Montag, 11. Mai 2026

Noch mehr Maigrün

 


Am Samstag machten wir bei einer Fahrt am frühen Abend eine Pause und hielten dafür an einem Weiher an. Die Luft war mild und die Abendsonne schien zwischen den inzwischen dicht belaubten Bäumen auf den Waldboden.



Der Weiher liegt im Sauerbachtal, gleich neben der Landstraße, zwischen Fischbach und Eppenbrunn im Pfälzerwald. Auf der Straße rauschten Autos und Motorräder vorbei. Die Kehren verlocken zum sportlichen Fahren. Wir standen eine Weile still da und schauten auf das Wasser, das mit Pflanzen bedeckt ist.

Dann entdeckte ich einen Weg in ein Waldstück hinter dem Weiher und es zog mich förmlich in den vom Streulicht beschienenen Wald voller Farne. Hier war von den Fahrzeugen kaum noch etwas zu hören, aber die Vögel zwitscherten und Schmetterlinge torkelten herum.

Ich folgte dem Pfad ...




Man meint, jeden Augenblick würde ein Saurier durch den Wald preschen.
Die Bäume und der Farn sorgen für eine Urzeit-Stimmung.

... und bestaunte die saftig grünen Farne. Den Gewöhnlichen Wurmfarn kenne ich; seine Blätter haben zunächst eine Schneckenform, ehe sie sich zu einem Wedel entrollen.


Gewöhnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas).

Ich sah aber auch Farne, die mit seltsamem Geschnörkel ihre Wedel entfalteten, das irgendwie chaotisch wirkte. Das ist Kamm-Wurmfarn (Dryopteris cristata). Die fertig ausgebildeten Wedel sind dem Gewöhnlichen Wurmfarn ähnlich und ich könnte die beiden Arten kaum voneinander unterscheiden, wenn da nicht die seltsame Form im Knospenstadium wäre.




Kamm-Wurmfarn (Dryopteris cristata).

Der Weg führt zu einem Jäger-Hochsitz und dahinter befindet sich eine Waldwiese. Schön friedlich war es hier und rund um uns herum alles grün. 




Über mir scheint die Abendsonne in den Baumwipfel einer mächtigen Birke
und lässt die Blätter hellgrün aufleuchten.

So schwer es mir auch fiel, wir mussten wieder zurück laufen. Noch einmal durchquerten wir den urzeitlich anmutenden Wald mit den Farnen und gelangten wieder zum Weiher.


Rispen-Segge (Carex paniculata) bildet grüne Inseln am Rand des Weiher.

Auf dem Boden lag etwas Seltsames, das wie eine aufgeplatzte Wurst ausschaute. Was ist denn das? Vorsichtig untersuchte ich das weiche Gebilde und ein Blick in Richtung Wasser zeigte mir die Lösung.


Fruchtstand des Breitblättrigen Rohrkolbens (Typa latifolia).
Die hellbraunen Nussfrüchte mit den weißen Haaren schauen aus wie Watte.
Wahrscheinlich hat der Sturmwind diesen Samenballen vom Stängel geweht.


Der mit Wasserpflanzen bedeckte Weiher und im Vordergrund ein Breitblättriger Rohrkolben mit Fruchtstand.

Es wird Zeit für die Heimfahrt. Wir müssen noch ein Stück weit durch den Wald fahren. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft öfter mal anzuhalten und einige Schritte durch die Natur zu laufen, die gleich neben der Straße einzigartig schön und idyllisch ist.

Kommt alle gut in die neue Woche.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🌳🌱🌿

8 Kommentare:

  1. Liebe Ingrid , stimmt da meint man gleich kommt so ein Dinosaurier raus , tolles Abenteuer und wundervolles hast du gesehen diese Farne und der SamenKolben oder der Hochstand und all die grünen Bäume die verschiedenen Farben haben ... es ist wie in einer Welt der Ruhe zusein... danke für diese spannenden Eindrücke!
    Hab eine schöne Woche auch wenns kälter Moment ist!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Das war eine sehr ansprechende "grüne" Tour, indem ihr ganz alleine unterwegs sein konntet, wo gibt es das noch. Wenn das Farnkraut anfängt zu wachsen, das finde ich so interessant, ich kann es hier gut beobachten. Hier im Garten, im Schatten der Zeder, stehen zwei Farne, die sind schon weiter als deine gezeigten.
    Liebe Grüße
    Edith

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  3. Liebe Ingrid,
    das Maigrün ist wirklich einzigartig, egal ob im Wald oder im eigenen Garten. Und nach dem vielen Regen, den wir nun seit gestern Abend haben, dürfte die Natur noch weiter "explodieren". Ich bin gern mit dir auf Sauriersuche unterwegs gewesen 🦖.
    Herzliche Grüße – Elke 🌿

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  4. Wenn wir in Städten leben und nur in Stadtparks spazieren gehen, vergessen wir mit der Zeit, wie wundervoll die Natur um uns herum ist. Ich betrachte diese interessanten Farne, und auch Binsen sind wunderschöne Pflanzen. Herzliche Grüße aus meinem Garten, Jasna

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  5. Liebe Ingrid, was für herrliche Fotos . Am Weiher sieht es so idyllisch aus und die Stimmung hast Du so schön eingefangen. Fast wie ein Gemälde wirkt dieses Bild.

    Herzliche Grüße
    Kerstin und Helga

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  6. Liebe Ingrid,
    deine Maienbilder sind wunderschön. Jetzt macht es wirklich Spaß, in der Natur unterwegs zu sein.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  7. Bei diesem wunderbaren Maigrün kann man herrlich Kraft schöpfen, es ist Balsam für die Seele. Deine Fotos sind herrlich, liebe Ingrid.

    Herzliche Grüße
    von Anke

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  8. Herrlich, ganz herrlich, liebe Ingrid! 🥰😍👍🏻
    Liebgruß
    Tiger
    🐯

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