... und nun ist nur noch eine Ruine geblieben.
Kürzlich habe ich in einem Beitrag unser Dorf und den Schlossberg beschrieben, auf dem einst eine mittelalterliche Burg stand. Jetzt ist nur noch eine Ruine vorhanden.
Gerne nehme ich Euch am frühen Abend mit zu einem Spaziergang über das Burggelände.
- Die Burg wurde um 1200 erbaut.
- Das Dorf und die Burg wurden im Dreißigjährigen Krieg (1634) besetzt und ausgeplündert. Dabei wurde die Burg niedergebrannt.
- Danach wurde sie notdürftig wieder aufgebaut, aber im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Jahr 1689 endgültig zerstört. Damals wurde die Burg 'geschleift', also systematisch zerstört und unbrauchbar gemacht.
- Mauerreste zerfielen und noch verwendbare Steine wurden abtransportiert. Mit den Sandsteinen der Burg wurde die Dorfkirche im Jahr 1746 errichtet und auch so manches alte Haus ist mit Burg-Steinen erbaut.
- 1953 begann ein Verein mit Ausgrabungen und richtete in einem noch vorhandenen Burggewölbe eine Burgschänke ein. Da war ich noch nicht geboren, aber als Kind sind wir mit den Eltern und Vereinsmitgliedern oft nach einer Wanderung in der Burgschenke eingekehrt. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude aufgestockt und im Obergeschoß ein gemütliches Kaminzimmer errichtet. Dort habe ich etliche Weihnachtsfeiern und Jahrestreffen des Vereins miterlebt.
- Im Jahr 2001 ließ die Gemeinde nach archäologischen Ausgrabungen ein modernes Burgeninformationszentrum errichten. Besucher konnten auf drei Plattformen Interessantes zur Geschichte der Burg und anderen Burgen im Biospärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen erfahren.
Heute sind die Burgschänke und das Informationszentrum geschlossen. Die Burg ist erneut in einen Dornröschenschlaf gefallen.
Was blieb, ist die schöne Aussicht über den Pfälzer Wasgau und auf unseren Ort, der im Wald eingebettet ist.
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| Auf dem Weg zur Burg sehen wir als erstes die sogenannte Bastei. |
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| Zwischen den Mauern ist Farn gewachsen. |
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| Ein Pflastersteinweg führt Besucher zum Burggelände. |
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| Mauerreste und ein Torbogen. |
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| Die Burgschänke ist geschlossen. |
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Von der Burgmauer aus blicken wir auf die Umgebung. Wie Ihr seht, sieht man nur Wald, Wald und nochmals Wald. Unser Pfälzerwald ist eine große, zusammenhängende Waldlandschaft. |
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| Vor 30 Jahren wurden bei Ausgrabungen die Fundamente einer Kapelle aus dem Jahr 1502 entdeckt und freigelegt. |
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| Das Burgeninformationszentrum ist leider auch geschlossen. |
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| Hier oben finden im Sommer Open-Air-Konzerte statt. |
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| Treppen führen hoch zur Oberburg. |
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Eine mittelalterliche Brunnenanlage. Den Brunnenstollen kann man vom Oberdorf aus besichtigen, wenn man keine Platzangst kennt und sich in den engen Brunnengang traut. |
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| Unser Dorf im Abendlicht, von allen Seiten in Wald eingebettet. |
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| Blick von der Oberburg über die Fundamente der Kapelle auf die Umgebung. |
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| Noch ein Blick in Richtung Dorf, ... |
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| ... dann gehen wir die steile Zufahrt wieder hinunter. |
Auch wenn die Burgschänke und das Informationszentrom geschlossen sind, so lohnt sich der Weg zur Burg. Ein Verein hat Tische und Bänke errichtet, so dass man dort droben auf der Oberburg ein Picknick mit herrlicher Aussicht veranstalten kann.
Ich wünsche Euch schöne Pfingstfeiertage.
Liebe Grüße von der Pfälzerin 🌄
Wunderschöne Fotos und beeindruckend von der Ruine und Ausblick , danke für die Erklärung davon.Schade dass die Schänke nicht auf war, aber Picknick da oben machen wäre doch was schönes!
AntwortenLöschenIch wünsche dir und Familie ein schönes Pfingstfest und Wochenende!
Lieben Gruss Elke
Solche alten Gemäuer üben eine große Anziehungskraft aus, liebe Ingrid. Ich sehe sie mir auch gerne an. Was die Mauern wohl alles erzählen würden, wenn sie könnten? Der weite Blick ist wunderbar und lohnt allein schon die Mühe des Aufstiegs.
AntwortenLöschenLiebe Grüße und frohe Pfingsten
Susanna