Freitag, 12. Juni 2026

Die Früchte der Felsenbirne


Bestimmt kennt Ihr alle die Felsenbirne, ein Gehölz mit natürlichem Charakter, das im Frühling zarte, helle Blüten trägt?

Wegen des lockeren Wuchses ist dieser Strauch auch in kleineren Gärten oft zu sehen. In der Stadt wachsen Felsenbirnen in großen Pflanzkübeln.

Was viele nicht wissen: Die Früchte der Felsenbirne sind essbar und lassen sich gut zu Marmelade oder Likör verarbeiten. Im Mittelalter war sie eine beliebte Heilpflanze und das zähe Holz wurde auch zu Spazierstöcken verarbeitet.

Ich konnte die Früchte der Felsenbirne nun zum allerersten Mal selbst probieren und fand sie echt lecker. Vom Aussehen und vom Geschmack her erinnern sie an Heidelbeeren. Sie schmecken süß und fruchtig.

Im Herbst wird sich der Strauch mit bunten Blättern schmücken und warme Farben in den Garten bringen. 









Kommt alle gut ins Wochenende.

Naturgrüße von der Pfälzerin    🐛  🪳 🌳

Donnerstag, 11. Juni 2026

Wanderung auf dem Orchideenpfad im Bliesgau - Teil 3

 


Eine Wiese mit Färber-Ginster, Wiesen-Salbei und Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea).

Wir wanderten am vergangenen Sonntag auf dem Rundweg 'Orchideenpfad' im Bliesgau. In zwei Teilen habe ich Euch schon gezeigt, was ich dort alles entdeckt habe.

Heute zeige ich Euch die letzte und für mich schönste Etappe des Rundweges.

Wir entschieden uns an einer Wegekreuzung, nicht zum Kalkquellsumpf zu gehen, sondern weiter dem Rundweg Orchideenpfad zu folgen. Wegen einer Arthrose in den Knien bin ich leider beim Wandern etwas eingeschränkt und muss auf die Wegstrecke achten.


Eine Wiese voller blühender Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea).


Mit solch einer Blütenpracht von Orchideen hatte ich nicht gerechnet.

Färber-Ginster und Händelwurz, ein bezaubernder Anblick.


Am Rand einer Wiese entdeckte ich eine Hummel-Ragwurz (Ophrys fuciflora).


Hier wächst auch die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum).


Nach einem Waldstück kam wieder eine Wiese und hier wächst Breitblättriges Wollgras (Eriphorum latifolium).



Immer wieder sehen wir Schachbrettfalter (Melanargia galathea), die vor allem auf roten und lila Blüten sitzen.


Bunte Kronwicke (Securigera varia).


Eine weitere Wiese mit Färber-Ginster und Wiesen-Salbei.


Eine Wiese voller Färber-Ginster.

Blassgelber Klee (Trifolium ochroleucon).


Noch einmal bestaune ich die vielen Orchideen, die hier blühen.


Wie man im Flyer sehen kann, blühen Orchideen zu unterschiedlichen Zeiten. Wir haben uns fest vorgenommen, demnächst noch einmal hierher zu kommen.

Der Rundweg Orchideenpfad endet am kleinen Rastplatz; hier sind wir auch losgegangen. Die Wegstrecke mit ungefähr 2 Kilometern hat etliche Steigungen und auf dem schmalen Pfad mussten wir immer wieder anderen Wanderern ausweichen. Unser nächster Besuch wird an einem Wochentag sein und wir hoffen, dass dann weniger Leute unterwegs sind.

Von hier aus gingen wir wieder eineinhalb Kilometer zurück nach Herbitzheim. Dort an der Kirche auf dem Parkplatz hatten wir das Auto stehen.

Leider gibt es keine Möglichkeit, näher ans Orchideengebiet zu fahren. Schlecht für meine schmerzenden Knie, aber gut für die Natur!

Naturgrüße von der Pfälzerin   🦋

Mittwoch, 10. Juni 2026

Wanderung auf dem Orchideenpfad im Bliesgau - Teil 2

Pyramiden-Knabenkraut (Anacamptis pyramidalis).

Es geht weiter mit einem Bericht über unsere Sonntagswanderung im Bliesgau. Wir wanderten auf dem Rundweg 'Orchideenpfad' beim saarländischen Ort Gersheim.


Am Orchideenpfad befinden sich mehrere Stationen mit Informationen.
Hier stehen wir an einer Stelle mit einem Überblick über die Kulturlandschaft des Bliesgau.


Färber-Ginster (Genista tinctoria).


Nach einem Aufstieg erreichen wir eine Station, die über die verschiedenen heimischen Orchideen informiert.

Pyramiden-Knabenkraut (Anacamptis pyramidalis).


Der Weg führt im ersten Drittel einen Hang hoch, vorbei an alten Weinbergmauern.
Sitzbänke laden zum Verweilen ein.


Zwischen den Kalksteinfelsen wachsen trockenheitsverträgliche Pflanzen.
Hier habe ich auch den Stein-Storchschnabel (Geranium columbinum) gesehen.


Weichwanze (Hadrodemus m-flavum) auf Weiße Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria).

Gefleckter Schmalbock (Rutpela maculata), ebenfalls auf Weißer Schwalbenwurz.
Unterwegs haben wir riesige Bestände der Weißen Schwalbenwurz gesehen. 
Das sind für Insekten wertvolle heimische Stauden, die einen sonnigen Standort brauchen.

Eine Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia).


Noch weiter droben auf dem Berg befindet sich eine weitere Info-Station mit herrlichem Ausblick.

Der Orchideenpfad führt durch ein Waldstück.
Der schattige Wald war nach dem sonnigen Aufstieg sehr angenehm.

An dieser Wegekreuzung mussten wir entscheiden, ob wir noch zum Kalkquellsumpf wollen und dann wieder zurück zum Orchideenpfad, oder lieber weiter dem Rundweg folgen.
Wir haben uns dem Sumpf für einen weiteren Besuch aufgehoben.

Das war Teil 2 meines Berichtes von unserer abwechslungsreichen Wanderung auf dem Orchideenpfad  bei Gersheim.

Der letzte und schönste Teil kommt noch, lasst Euch überraschen!

Naturgrüße von der Pfälzerin  🦋

Dienstag, 9. Juni 2026

Wanderung auf dem Orchideenpfad im Bliesgau

Schachbrettfalter auf Pyramiden-Knabenkraut.

Eine besonders interessante Wanderung erlebten wir am Sonntag auf dem Orchideenpfad im saarländischen Gersheim. Die Idee dazu kam von einem Flyer, den wir kürzlich in Gräfinthal mitgenommen hatten.

Wir parkten auf dem Wanderparkplatz an der Kirche in Herbitzheim im Bliesgau und liefen weiter auf einem Landwirtschaftsweg, ungefähr eineinhalb Kilometer in Richung Gersheim. Dort beginnt der Rundweg 'Orchideenpfad'.

Man sollte für den Rundweg im Orchideengebiet halbwegs gut zu Fuß sein, denn der Pfad ist schmal und führt über unbefestigte Wege und kleinere Steigen, bergauf und bergab.

Es war für mich eine der schönsten Wanderungen in diesem Jahr. Was wir alles entdeckt und bestaunt haben, zeige ich Euch gerne.




Der Bliesgau bei Gersheim.






Die erste interessante Entdeckung: Ein Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis).


Die erste Orchidee wurde gesichtet: Eine Bienen-Ragwurz (Ophyris apifera).


Auffallend viele Falter flatterten herum.
Es sind Schachbrettfalter (Melanagia galathea).


Wir erreichen eine Wiese voller Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Knabenkraut.


An diesem Tag sahen wir Dutzende Schachbrettfalter, vor allem auf roten und lila Blüten.

Ende von Teil 1. Morgen geht es weiter mit dem Beitrag über meine Entdeckungen auf dem Orchideenpfad.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🦋

Montag, 8. Juni 2026

Warum hängen CD's im Kirschbaum?

 



Süßkirsche Sylvia.


Mit ausgemusterten CD`s im Kirschbaum wollen wir die Vögel abwehren. Jetzt sind die Kirschen am reifen. Wir teilen gerne, aber die Spatzen picken unzählige Früchte an, die dann zu faulen beginnen. Und auch Raben und andere Vögel naschen gerne an den Früchten.

Unser Baum (Säulenkirsche Sylvia) trägt nicht viele Früchte und wir möchten doch gerne einige davon selbst essen.

Wenn ein leichter Wind dafür sorgt, dass die CD beim Drehen blinkt und fluoresziert, so irritiert das die Vögel und sie suchen sich einen anderen Futterplatz. Das ist dann der wesentlich größere und höhere Kirschbaum im Garten der Nachbarn. Zumindest hält die abwehrende Wirkung eine Weile an und danach haben wir den Baum abgeerntet.

Ich habe diese Kirschbaumart bewusst ausgesucht, weil es sich um eine Sorte der heimischen Vogelkirsche (Prunus avium) handelt, die züchterisch verändert wurde. Der Baum bleibt relativ klein mit einer Endhöhe von ca. 3 Metern und kommt gut mit dem halbschattigen Standort in unserem Garten zurecht. Solch ein Bäumchen wäre auch für einen Kübel geeignet und könnte beispielsweise auf einer Terrasse stehen.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🍒 🍒 🍒

Freitag, 5. Juni 2026

Rosenzeit

Alle Rosen im Garten blühen gleichzeitig und schenken uns eine Blütenfülle und einen herrlichen Duft, der vor allem in den Abendstunden den Garten erfüllt.


Die Kletterrose Amadeus steht in voller Blüte.


Hier blühen die Ramblerrosen Ghislaine de Feligonde und Veilchenblau.


 Diese Kletterrose wird bis zum Herbst immer wieder neue Blüten bilden.


Amadeus hat regenfeste Blüten.


Auch Ghislaine wird bis in den Herbst hinein immer wieder in Schüben blühen.
Ihre Blütenfarbe wechselt von vanillegelb als Knospe bis zum Cremeweiß im Verblühen.


Veilchenblau ist einmalblühend und lockt mit ungefüllten Blüten viele Bienen und Hummeln an. Die Blüten duften zart fruchtig.


Giardina verträgt mehr Schatten und wächst nahe am Haus.
Auch sie ist mehrmals blühend.
Ihre duftenden Blüten erinnern an alte Rosen, allerdings ist es eine neuere Züchtung.


Tuscany blüht nur einmal im Jahr und ihre Blüten duften kräftig.
Diese Strauchrose ist eine historische Rose und wurde einst aus einer heimischen Essigrose gezüchtet.

Die Fotos unserer Rosen habe ich zum Beginn der Woche gemacht, als der Garten noch sehr trocken war. Inzwischen hat es ordentlich geregnet und die Nässe ist ein Segen für die Natur.

Kommt alle gut ins Wochenende!

Grüße aus dem Rosengarten der Pfälzerin   🌹🌹🌹