Freitag, 27. Februar 2026

Galante weiße Blüten und die Rückkehr der Farben und des Lichtes



Galanthus, das Schneeglöckchen läutet den Vorfrühling ein. Zu hunderten bevölkern die weißen Blütenglocken unsere Garten. In mehr als zwanzig Jahren haben sich üppige Blütenteppiche gebildet.

Es fällt nicht auf, wenn ich einige Blüten für die Vase pflücke.

Aber Achtung! Schneeglöckchen sind in allen Teilen sehr giftig und man muss vorsichtig sein, wenn man mit ihnen in Berührung kommt.

Unsere Schneeglöckchen gehören zur Sorte Galanthus nivalis, die am weitesten verbreitet sind.






Dekoration im Wohnzimmer: Schneeglöckchen und Zweige von Birken und Heidelbeeren.

🌞  🌞  🌞

Ich genieße die Rückkehr der Farben in der Natur und des Lichtes am Tag. Kurze, dunkle Tage sind nun Vergangenheit. Sie lagen schwer auf meiner Seele und ich recke mich dem (Sonnen-)Licht entgegen, wenn es endlich zum Vorschein kommt.

Am Mittwoch war es dann soweit; ein sonniger Tag ließ den Garten aufblühen. Auch heute soll wieder die Sonne scheinen und wir werden diesen milden Tag für einen Ausflug an den Rhein nutzen.






Der Monat Februar geht zu Ende; er war viel zu nass. Die gelben Winterlinge sind am Verblühen, dafür sind hunderte Elfenkrokus und Schneeglöckchen im Garten aufgeblüht. Sie öffnen ihre Blütenkelche weit, um Insekten Nektar zu spendieren. Nun ist der Garten wieder bunt.




Kommt alle gut ins Wochenende und begrüßt am Sonntag den Frühlingsmonat März.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌼   🌱  🌿

Donnerstag, 26. Februar 2026

Nun kennen wir unsere Nachbarn vom Elsass ein wenig besser.

Der Historische Verein Pirmasens e.V. hat zum Vortrag über Theorien zur Sprache des Elsass eingeladen. Die Veranstaltung fand im Carolinensaal in Pirmasens statt und war recht interessant.


Die frühere Aussegnungshalle am Alten Friedhof wird nun für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der Referent, Monsieur Charles Schlosser, wohnhaft im französischen Lembach, konnte Interessantes zum Dialekt im Elsass ab dem Mittelalter bis zur Jetztzeit geben. Er las auch einige Gedichte in Elsässerdeutsch in verschiedenen Dialektversionen (alemannische, südfränkische und rheinfränkische Dialekte) vor, die ich zum größten Teil verstehen konnte. Wir Pfälzer auf der deutschen Seite und die Elsässer drüben in Frankreich verwenden in der Muttersprache viele Worte gemeinsam, so dass wir uns miteinander verständigen können, auch wenn uns eine Landesgrenze trennt. Ob unsere Kinder in Zeiten der Globalisierung und des Internet das auch noch können?

Wir bekamen außerdem ein bisschen Einblick in die Geschichte des Elsass, was mich sehr interessiert, weil wir dort öfter unterwegs sind.


Der Historische Verein befasst sich mit der Pfälzischen Geschichte. 
Einmal im Monat gibt es einen Vortrag zu unterschiedlichen Themen.
Außerdem wird auf Denkmäler aufmerksam gemacht und zu deren Erhalt beigetragen.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🕮

Mittwoch, 25. Februar 2026

Frisches Grün aus dem Garten für die Küche

 

Gänseblümchen und Schaumkraut.


Im Februar konnte ich an einem regenfreien Vormittag frisches Grün im Garten ernten. Man ahnt nicht, wie viele Wildpflanzen man essen kann!

Mir war bisher nicht bewusst, dass Cardamine hirsulata, das Behaarte Schaumkraut, eine essbare, wohlschmeckende Gewürzpflanze ist. Dank seiner Senföle schmeckt es wie Kresse, etwas scharf und sehr würzig. Essbar sind Samen, Blätter, Blüten und Wurzeln. 




Auch Bellis perennis, das Gänseblümchen (auch Tausendschön oder Maßliebchen genannt) ist essbar. Blüten, Knospen, Blätter und Stängel können roh in Salaten oder für Pestos verwendet werden. Der Geschmack ist leicht nussig herb und im Frühjahr etwas milder, als im Sommer.

🌿🌿🌿🌿


Herr Pfälzer sagte augenzwinkernd: "Wir essen unser Unkraut einfach auf."  😉

🌿🌿🌿🌿

Gestern konnte ich den ersten Bärlauch der Saison pflücken. Weil das Beet regelrecht unter Wasser stand, ging es nur vom befestigten Rand aus, aber das kleine Kräuterbündel hat viel Geschmack.


Bärlauch.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Dienstag, 24. Februar 2026

Lass die Natur mal machen

Das frische Grün auf den Zaunpfosten ist im Winter ein erfreulicher Anblick.


Lockiges Gabelzahnperlmoos auf einem Holzpfosten in unserer Straße.


Lockiges Gabelzahnperlmoos (Dicranoweisia cirrata), ein besonders zartes Moos.



Auch Betonpfosten sind mit Moos überzogen.

Naturgrüße von der Pfälzerin  🌲 🌲 🌲

Montag, 23. Februar 2026

Wann hört es mal wieder auf zu regnen?

Wir sind in der dritten Woche mit Regenwetter. Anderswo hat es geschneit und ist frostig kalt. Hier kommt nur Nass vom Himmel und das fast pausenlos.










Alle warten auf trockenes Wetter, vor allem die Vögel in unserem Garten. Morgens singen Vögel und Amseln sammeln Grashalme für ihr Nest. Das sind außer den blühenden Schneeglöckchen weitere Vorboten des Frühlings.

Kommt alle gut in die letzte Woche des Monats Februar. 

Liebe Grüße (ziemlich durchnässt) von der Pfälzerin 🐦🐦🐦

Freitag, 20. Februar 2026

Momente der Stille in der Natur

Sanfte Farben und feuchte Luft im Tal des Buchbaches bei Langmühle im Pfälzerwald; auch ohne Eis und Schnee ist die Landschaft sehenswert.

Ich liebe diese stillen Momente in der Natur. Beim gleichmäßigen Gehen kommt der Kreislauf in Schwung und die frische Luft ist eine Wohltat für die von der trockenen Heizungsluft gestressten Atemwege.









Wieder ist eine Woche vergangen und wir sind dem Frühling ein Stück näher gekommen. Am meisten freut mich, dass die Tage schon viel heller geworden sind; morgens um sieben Uhr zeigt sich im Osten ein heller Streif am Himmel und kurz darauf haben wir wieder Tageslicht. Dunkelheit ist das, was mich am Winter am meisten stört.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🍂🍄

Donnerstag, 19. Februar 2026

Das Werk des Buchdruckers

 



Der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus), auch Buchdrucker genannt, gilt als der gefährlichste Schädling in unserem Wald. 
An gefällten und geschälten Baumstämmen habe ich seine Larvengänge entdeckt, die an arabische Schriftzeichen erinnern.
Den ca. 5 cm mm kleinen, braunen Käfer selbst konnte ich nicht sehen. 

(Es hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fichtenborkenkäfer wird nur 5 mm groß und nicht 5 cm) 😉.







Seine gefräßigen Larven fressen sich durch die Schicht der Baumrinde (in der ein Nährstofftransport von der Krone in den Stamm und die Wurzeln der Bäume stattfindet) und unterbinden so mit ihrem Fraß den Saftfluss. Dies hat zur Folge, dass der Baum abstirbt.

Treten die Käfer massenhaft auf, können sie großen Schaden im Forst anrichten und das Holz wird wertlos. Deshalb bringen die Förster Behälter mit Lockstoffen an, um mit den sogenannten Käferfallen den Schwärmflug der Borkenkäfer zu überwachen. Bei erhöhtem Käferalarm werden dann schon mal ganze Waldstücke mit Fichten, Douglasien, Tannen, Lärchen und/oder Kiefern gerodet und anschließend wieder neu aufgeforstet. Nur so lassen  sich die Buchdrucker vertreiben.

Ein Zitat von Felix von Hornstein, Förster, 1903: "Willst Du den Wald vernichten, dann pflanze Fichten, Fichten nichts als Fichten."

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲 🌲 🌲 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Schwere Maschinen im Wald

Bis Ende Februar noch sind Forstarbeiter in unseren Wäldern im Einsatz, um Bäume zu fällen. Die Holzernte und der anschließende Verkauf der Stämme sind wichtige Einnahmequellen für die Forstbehörde und finden im Winter statt, wenn die Bäume in der Vegetationsruhe sind.

Wir hören die Motorsägen, das Krachen der umstürzenden Bäume oder das Bearbeiten mit dem Vollernter; für uns in dieser Jahreszeit ein gewohntes Geräusch.

Einige Waldwege sind während der Holzarbeiten für Wanderer gesperrt, damit niemand in Gefahr gerät.

Ab März herrscht dann wieder Ruhe im Wald.




Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌲  🌲  🌲

Dienstag, 17. Februar 2026

Ein feines, zartes Läuten ...

... hört man im Garten.

Schneeglöckchen läuten den Vorfrühling ein und Lenzrosen zeigen erste rosa Blüten.

Am Sonntag zeigte sich pünktlich zum Beginn des Faschingsumzuges in Dahn gegen 14 Uhr die Sonne. Ich war daheim geblieben und habe im Garten gewerkelt. Wie Ihr wisst, kann ich mit Fasching wenig anfangen, aber unser Enkelsohn war mit der Mama dort.

Ich weiß, dass in vielen Teilen unseres Staates noch Winter mit Eis und Schnee herrscht, aber hier bei uns ist schon ein bisschen Frühling.

Nach einer eisig kalten Nacht blieb der Sonntag ausnahmsweise trocken und so ging ich nach dem Mittagessen raus in den Garten.

Meine To-do-Liste für Februar:

  • Verblühtes bei den Hortensien abschneiden und die Sträucher auslichten. Anschließend mit Hornspänen düngen.
  • Verdorrte Halme der Ziergräser und der Staudensonnenblumen abschneiden.
  • Die wuchernden Herbstastern etwas eindämmen, damit ich Platz für Minze gewinne.
  • Im Erdbeerbeet verfaulte Blätter an den Erdbeerpflanzen wegnehmen und überzählige Ausläufer entfernen.
  • Die Überreste von Phlox, Blauer Kugeldistel, Herbstastern, Mannstreu und anderen Stauden bis zum Boden abschneiden.
  • Die Beete vorbereiten für die Aussaat von Stielmus zu Beginn des Monats März.
  • Mich über die ersten Blüten der Lenzrosen, der Schneeglöckchen, der Winterlinge und die Austriebe des Bärlauch freuen.

Leider hat das bisschen Sonnenschein wieder nicht ausgereicht, um die Blüten der Winterlinge und Schneeglöckchen vollständig öffnen zu können, aber ich hörte ein feines, zartes Läuten des Vorfrühlings.


Die Lenzrosen blühen schon Mitte Februar.











Helau und Alaaf für alle Faschingsnarren 🎉🎉🎉

An alle, die so wie ich nichts mit künstlichem Frohsinn anfangen können, schicke ich einen herzlichen Gruß aus dem (patschnassen) Garten der Pfälzerin.

Montag, 16. Februar 2026

Es klappert wieder in der Pfalz

 



Die Störche sind zurück. Als wir vor einer Woche von Zweibrücken aus durch das Tal des Hornbaches fuhren, sahen wir Störche auf den nassen Wiesen nach Futter suchen und sämtliche Nester am Kirschbacherhof waren bevölkert.

Eines der ältesten Hofgüter der Pfalz, der Kirschbacherhof, ist die Heimat von Dutzenden von Störchen, die auf Dächern, Bäumen und anderen erhöhten Standorten ungestört nisten können. Rund um das Hofgut befinden sich ausgedehnte Wiesenflächen, die momentan vor Nässe triefen. Hier fühlen sich die prächtigen Tiere sichtlich wohl. Als wir am Hofgut vorbeifuhren, sahen wir in jedem Nest mindestens einen Storch, oft sogar ein Storchenpaar.

Weißstörche (Ciconia ciconia) gehören zu den streng geschützten Arten nach § 7 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Kaum zu glauben, dass der Weißstorch bis zum Jahr 1996 in unserer Region als ausgestorben galt. Ende der 1990er Jahre wurden Jungstörche als Projekt wieder angesiedelt und der Bestand nahm kontinuierlich zu. Die letzte Schätzung ergab  630 Paar Storchenpaare und ungefähr 720 flügge Jungstörche in ganz Rheinland-Pfalz.

Am Tag nach diesem Ausflug begann es zu regnen und hörte bis Freitag nicht mehr auf. Die armen Vögel sind in ihren Nestern wohl pitschnass geworden.  🙁

Störche leben in großen Nestern in luftiger Höhe.








Kommt alle gut in die neue Woche. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 13. Februar 2026

Zwiebeln im Haus und im Garten

 


Im Korb habe ich eine Küchenzwiebel gefunden, die zu keimen begann. Ich setzte sie in eine Vase und füllte nur so viel Wasser hinzu, dass ihr unteres Ende noch trocken bleibt.
Schon nach wenigen Tagen hat sie Wurzeln und Grün gebildet; ohne Erde und ohne Nährstoffe. Gestern habe ich das Grüne an den Salat geschnitten.

Küchenzwiebeln (Allium cepa) zählen zu den ältesten Kulturpflanzen und sie sind in unserer Küche nicht wegzudenken.
Die Zwiebelknolle ist ein verdicktes Speicherorgan und reich an Vitaminen.

Andere kleine Zwiebeln sind im Garten im Begriff aufzublühen; Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sind erste Nektarlieferanten für Insekten im Vorfrühling; vor allem Honigbienen und Hummeln.
Im Gegensatz zu den Speisezwiebeln sind sie giftig und zwar in allen Teilen und somit nicht zum Verzehr geeignet.



Das Kleine Schneeglöckchen, eine Zwiebelblume im Vorfrühling.

Auch die hübschen, gelben Winterlinge sind Zwiebelblumen. Sie würden gerne aufblühen, genauso wie die Schneeglöckchen, aber bei uns regnet es ohne Ende. In den vergangenen drei Tagen pladderte das Nass fast pausenlos vom Himmel. 

Gestern hatten wir dazu mildes Wetter und Dauerregen. Für das Wochenende wurde wieder Frost gemeldet. Das Auf und Ab ist für diesen Monat eigentlich normal, aber ich wünsche mir nun doch endlich trockene Tage.

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Auch den Narren wünsche ich trockene Tage, damit sie Fasching feiern können, ohne nass zu werden. Wie Ihr wisst, kann ich mit solch närrischen Treiben wenig anfangen, aber schöneres Wetter hätte ich gerne.

Seit Dienstag regnet es pausenlos und zeitweise richtig heftig.
Unser Garten und die Hofeinfahrt stehen unter Wasser.

Kommt alle gut ins Wochenende.

Frühlingslockende Grüße von der Pfälzerin  🌷🌷🌷

Donnerstag, 12. Februar 2026

Hättet Ihr das gewusst?

Je mehr ich mich mit dem Reich der Pilze beschäftige, umso mehr fasziniert mich die Vielfalt dieser Organismen. Ständig entdecke ich welche, die ich bisher nicht kannte.

Funde beim Wandern gaben mir Rätsel auf. Dank meiner beiden Apps (Obsidentify und Flora Incognita) konnte ich sie bestimmen.


Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus)


Zerfließende Gallertträne.



Braunfäuletramete (Antrodia xantha), die überwiegend an Nadelholz zu finden ist.



Rotbuchen-Kohlenbeere (Biscogniauxia nummalaria), auch Rotbuchen-Rindenkugelpilz oder Pfennig-Kohlenkruste genannt.


Rotbuchen-Kohlenbeere, ein Pilz, der nur Buchenholz befällt.


Milchweißer Eggenpilz (Irpex lacteus).


Milchweißer Eggenpilz in der Vergrößerung.



Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica).



Goldgelber Zitterling, zusammen mit Trameten am Altholz.


Austernseitling.


Austernseitling (Pleorotus ostreatus).



Orangeroter Kammpilz (Phlebia radiata).




Orangeroter Kammpilz in der Vergrößerung.


Stäublings-Schleimpilz (Reticulara lycoperdon).

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲🍄🍂