Donnerstag, 19. Februar 2026

Das Werk des Buchdruckers

 



Der Fichtenborkenkäfer (Ips typographus), auch Buchdrucker genannt, gilt als der gefährlichste Schädling in unserem Wald. 
An gefällten und geschälten Baumstämmen habe ich seine Larvengänge entdeckt, die an arabische Schriftzeichen erinnern.
Den ca. 5 cm mm kleinen, braunen Käfer selbst konnte ich nicht sehen. 

(Es hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fichtenborkenkäfer wird nur 5 mm groß und nicht 5 cm) 😉.







Seine gefräßigen Larven fressen sich durch die Schicht der Baumrinde (in der ein Nährstofftransport von der Krone in den Stamm und die Wurzeln der Bäume stattfindet) und unterbinden so mit ihrem Fraß den Saftfluss. Dies hat zur Folge, dass der Baum abstirbt.

Treten die Käfer massenhaft auf, können sie großen Schaden im Forst anrichten und das Holz wird wertlos. Deshalb bringen die Förster Behälter mit Lockstoffen an, um mit den sogenannten Käferfallen den Schwärmflug der Borkenkäfer zu überwachen. Bei erhöhtem Käferalarm werden dann schon mal ganze Waldstücke mit Fichten, Douglasien, Tannen, Lärchen und/oder Kiefern gerodet und anschließend wieder neu aufgeforstet. Nur so lassen  sich die Buchdrucker vertreiben.

Ein Zitat von Felix von Hornstein, Förster, 1903: "Willst Du den Wald vernichten, dann pflanze Fichten, Fichten nichts als Fichten."

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌲 🌲 🌲 

12 Kommentare:

  1. Solche Fraßspuren habe ich auch immer wieder an Holzstämmen im Wald entdeckt, ein kleiner Käfer mit verheerenden Folgen. Er hat sich wohl auf Fichten spezialisiert, es sind ja schnellwachsende Bäume deshalb bekamen sie auch den Beinamen "Brotbaum " weil man ihn schnell ernten und das Holz schnell verkaufen konnte. Ich hatte immer Probleme, Fichte und Tanne auseinander zu halten, bis mir folgendes einfiel, Tannenzapfen stehen, also tanzen, Fichten fallen, hängen nach unten, das half. Ich bin auf weitere Beobachtungen von deinem Waldspaziergang gespannt.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Bei uns im Wald kann man beides sehen: Fichten und Tannen. Bei Neu-Aufforstungen werden Laubbäume bevorzugt, denn es sollen Mischwälder entstehen. Noch findet man 'einseitige' Waldstücke, beispielsweise Kiefern-, Fichten- oder Laubwälder.
      LG Ingrid

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  2. Als handarbeitender Naturfreund bin gerade zufällig über deine Seite gestolpert: sehr interessante Beiträge und tolle Fotos.
    Der Fichtenborkenkäfer ist ja seit Jahren ein Problem. Hier werden auch immer wieder befallene und bedrohte Fichten gefällt und man kann die "Schrift" des ca. 5 mm langen Buchdruckers öfter bewundern.

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    1. Herzlich Willkommen bei meinem Blog. Die Natur liegt mir sehr am Herzen und daher sind die meisten meiner Beiträge darauf abgestimmt.
      LG Ingrid

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  3. Gut zu Wissen wenn ich das sehe was das ist! Schlimm was der Borkenkäfer so viele Bäume kaputt macht !
    Lieben Gruss Elke

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    1. In Mischwäldern (Laub- und Nadelbäume) ist der Schaden nicht ganz so groß, wie in Monokulturen mit Nadelbäumen.
      LG Ingrid

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  4. Ich hatte mal solche Hölzchen gesammelt und ein Mobile draus gemacht. 😆 Die Fraßgänge sehen schließlich sehr kunstvoll aus, auch wenn man diese Schäden natürlich nicht liebt.
    Was??? Der ist 5 cm groß?? Ist ja riesig! 😯 Gesehen habe ich in der Natur auch noch keinen. Aber viele, viele "Schriften" !
    Dir einen unbeschadeten Nachmittag noch! 😍
    Liebgruß
    Tiger
    🐯

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    1. Man kann viele tolle Dinge im Wald finden. Buchdrucker-Holz würde ich auch mitnehmen, wenn die Stämme nicht so groß wären. Ich habe mich verschrieben, er ist natürlich nur 5 mm groß, der Fichtenborkenkäfer.
      LG Ingrid

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  5. Diese Fraßspuren habe ich auch bei uns im Stadtwald schon öfter gesehen. Nicht schön, aber ein interessantes Motiv.
    Liebe Grüße – Elke

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  6. Liebe Ingrid,
    gesehen habe ich diese Rillen auch schon, wusste aber bis jetzt nicht, wer die verursacht. Nun bin ich wieder etwas schlauer.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  7. Den Herrn von Hornstein hat damals im Sauerland wohl keiner gehört. Denn dort wurde seit ich denken kann, hauptsächlich Fichte angepflanzt (für die Holzwirtschaft) und jetzt haben sie den Salat - denn in vielen Teilen der Region gibt es kaum noch Wald. Alles weg. Borkenkäfer und Sturm. Danach wieder der Borkenkäfer. Das so ein kleines Tierchen so viel Schaden anrichten kann ist wirklich erstaunlich.

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    1. Das hat man auch bei uns so gemacht. Noch heute findet man Fichtenwälder, die aber nach und nach verschwinden.
      LG Ingrid

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