. Die Nachbarwiese wurde leider bis auf die Grasnarbe abgemäht. Dort blüht nichts mehr und Bienen würden verhungern oder müssten weg fliegen.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🐝🐝🐞

Montag, 27. April 2026

Wanderung zur Rösselsquelle bei Ludwigswinkel

Frohgemut beobachtete ich die Natur im Frühlingskleid, während wir auf weichem Weg durch das Tal gingen. Nie mehr werden die Grüntöne in so vielen Facetten zu sehen sein, wie jetzt im Frühjahr. Ein süßer Blütenduft verrät, dass im Wald schon die Maiglöckchen blühen und auch die Heidelbeersträucher sind voller kleiner, unscheinbarer Blüten. Farne entrollen ihre Wedel, die wie kleine Schnecken ausschauen.



Unsere Tour startete am Sägemühlweiher am Ortsrand von Ludwigswinkel in der Südwestpfalz. Der von uns gewählte Rundweg durch das Naturschutzgebiet verläuft ohne Steigungen. Er führt zunächst durch den Wald, vorbei am Rösselsweiher und dann weiter durch ein Wiesental bis zur Rösselsquelle. Anschließend liefen wir auf einem Weg am Berghang wieder zurück zum Startpunkt. 

Wir waren ungefähr zwei Stunden unterwegs und haben dabei eine Strecke von knapp 4 Kilometern zurückgelegt. Längeres Gehen ist wegen meiner Arthrose in den Knien leider nicht möglich. Wir blieben auch immer wieder stehen, um Pflanzen und Insekten zu beobachten. 


Start der Rundwanderung am Sägemühlweiher in Ludwigswinkel.


Malerisch liegt dieser Weiher am Ortsrand.


Ein Stück weiter kommen wir zum Rösselsweiher.


Wir nehmen die Einladung zum Sitzen auf der urigen Bank an.


Vor uns liegt der Rösselsweiher, der diesem Naturschutzgebiet den Namen gab.


Weiter führt uns der Weg durch das Tal.


'Sie haben ihr Ziel erreicht'. Wir sind an der Rösselsquelle angekommen.


Dank der Finanzierung einer Stiftung konnte die Quelle in Stein eingefasst werden.


Ich nehme Platz auf einer der Traumbänke und schaue in den blauen Himmel.







Hier steht ein Ritterstein, der an untergegangene Siedlungen oder wichtige Orte erinnert.
Es ist der Stein Nr. 192.

Zwei Stunden später sind wir zurück in Ludwigswinkel am Sägemühlweiher.
Schää war's mal wieder!


Ludwigswinkel liegt direkt an der deutsch-französischen Grenze. Wenn man einer schmalen Straße durch den Wald folgt, dann erreicht man die Bremmendelle auf französischem Gebiet. 'La Bremmendell' ist ein französischer Campingplatz mit Restaurant, das für seinen leckeren Flammkuchen bekannt ist. 

Wären wir dort eingekehrt und liefen anschließend mit einem Elsässer Schoppen Wein intus zurück nach Ludwigswinkel, dann hätte ich mich erschrocken. Ist das denn eine Elwetritsch? Das vogelähnliche Fabeltier der Pfalz ist scheu und lebt im Unterholz.

So aber konnte ich gleich erkennen, dass es sich hier nur um einen seltsam geformten Ast handelt.



Kommt alle gut in die letzte Woche des Monats April und genießt weiterhin den Frühling.

Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

Freitag, 24. April 2026

Löwenzahnblütenhonig selbst gemacht

Löwenzahnblüten, so weit das Auge blickt.

 





Ungefähr einhundert Löwenzahnblüten werden sorgfältig verlesen und das untere Ende abgezupft. Damit die Pollen erhalten blieben, dürfen die Blüten nicht gewaschen werden.

Die abgezupften Blüten habe ich in einen Kochtopf gegeben, dazu 300 ml Wasser, den Saft und den Abrieb einer halben Zitrone. Diese Mischung durfte 15 Minuten köcheln und anschließend 24 Stunden lang (oder zumindest über Nacht) durchziehen.

Am nächsten Tag wird die Blüten-Wasser-Mischung abgesiebt und die Flüssigkeit mit 500 g Zucker vermischt. Unter Rühren und ständiger Beobachtung soll das Ganze nun eine knappe Stunde köcheln. Dabei verdickt sich die Zucker-Saft-Mischung. Eine Tropfenprobe auf einem Keramikteller zeigt beim Abkühlen, wann die Konsistenz richtig ist; sie sollte etwas dickflüssig sein, wie Honig.

Ist die Probe zur Zufriedenheit ausgefallen, wird der Sirup kochend heiß in Gläser abgefüllt. Bei mir ergab dies vier kleine Gläser voll mit köstlich duftendem 'Blütenhonig'.

Er kann genauso verwendet werden wie Bienenhonig; ich verwende ihn als Süße bei Desserts oder im Tee.





Am Montag wurde in der ARD eine interessante Sendung ausgestrahlt. Deutschland, deine Gärten mit Maria Furtwängler. In der Mediathek kann man diesen Beitrag noch mindestens ein Jahr lang anschauen. Er dauert 45 Minuten und zeigt, wie mit wenigen Mitteln ein Garten insektenfreundlich gestaltet werden kann.
Wenn Ihr den Link anklickt, gelangt Ihr zur Mediathek der ARD.

Nun ist schon wieder eine Woche vergangen und das Wochenende steht an. Habt alle eine schöne Zeit!

Frühlingsgrüße von der Pfälzerin   🌿🌱🌸