Mit dem Unkrautstecher wollte ich unerwünschten Löwenzahn im Garten zu entfernen. Er breitet sich aus und würde unseren Garten für sich einnehmen, wenn ich ihn gewähren ließe.
Die ersten Löwenzahnblüten waren aufgegangen und alle Pflanzen hatten viele dicke Blütenknospen.
Ich beobachtete eine Rotschopfige Sandbiene (Andrena hemorrhoa) beim Pollensammeln. Sie wälzte sich in der Blüte und war über und über mit Blütenstaub behaftet.
Ich überlegte: 'Warum nehme ich den Wildbienen die Nahrungsquelle weg? Ist es denn so schlimm, wenn der Garten voller leuchtend gelber Löwenzahnblüten ist?'
Den Unkrautstecher habe ich weggeräumt und beschlossen, dass alle noch vorhandenen Löwenzahnstauden blühen dürfen. Danach kann ich sie immer noch ausstechen. Es ist für mich eine Freude, den Bienen zuschauen, wenn sie die Blüten besuchen.
Diese Bienenart bestäubt auch die Blüten von Obstbäumen und wird mithelfen, unseren Kirschbaum und später den Apfelbaum zu befruchten. Sandbienen sieht man im April und Mai. Sie leben solitär und bauen ihre Nester zwischen Kräutern und Gräsern auf Brachflächen, an Waldrändern und auch in unseren Gärten.
Liebe Grüße von der Pfälzerin 🐝🐝🐝




Gelb ist die Signalfarbe für viele Insekten. Leider haben unsere Vermieter den Rasen gemäht und den Löwenzahn an verschiedenen Stellen ausgestochen. Ich konnte gerade noch so meine Mageriten vor dem Abmähen retten. Nun sehe ich aber, dass der Rasen wieder bunt wird, die Gänseblümchen sind schon da und das orangenfarbige Habichtskraut spriesst auch. So schnell kommen die Vermieter nicht zum Mähen, da kann sich alles wieder erholen. Deine drei Besucher des Löwenzahns hast du super erwischt, tolle Fotos.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Edith
Das ist genau die richtige Einstellung zu "Unkraut", vor allem im Frühjahr: blühen, aber nicht alles versamen lassen. Das stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis. Die wissen allerdings nicht, welch tolle Beobachtungen ihnen entgehen, wie deine detailreichen Fotos immer wieder zeigen.
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