Freitag, 5. Juni 2026

Rosenzeit

Alle Rosen im Garten blühen gleichzeitig und schenken uns eine Blütenfülle und einen herrlichen Duft, der vor allem in den Abendstunden den Garten erfüllt.


Die Kletterrose Amadeus steht in voller Blüte.


Hier blühen die Ramblerrosen Ghislaine de Feligonde und Veilchenblau.


 Diese Kletterrose wird bis zum Herbst immer wieder neue Blüten bilden.


Amadeus hat regenfeste Blüten.


Auch Ghislaine wird bis in den Herbst hinein immer wieder in Schüben blühen.
Ihre Blütenfarbe wechselt von vanillegelb als Knospe bis zum Cremeweiß im Verblühen.


Veilchenblau ist einmalblühend und lockt mit ungefüllten Blüten viele Bienen und Hummeln an. Die Blüten duften zart fruchtig.


Giardina verträgt mehr Schatten und wächst nahe am Haus.
Auch sie ist mehrmals blühend.
Ihre duftenden Blüten erinnern an alte Rosen, allerdings ist es eine neuere Züchtung.


Tuscany blüht nur einmal im Jahr und ihre Blüten duften kräftig.
Diese Strauchrose ist eine historische Rose und wurde einst aus einer heimischen Essigrose gezüchtet.

Die Fotos unserer Rosen habe ich zum Beginn der Woche gemacht, als der Garten noch sehr trocken war. Inzwischen hat es ordentlich geregnet und die Nässe ist ein Segen für die Natur.

Kommt alle gut ins Wochenende!

Grüße aus dem Rosengarten der Pfälzerin   🌹🌹🌹

Donnerstag, 4. Juni 2026

Die Tricks der Blumen

Ich liebe es, im Garten zu beobachten.

Bartiris sind zwar keine heimischen Pflanzen, bereiten mir als Gärtnerin aber große Freude. Jede Blüte hat eine bunte Landebahn mit farblich abgesetzten Härchen, die Insekten den Weg ins Innere der Blüte zeigen.


Mittelhohe Bartiris.


Hohe Bartiris.


Bei so vielen Landebahnen haben Insekten die Qual der Wahl.

Pfingstrosenknospen sondern ein zuckerhaltiges Sekret ab, das Ameisen anlockt. Erst wenn diese die mit Zuckersaft verklebten Knospen abgeleckt haben, kann sich die Blüte öffnen.

Wer Pfingstrosen als Knospe kauft, der muss diesen Vorgang mit warmem Wasser durchführen. Ansonsten wird sich die Knospe nicht zur Blüte öffnen.




Milchweiße Pfingstrose (Paeonia lactiflora).



Roter Fingerhut (Digitalis purpurea), eine der giftigsten heimischen Pflanzen, kam ohne Einladung in unseren Garten. Einige Blattrosetten habe ich im vergangenen Jahr stehen lassen und daraus entwickeln sich nun die Blütenstände.

Die fingerhutartigen Röhren richten sich stets zur Sonne aus. Im Inneren tragen sie bürstenartige Härchen, die kleineren Insekten den Weg zum Nektar verwehren. Nur kräftige Insekten wie Hummeln oder einige Wildbienen-Arten schaffen es, ins Blüteninnere zu gelangen. Sie werden beim Eintritt mit Blütenpollen bepudert.






Wie eine Parabolantenne öffnet der Wald-Scheinmohn (Meconopsis cambrica) seine Blüten, um Insekten für die Bestäubung anzulocken.

Diese kleine, robuste Pflanze kam irgendwie in unseren Garten. Bewusst ausgesät habe ich sie nicht. Vielleicht war sie in einer Blumenwiesen-Samenmischung enthalten, die ich vor einigen Jahren ausgestreut habe oder in einer Wildvogelfuttermischung. Jedenfalls erscheinen nun überall die kleinen, gelben Blüten.


Wald-Scheinmohn, auch Kambrischer Scheinmohn genannt.


Nach dem Bestäuben werden die Blütenblätter abgeworfen und in der 
grünen Kapsel entwickeln sich Samen.


Habt alle einen schönen Feiertag. 

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🐛  🐜  🌼

Mittwoch, 3. Juni 2026

Alles frißt in meinem Garten mit

Es ist wieder Blattlauszeit im Garten. Die kleinen Läuse bevölkern die Triebe von Sträuchern und Stauden und auch die Knospen der Rosenblüten. 

Seit Jahren bekämpfe ich keine Blattläuse mehr, denn das machen meine kleinen Helferlein. Es zahlt sich aus, dass ich meinen Garten so naturnah wie möglich gestaltet habe und die Marienkäfer Platz für die Eiablage finden. Die daraus schlüpfenden Larven erledigen das Blattlaus-Problem ohne mein Zutun. 

Auch Vögel, vor allem Meisen, fressen Blattläuse. Sie picken die Läuse von den Pflanzentrieben und füttern ihre Junge in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen ausschließlich mit weichen Insekten, bevorzugt mit Blattläusen.

Bei so vielen hungrigen Mäulern (oder Schnäbeln) werden die Läuse bald alle verspeist sein.


Blattläuse an den Knospen der Rose Giardina.


Eier des Asiatischen Marienkäfers.


Nach der Eiablage dauert es 5 bis 10 Tage, dann schlüpfen die Larven.

Auf einem Blatt des Phlox sitzt eine Marienkäfer-Larve. 


Wenn diese Larve auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen würde, so ist sie sehr nützlich. Sie wird hunderte von Blattläusen vertilgen.


Es gibt Mitesser, die ich am liebsten sofort loswäre; Wegschnecken fressen nachts an den Erdbeeren.
Damit nicht zu viele Früchte den hungrigen Schleimern zum Opfer fallen, pflücke ich abends die reifen Früchte ab.


Kleine Wegschnecke an einer Erdbeere.


Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🐞  🐞  🐞

Dienstag, 2. Juni 2026

Zottiger Bienenkäfer

In unserem Garten blüht am Mini-Teich die Sumpf-Schwertlilie. Einem Zottigen Bienenkäfer hat das so gut gefallen, dass er sich hier für eine kurze Rast niedergelassen hat. 

Farblich passt er perfekt zur gelben Blüte mit den feinen Streifen. 😍





Naturgrüße von der Pfälzerin   

Montag, 1. Juni 2026

Sie ist rot, süß und schmeckt nach Sommer

 


Das was Ihr auf dem Bild seht, ist eine Garten-Erdbeere (Fragaria x ananassa), auch Ananas-Erdbeere genannt. Sie wurde aus amerikanischen Vorläufern gezüchtet.

Heimische Wald-Erdbeeren (Fragaria vesca) findet man bei uns häufig an Wegrändern oder auf Lichtungen im Wald. Der Geschmack der kleinen Früchtchen ist unvergleichlich aromatisch und süß, aber es wäre mühsam, sie zu sammeln. 


Blühende Wald-Erdbeeren, fotografiert beim Wandern.

Eine Ecke im Garten habe ich mit Zimt-Erdbeeren, einer heimischen Wildform, bepflanzt. Fragaria moschata, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, wird seit dem 17. Jahrhundert in den Gärten angepflanzt und hat große Ähnlichkeit mit der ebenfalls heimischen Wald-Erdbeere. Auch sie produziert kleine, aromatische Früchte, die keine Beeren sind, sondern Sammelnussfrüchte. 

Alle Erdbeeren vermehren sich mit Ausläufern und sind perfekte Bodendecker im naturnahen Garten.


Zimt-Erdbeeren im Garten.



Die Früchte der Zimt-Erdbeeren ähneln denen von Wald-Erdbeeren.


Erdbeeren als Bodendecker unter dem Kirschbaum.

Nun hat der Monat Juni begonnen und in zwei Wochen feiern wir schon wieder Sommersonnenwende. Wie schnell doch die Zeit vergeht!

Kommt alle gut in die neue Woche.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🍓🍓🍓

Freitag, 29. Mai 2026

Gekrönte Häupter im Garten

Der Monat Mai geht zu Ende und die Hitzewelle sorgte dafür, dass die Akeleien in unserem Garten nun endgültig ausgeblüht haben.

Beim Abschneiden der Blütenreste bemerkte ich, dass die Blüten und Fruchtstände ein Krönchen tragen.








Die Rose ist die Königin unter den Blumen, aber das Krönchen trägt die Akelei.

Auch wenn die Akeleienblüten ein Krönchen tragen, dürfen sie nicht die Alleinherrschaft über meinen Garten haben. Auf keinen Fall dürfen sie sich versamen, sonst wächst hier nichts anderes mehr.

Auch wenn es weh getan hat, schnitt ich nun die Akeleien zurück. Vereinzelt waren noch Blüten zu sehen, aber da musste ich durch. Ihre Blütezeit ist zu Ende.





Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine heimische Wildform und kam ohne Einladung in unseren Garten. Seit vielen Jahren erfreut sie uns im Frühling mit den lila Blüten. Weil ihr unser lehmhaltiger Boden und die halbschattige Lage gut gefallen, würde sie sich gerne noch weiter ausbreiten. Aber da habe ich ein Wörtchen mitzureden.

Nun hat die Königin der Blumen, die Rose wieder den Platz für sich alleine. Die Strauchrose 'Rosa gallica Tuscany'  öffnet jetzt ihre samtigen, duftenden Blüten. Auch sie ist eine heimische Art und mit ungefüllten Blüten wertvoll für Bienen und Hummeln.





Kommt alle gut ins Wochenende.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🌹🌹🌹

Donnerstag, 28. Mai 2026

Pfingsten-Quack






In diesem Jahr begann der Besenginster besonders früh zu blühen, so dass an den Pfingstfeiertagen die meisten Sträucher schon ausgeblüht und kleine, grüne Schoten gebildet hatten.






Wir nennen die leuchtend gelb blühenden Sträucher 'Pfingsten-Quack'. Wahrscheinlich kommt der Name daher, weil früher in der Pfalz und dem Elsass die Kinder an Pfingsten einen mit Blütenzweigen vom Besenginster geschmückten Bollerwagen durchs Dorf zogen und dabei sangen. Zum Dank bekamen sie Eier, Speck oder Geld. Das waren die Pfingst-Quacke. Es hat sich bei uns eingebürgert, den Besenginster als Pfingsten-Quack zu bezeichnen.

In der Pfalz wird noch vereinzelt in Dörfern dieses Brauchtum gepflegt. Bei uns im Dorf habe ich solch ein Spektakel nicht erleben können. Ich kenne es nur aus früheren Erzählungen des Vaters, aber ich spreche auch von Pfingsten-Quack, wenn ich den Besenginster meine.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌿🌿🌿