Dienstag, 8. Oktober 2024

Sometimes the best souvenier is a smile - ein langes Wochenende in Wien

 Manchmal ist ein Lächeln das beste Souvenir.

 (Zitat an der Wand unseres Hotels in Wien.)



Ich war mit der Mädelsgruppe am 'Tag der Deutschen Einheit' für einige Tage nach Wien gereist und durfte endlich mal die Hauptstadt Österreichs kennenlernen.

Es war eine Pauschalreise und das Busunternehmen hatte für uns Zimmer in einem Hotel im 15. Bezirk gebucht, das erst wenige Wochen zuvor eröffnet wurde.





Nach fast 12 Stunden Busfahrt sind wir gleich nach der Ankunft zum Schlossgarten Schönbrunn im 12. Bezirk gelaufen und durch den Park gebummelt. Leider konnten wir wegen der früh einsetzenden Dämmerung (der Park wird um 19 Uhr geschlossen) nur bis zum Neptunsbrunnen gehen. Einige von uns liefen noch in Richtung der Gloriette, aber für die vielen anderen Sehenswürdigkeiten (Palmengarten, Zoo, Japanischer Garten, Irrgarten, die Orangerie, das Wüstenhaus, den Kronprinzengarten und das Schloss selbst) war einfach keine Zeit mehr an diesem Tag. Und die anderen Tage waren aufgrund des Progammes vollgepackt.

Immerhin fanden wir im Schönbrunner Stöckl & Dinertheater am Meidlinger Tor ein Restaurant, in dem wir köstlich gegessen haben.

Nach dem Essen ging es wiederum zu Fuß zurück zum Hotel.


Schloss Schönbrunn 



Blick auf den Neptunsbrunnen und die Gloriette auf dem Berg.





Marmorfiguren am Neptunsbrunnen.



Abendessen im Stöckl am Meidlinger Tor.


An Tag 2 stand morgens eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Zunächst wurden wir in unserem Bus, zusammen mit einer Fremdenführerin, 2 Stunden lang durch verschiedene Bezirke Wiens gefahren. Bei einen ersten kurzen Stopp am Hundertwasserhaus und einem weiteren Halt am Schloss Belvedere konnten wir die typischen Wiener Sehenswürdigkeiten bewundern. Anschließend führte uns die Frau mit vielen Erklärungen noch zwei Stunden lang zu Fuß durch die Innenstadt. Wir lernten die Hofburg und andere historische Gebäude im 1. Wiener Stadtbezirk kennen und bekamen an diesem Tag so viele Informationen, dass ich sie gar nicht alle im Gedächtnis behalten konnte.

Am Stefansdom endete die Stadtführung und wir Mädels konnten die Stadt nun selbst erkunden. Unsere Gruppe beschloss, in der Umgebung der Domkirche St. Stephan zu bleiben und einige (teilweise sehr eleganten) Geschäfte auf der langen Flaniermeile zu besuchen. 

Der Stephansplatz im historischen Zentrum der Bundeshauptstadt ist der erste Bezirk und alle anderen Bezirke (26 insgesamt) gruppieren sich wie ein Gürtel drum herum.

Im Kaffeehaus Oberlaa in der Seilergasse unterbrachen wir den Stadtbesuch mit Sachertorte und Wiener Kaffeespezialitäten. Kaffeehäuser sind in Wien ein Stück Tradition und gehören zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Am Abend brachte uns die Wiener U-Bahn zurück in den 15. Bezirk zum Hotel.

 

Wiens elegantestes Kaffeehaus, das Café Landtmann.



Das Hundertwasserhaus, eine der schönsten Wohnanlagen in Wien.



Eingang zum Schloss Belvedere im 3. Bezirk.



Blick auf das kleine Belvedere und dahinter Wien. Hier wohnte der Kaiser.



Das Große Belvedere, hier wurden Staatsgäste empfangen.



Sachertorte, eine Wiener Spezialität.



Im Stephansdom.







An Tag 3 stand eine Fahrt auf den Kahlenberg auf dem Programm. Der Busfahrer brachte uns souverän mitten durch Wien zum Stadtteil Grinzing. Hier stehen die Heurigen-Lokale und man befindet sich mitten in den Weinbergen.

Eine Serpentinen-Straße führt hoch auf den Berg. Von dort aus liegt dem Besucher Wien zu Füßen, denn man kann die gesamte Stadt überblicken.

Wer gut zu Fuß ist, der kann auch den Wanderweg nutzen, um auf den Berg zu gelangen.



In der Kahlenberg-Kirche war im Jahr 1983 der Papst zu Besuch. In 
einer Vitrine sind sein Gewand und die roten Schuhe ausgestellt.



Blick über die Weinberge auf Wien.



Links erkennt man die Donau und man bekommt einen Eindruck, wie 
groß die Stadt ist.




Bis wir am Abend ins Heurige-Lokal fuhren, war Zeit zur freien Verfügung. Wir ließen uns vom Busfahrer am Secessionsgebäude der Künstlervereinigung im 6. Bezirk absetzen und schlenderten über den Wiener Naschmarkt.

Zwischen der Kettenbrücke und dem Karlsplatz sind feste Marktbuden aufgebaut und man kann auf dieser Zeile täglich, außer sonntags, Spezialitäten und Lebensmittel aus der ganzen Welt probieren und kaufen.  





Die Marktzeile wird von prachtvollen Häusern flankiert.






Müde vom Schauen und Herumlaufen beschlossen wir, zum Café Museum in der Operngasse im 1. Bezirk zu laufen. Zum Glück bekamen wir trotz Gedränge dort noch einen Platz für alle in unserer Gruppe und konnten typische Wiener Kaffeehaus-Spezialitäten genießen.






Schokolade Mozart, eine kalorienreiche Köstlichkeit.

Dann war es Zeit, um mit der U-Bahn zurück zum Hotel im 15. Bezirk zu fahren. Wir mussten uns fertig machen für den Abend beim Heurigen im Stadtteil Grinzing.

Der Tag wurde mit einem deftigen Essen, Wein und Schunkeln bei Schrammelmusik beendet.



An Tag 4 wurden wir vom Busfahrer nach Hause gefahren. Leider waren am Sonntag auf den Autobahnen bei München, Ulm und Pforzheim ständig Staus, so dass wir wiederum 11 Stunden im Bus verbringen mussten.

Von der Stadtführung habe ich einige wenige Fakten in Erinnerung behalten:

  • Wien hat 1,97 Millionen Einwohner.
  • In Wien gibt es mehrere kaiserlichen Paläste. Ich durfte Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere und die Hofburg kennenlernen. Im Jahr 1730 zählte man hier 248 Adelspaläste. 
  • Die Wiener Ringstraße ist der schönste Boulevard der Welt mit Sehenswürdikeiten, Museen, prächtigen Palaises und mit Parkanlagen.
  • Die Hofburg im Herzen der Stadt verfügt über einen Komplex von 240.000 qm, besteht aus 18 Trakten, 19 Höfen und 2.600 Räumen. Ich konnte im Stalltrakt die weißen Lipizzaner-Hengste sehen, denn wir wurden bei der Stadtführung unter anderem auch zur Hofreitschule geführt.
  • In Wien findet man ungefähr 200 Museen, unter anderem ein Fälschermuseum, Friedhofsmuseum, Feuerwehrmuseum, Fischereimuseum, Gartenbaumuseum, Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank, Kaffeemuseum und viele andere.


Ich konnte leider in den wenigen Tagen nur einen Überblick über die Stadt Wien erhalten. Zudem hatten wir regenerisches Wetter. Dennoch hat Vienna, wie Wien international genannt wird, bei mir tatsächlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin 

Sonntag, 15. September 2024

Kurzurlaub an der Mosel mit dem Wohnwagen

Entgegen den schlechten Wetterprognosen hatten wir in der vergangenen Woche bei unserem Kurzurlaub an der Mosel recht gutes Wetter.

Schon früh am Morgen, wenn vom Wasser die Nebel aufsteigen, zeigte sich eine malerische Landschaft.




Herr Pfälzer hatte kurzerhand einen Stellplatz auf einem Campingplatz am oberen Teil der Mittelmosel gebucht und wir sind mit dem Wohnwagen einige Tage ins Moseltal gefahren. Der Platz befindet sich direkt neben dem Fluss.

Das war für mich eine Premiere, denn ich hatte bisher keine Erfahrung mit Camping-Urlaub. Es ist praktisch, sein Bett und alle Sachen einfach mitnehmen zu können und nicht auf eine mehr oder weniger gut ausgestattete Ferienwohnung oder ein Fremdenzimmer angewiesen zu sein.



Noch intensiver kann man Natur nicht erleben. Die Enge im Wohnwagen ist für einige Tage erträglich, denn man ist meistens draußen unterwegs.


Morgenstimmung am Moselufer.


Wir machten lange Spaziergänge am Moselufer, ...










 ... schlenderten durch den Weinort Ediger-Eller mit seinen malerischen Gassen und alten Winzerhäusern, ...



... und besuchten die kleine, aber quirlige und liebenswerte Stadt Cochem am Fuße der Reichsburg.






Mit dem Shuttlebus fuhren wir hoch zur Burg und genossen dort eine grandiose Aussicht auf die Stadt und den Fluss.









🏰


Der Calmont ist ein steil über die Mosel ragender Höhenzug von ca. 381 m ü. NHN zwischen den Orten Bremm und Ediger-Eller.

Zwar führt ein Klettersteig durch die steilen Weinberge hoch auf den Berg, aber das ist leider nichts mehr für meine schmerzenden Knie.

Von der Kirche in Bremm aus kann man mit wenigen Schritten einen kleinen Aussichtspunkt direkt über der Moselschleife erreichen und die gesamte Moselschleife überblicken. Diese kleine Strecke konnte ich leicht schaffen.




Hier ist dann auch der Startpunkt für den Klettersteig ...




 ... und hier befindet sich auch der steilste Weinberg Europas. In wenigen Tagen soll die Weinlese beginnen. Ich beneide die Winzer nicht, die an den steilen Berghängen ihre Wingerte bearbeiten.




Weil es mir nicht möglich ist, den steilen Berg auf dem Calmont-Klettersteig hochzugehen, sind wir mit dem Auto auf den Berg gefahren und haben dort einen Wander-Parkplatz gesucht und auch gefunden. Auf dem ebenen Calmont-Höhenweg wanderten wir bis zur Flugschanze über der Moselschleife und dann wieder zurück.











Die wenigen Tage Auszeit an der Mosel haben ausgereicht, um den Kopf frei zu bekommen und uns eine Weile aus der Routine des Alltags aussteigen zu lassen.





Liebe Grüße von der Pfälzerin, die mit Sicherheit mal wieder mit dem Wohnwagen verreisen wird. 

Montag, 26. August 2024

Beim Wutzel im Kurpfalzpark



Zum Ende der Kindergarten-Ferien des Enkelsohnes haben wir einen Familien-Ausflug in den Kurpfalzpark Wachenheim gemacht.

Dieser Wild- und Freizeitpark liegt mitten im Pfälzerwald und somit waren auch die sommerlichen Temperaturen gut auszuhalten. Ich war gespannt darauf, wie sich der vor 25 Jahren etwas eingestaubte Park nun präsentieren wird. Vor 9 Jahren wurde er saniert und neu gestaltet.



Um es vorweg zu schreiben: Wir fanden den Tag im Kurpfalzpark wunderschön und alle (groß und klein) haben den Aufenthalt dort genossen.

Am Eingang begrüßt das Parkmaskottchen 'Wutzel' die Besucher. Es führt die großen und kleinen Besucher mit Bildtafeln und Erklärungen durch den Park.

Einst stand hier nur ein Forsthaus, dem im Jahr 1970 ein Hochwild-Schutzpark angegliedert wurde. Nach und nach wurde das Areal vergrößert und zum Freizeitpark umgestaltet. Wildtiere (Luchse, Wölfe, Hirsche, Wildschweine, Waschbären und Wildvögel) kann man in den tiergerechten, großzügigen Gehegen immer noch bewundern. Außer den Schwanen-Tretbooten auf dem kleinen Weiher, die es früher schon gab, sind noch weitere Fahrgeschäfte, eine Sommerrodelbahn und tolle Abenteuerspielplätze hinzu gekommen. Das Higlight für unseren fast 5-jährigen Enkelsohn war die riesige Kletteranlage 'Piratennest', auf der er nach Herzenslust auf mehreren Etagen klettern, balanchieren, rutschen und hüpfen konnte.

Ich habe diesen Park als Ausflugsziel deshalb gewählt, weil wir eine moderate Anfahrt (1 Stunde) haben, der Eintritt erschwinglich ist (19 € Erwachsene, 17 € Kinder unter 14 und Senioren über 60) und sich hier Kinder besonders wohlfühlen. Das Benutzen aller Fahrgeschäfte, die Teilnahme an der Wildvogel-Flugshow, das Tretbootfahren und das Fahren auf der Sommerrodelbahn sind im Eintrittspreis enthalten. 







Am Wolfsgehege.


Am Luchsgehege.



Ein echtes Wutzel war sehr zutraulich ...



... es mochte unser Tierfutter und ließ sich auch von mir streicheln.



Das Kettenkarussell ließen wir außer acht, denn ...



... wir wollten zur Flugshow der Wildvögel.



Danach ging es zu den Abenteuer-Spielplätzen für alle Altersgruppen ab
3 Jahren. Selbst Jugendliche hatten hier noch ihren Spaß.



Die große Piratenburg war das Highlight für Sohn und Enkelsohn.



Zwischendurch ein Imbiss am Kiosk.



Anstehen für die Fahrt im Schwanen-Tretboot.





Nach mehreren Stunden im Park hatte keiner von uns mehr Lust, an der Sommerrodel-Bahn in der Warteschlange zu stehen. Also schlenderten wir zum Ausgang. Das letzte Tierfutter (1 € pro Packung) wurde an die Ziegen verfüttert und noch einmal schauten wir den Hasen im Dorf der Tiere zu, wie sie ihr Futter mümmeln. 

Schön war's hier im Park; trotz der vielen Besucher erholsam und kein bisschen langweilig.

Urlaubsgrüße von der Pfälzerin  🎋