Entlang der Deutschen Weinstraße blühen im März unzählige Mandelbäume. Die von Weinbergen geprägte Landschaft mit (angeblich) 1800 Sonnenstunden im Jahr wird als 'Toskana Deutschlands' bezeichnet.
Die Römer haben Pflanzen mitgebracht, als sie im 12. Jahrhundert v. Chr. dieses Gebiet besetzten, große Städte gründeten und sich an den schönsten Orten mit Herrenhäusern niederließen. Hier gedeihen Mandel- und Feigenbäume, Weinreben, Esskastanien, Zypressen und andere sonnenhungrige Pflanzen, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet sind.
Bad Dürkheim liegt mitten drin in dieser malerischen Landschaft, unserer Pfälzer Toskana. Die Stadt war Ziel unseres Ausfluges am vergangenen Freitag.
Ohne viele Worte nehme ich Euch mit durch den Kurpark, der schon jetzt zu Beginn des Monats März ein wenig aufgeblüht ist. Wir gingen vorbei an den Salinen (historisches Gradierwerk) und wollten eigentlich noch zum ehemaligen Römischen Herrenhaus am Weilberg laufen. Wegen eines Events (Weinbergnacht, eine Open Air Weinverkostung) war das Gebiet rund um die römischen Ausgrabungen an diesem Tag für Touristen nicht zugänglich. Jedoch besitze ich Aufnahmen von vor drei Jahren, als wir um die gleiche Zeit dort waren und das größte römische Herrenhaus der Region besichtigen konnten.
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| Am Eingang zum Kurpark steht geduldig der Traubenmann, eine Winzer-Skulptur. |
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| Eine weitere Figur (Putte auf Schildkröte) trägt ein Füllhorn feiner Sachen, die hier in der sonnigen Südpfalz gedeihen. |
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| Die Insektenwiese ist voller blühender Krokus und Narzissen. |
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| Im Park blühen unzählige gelbe Narzissen. |
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| Links am Bildrand sieht man eine Immergrüne Magnolie, die leider noch keine Blüten trägt. |
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Der Graureiher am Bachlauf ist echt. Keiner der Passanten hat ihn bemerkt, aber ich schon. |
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Diese Mittelmeer-Wolfsmilch (150 cm hoch) steht vor dem Kurpark-Café. Es hieß bis zum vergangenen Jahr noch Café Pompöös und wurde vom Modeschöpfer Harald Glööckler designt, der in Bad Dürkheim einen Zweitwohnsitz hat. Einer seiner Lizenzpartner betreibt das Café. Nun wurde es in Café Exquisit umbenannt. Wir sind öfter vorbei gelaufen, waren aber noch nie im Café drin. |
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Am Ende des Kurparks sind wir bei den Salinen angekommen. Das ursprüngliche Gradierwerk wurde im Jahr 1716 errichtet. Im Jahr 1992 wurde es durch einen Großbrand zerstört und danach wieder neu aufgebaut. |
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| Blick in Richtung Michelsberg. Dort droben fand das Event 'Weinbergnacht' statt. |
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Die Weinstraße wird von Mandelbäumen flankiert. Von Stunde zu Stunde wurde die Saharastaub-Wolke dichter und hüllte die Landschaft in einen rötlichen Dunst. |
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Blick durch die Frontscheibe des Autos. Wir sind auf der Straße in Richtung Wachenheim. Dort haben wir in der Gaststätte einer Winzergenossenschaft gut gespeist. |
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| Archivaufnahme von 2022, als wir während der Mandelblütenzeit das Römische Weingut am Weilberg besuchten. |
Dieser Ausflug fand am vergangenen Freitag statt. Was hat sich seither alles in der Natur verändert!
Einen Gruß Wochenmitte von der Pfälzerin 🌸 🌸 🌸
Ja, das wird ja gerne gemacht, daß man Gegenden nach beliebten andren benennt, "Toscana der Pfalz", dabei hätte sie doch selbst so viel zu bieten, daß man sie mit eigenem Namen bepunkten könnte. Wo ich zum Teil aufwuchs, war zum Beispiel die "so und so" - Schweiz, das wird auch immer gerne genommen, gell. Egal, man will halt die Schönheit noch unterstreichen. Viele tolle Bilder hast Du wieder mitgebracht. Die Allee mit dem Traktor gefällt mir heute besonders! 😍
AntwortenLöschenLiebgruß
Tiger
🐯
Das sieht sehr schön aus. Und erinnert mich ein bisschen an Aschaffenburg. Da sollte ich auch mal wieder hinfahren.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße – Elke