Mittwoch, 4. Februar 2026

Mittelspecht im Garten

Kürzlich konnte ich mal wieder einen Mittelspecht in unserem Garten beobachten.

Im Vergleich zum Buntspecht ist der Mittelspecht etwas kleiner und trägt einen großen, leuchtend roten Scheitel auf dem Kopf. Seine Bauchfedern sind leicht rötlich und auch die Unterschwanzdecke hat eine leichte rote Färbung. Man schätzt, dass in Deutschland ungefähr 48.000 Mittelspecht-Paare vorhanden sind, während der Buntspecht mit geschätzten 900.000 Paaren vertreten ist.

Ich kann die Unterschiede des Mittelspechtes im Vergleich zum Buntspecht oft nur anhand meiner Fotos erkennen.


Mittelspecht

Mittelspecht.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin

Dienstag, 3. Februar 2026

Flechten auf dem Geländer der Holzbrücke im Königsbruch

Als wir am Sonntag im Naturschutzgebiet Königsbruch waren, faszinierten mich die Flechten auf dem Holzgeländer der Fahrradbrücke.

Wären wir mit dem Rad gefahren, hätte ich die kleinen Wunderwerke der Natur gewiss nicht wahrgenommen. Zu Fuß aber sind sie mir sofort aufgefallen und ich konnte mich nur schwer von Anblick der interessanten Flechten trennen, die an manchen Stellen das Geländer flächig bedecken.

Mein Dank gebührt vor allem Herrn Pfälzer, der geduldig wartete bis ich fertig geschaut und fotografiert hatte!








Ganz oben: Scharlachflechte (Cladonia floerkeana),
links: Gewöhnliche Blasenflechte (Hypnogymnia physodes) und
das Grüne in der Mitte: Struppige Bartflechte (Usnea hirta).



Mein Favorit ist die Scharlachflechte.
Sie bietet ein farbenfrohes Erscheinungsbild mit graugrünen, pudrigen Stängel
und knallig-roten Schlauchfrüchten.


Scharlachflechte (Cladonia floerkeana).


Die gewöhnliche Blasenflechte bildet hellgraue, runde Gebilde auf dem Holz.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🌲🌲

Montag, 2. Februar 2026

Naturschutzgebiet Königsbruch

Das Naturschutzgebiet Königsbruch bei Fischbach im Pfälzerwald.

Am gestrigen Sonntag war nicht nur der 1. Februar, sondern auch ein sonniger, milder Tag.

Wir haben einen Ausflug ins Naturschutzgebiet Königsbruch bei Fischbach gemacht, einem Teil des Sauerbachtales, das wir schon öfter besucht haben.

Zum allerersten Mal sind wir über die 400 Meter lange Radbrücke aus Holz gelaufen, die über das Bruch führt. (Bruch bedeutet Sumpf- oder Moorland).

In diesem Tal nimmt der Sauerbach (frühere Bezeichnung: Saarbach) einige Bäche auf. Von hier aus fließt er nach wenigen Kilometern über die deutsch-französische Landesgrenze und dann weiter in Richtung Rhein. Ab der Grenze in Frankreich heißt er nur noch Sauer. Zwischen dem französischen Munchhausen und Seltz am Rhein befindet sich das riesige Delta, ein Mündungsgebiet, das ich Euch hier im Blog schon vorgestellt habe, in dem die Sauer in den Rhein mündet. 

Klick hier  Wenn Ihr den Link anklickt, gelangt Ihr zu meinem Beitrag vom März 2025.

Die Quelle des Sauerbaches (früher Saarbach) befindet sich direkt neben der Landstraße 478. Sie wurde im vergangenen Jahr vom Gestrüpp befreit und neu eingefasst. Finanziert und durchgeführt wurde diese Maßnahme von der Daniel-Theysohn-Stiftung, die im nahen Ludwigswinkel ihren Sitz hat. Sie führte erstmals seit ihrer Gründung die Renaturierung einer Quelle durch. Die Saarbachquelle war vorher durch eine Mauer verschlossen und ihr Wasser floss unterirdisch durch eine alte Wasserleitung irgendwo unter der Straße hindurch.

Jetzt sprudelt das Wasser wieder an die Oberfläche und fließt im neu gestalteten Bachlauf weiter.


Ein Schild weist auf das Naturschutzgebiet hin.


Das Königsbruch ist durchzogen von Wasserläufen und übersät mit kleinen Tümpeln.
Hier könnte niemand trockenen Fußes von der einen Talseite zur anderen gelangen.


Eine 400 Meter lange Holzbrücke verbindet über das Tal hinweg verschiedene Radwege miteinander.
Gleichzeitig verläuft hier der Sauer-Entdeckerweg, ein deutsch-französischer Wanderweg.


Eine Bildtafel weist darauf hin, dass in den 1960er Jahre hier der Wasgausee entstehen sollte. Dafür wäre das Wasser des Baches gestaut worden.
Umweltaktivisten haben dies damals zum Glück verhindert, sonst wäre diese Idylle verschwunden.





Der Sauerbach fließt durch das Bruch. Er wird auf vielen alten Karten noch Saarbach genannt.



Im Bruch wachsen Schwarzerlen, Haselsträucher, Birken und verschiedene Gräser.



Auch der Rückweg führt uns wieder über die Holzbrücke.




Wer sich als Besucher gut benimmt, keine Abfälle in die Natur wirft,
die Wege nicht verlässt, keine Pflanzen ausreißt und nicht laut herum schreit,
dem sind unsere Waldgeister wohlgesonnen.


Einige Kilometer weiter besuchen wir die freigelegte Saarbachquelle, die sich gleich neben der Landesstraße 478 befindet.


Dieses Wasser fließt bis in den Rhein und dann weiter bis zur Nordsee.


Wir sind im Februar angekommen. Eigentlich sollte jetzt der Winter seinen Höhepunkt erreicht haben, aber tatsächlich haben wir weder Schnee noch Frost und beides ist derzeit nicht zu erwarten.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 30. Januar 2026

Nicht alle Blumen halten Winterschlaf

Die Christrose blüht seit Dezember im Blumenkübel vor dem Hauseingang und trotzt auch starken Frösten.



Im Garten zeigen Winterlinge erste Blüten. Noch bleiben am Morgen die Blüten geschlossen, denn das Staudenbeet liegt teilweise im Dauerschatten. Das bisschen Sonne in der Mittagszeit reicht nicht aus, damit sich die Blüten öffnen.



Unzählige Schneeglöckchen haben ihren Winterschlaf beendet und zeigen ihre Blütenknospen. Auch sie wollen Sonnenschein zum Blühen haben.

Wenn bald die Beete zumindest einige Stunden am Tag von der Sonne beschienen werden, dann kann ich mich über ein Blütenmeer von Krokus, Schneeglöckchen, Lenzrosen und anderen Vorfrühlingsblühern freuen.



Der Januar ist im Gehen und am Sonntag dürfen wir den Februar begrüßen.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌼🌼🌼

Donnerstag, 29. Januar 2026

Reisen wie anno dazumal

Auf einer kleinen Bilderausstellung im Buswartehaus in der Landgrafenstraße im Ort Ludwigswinkel kann man sehen, wie früher gereist wurde.

Dort hängen alte Fahrpläne, jede Menge Fotos und ein altes Amtsschild. Eine Holzbank mit geschnitzter Eule lädt zum Verweilen ein, auf der man wunderbar die Zeit überbrücken könnte, bis der Linienbus kommt.

Wir haben uns das Buswartehaus beim Rundgang durch den Ort angeschaut. Zuerst waren wir durch den Landschaftspark gelaufen, dann über einen Zugang in den Ort gegangen, ein Stück weit auf der Durchgangsstraße gelaufen, um dann wieder zurück in den Park zu gehen. Unser Auto stand auf dem Parkplatz des Freizeitgeländes Birkenfeld, auf der anderen Seite des Parks.






Das Buswartehaus in Ludwigswinkel.








Das Wartehaus ist sauber und gepflegt. Hier wartet man gerne auf einen Bus.


Das Alte Schulhaus wurde restauriert.

Gleich daneben steht das Alte Schulhaus, das restauriert wurde und die Diensträume der Daniel-Theysohn-Stifung beherbergt. 

Die Daniel-Theysohn-Stiftung wurde 1970 von einem Unternehmer der Schuhindustrie und seiner Ehefrau ins Leben gerufen, um der Bevölkerung im Sauerbachtal großzügige und finanzielle Unterstützung bieten zu können. Aus dem Ertrag des Stiftungskapitals werden auch heute noch Jugendliche aus den Gemeinden Fischbach und Ludwigswinkel bei ihrer beruflichen Ausbildung mit Geldmitteln unterstützt. 


Neben dem Alten Schulhaus ist ein Zugang zum Park.
Wir müssen ihn nochmals durchqueren, um zum geparkten Auto zu gelangen.


Vor uns liegt ein Berg mit dem Felsmassiv Lindelskopf und den Resten einer frühmittelalterlichen Burg.


Der schön gestaltete Spielplatz am Freizeitgelände Birkenfeld war verwaist.
Im Winter ist hier nichts los und auch der Kiosk ist bis zum Frühjahr geschlossen.



Liebe Grüße von der Pfälzerin 🌄

Mittwoch, 28. Januar 2026

Die Geheimnisse im Kleingewässer ...

 ... konnten wir nicht ergründen, als wir am Montag durch den Landschaftspark in Ludwigswinkel flanierten, aber wir beobachteten die wolligen Landschaftsgärtner bei ihrer Arbeit. 






Schafe halten die Flächen frei.







Der Ort Ludwigswinkel mit seinen knapp 800 Einwohnern liegt im Biosphären-Reservat Naturpark Pfälzerwald, unmittelbar an der deutsch-französischen Landesgrenze. Im Jahr 1783 ließ Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt den Ort zur Erholung seiner Soldaten gründen. 


Die Sonne hat den Nebel besiegt.

Wir waren im Landschaftspark unterwegs, der sich am Ortsrand entlang erstreckt. Ein Barfußpfad mit einer Länge von 1,6 km und jede Menge Wanderwege in den Wäldern rund um den Ort locken im Sommer viele Touristen an. Jetzt im Winter ist hier nichts los. Wir konnten ungestört über die Wege der Parkanlage spazieren





Der Tag begann morgens nebelig, aber die Sonne schaffte es, bis zur Mittagszeit den Nebel zu vertreiben.

Das Wetter in Deutschland ist momentan zweigeteilt. Während wir im Pfälzerwald keinen Schnee und keinen Frost mehr haben, schneite es im Norden und Osten seit dem Wochenende heftig und Glatteisregen bereitete Probleme. Heute regnet es bei uns Bindfäden.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Dienstag, 27. Januar 2026

Baeckeoffe - ein Elsässer Gericht auf Pfälzer Art interpretiert


Mit dem neuen Topf aus Soufflenheim/Frankreich habe ich Baeckeoffe (traditionelles Schmorgericht aus dem 17. Jahrhundert) auf Pfälzer Art mit Wildschweinfleisch und Pfälzer Riesling zubereitet. Ich beschreibe hier nur meine Vorgehensweise und nicht das Rezept aus dem Kochbuch.

Über Nacht mariniertes Gulasch vom Wildschwein (in Wein mit Zwiebeln mit Lorbeer, Knoblauch, Thymian und Gewürznelken eingelegt) und klein geschnittenes Gemüse (Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Lauch in Scheiben) wurden im Baeckeoffe-Topf geschichtet und mit der Marinade übergossen.

Bei geschlossenem Deckel im vorgeheizten Backofen durfte das Gericht zwei Stunden lang schmoren. 

Herr Pfälzer und ich haben mit Appetit das herzhafte Essen genossen. Dazu gab es Endiviensalat und gut gekühlten Riesling aus der Pfalz.


Gemüse, Fleisch und eine Marinade mit Wein garen im Backofen.

Serviert wurde das Essen mit Endiviensalat und einem Glas gekühlten Riesling.

Liebe Grüße von der Pfälzerin