Donnerstag, 4. Juni 2026

Die Tricks der Blumen

Ich liebe es, im Garten zu beobachten.

Bartiris sind zwar keine heimischen Pflanzen, bereiten mir als Gärtnerin aber große Freude. Jede Blüte hat eine bunte Landebahn mit farblich abgesetzten Härchen, die Insekten den Weg ins Innere der Blüte zeigen.


Mittelhohe Bartiris.


Hohe Bartiris.


Bei so vielen Landebahnen haben Insekten die Qual der Wahl.

Pfingstrosenknospen sondern ein zuckerhaltiges Sekret ab, das Ameisen anlockt. Erst wenn diese die mit Zuckersaft verklebten Knospen abgeleckt haben, kann sich die Blüte öffnen.

Wer Pfingstrosen als Knospe kauft, der muss diesen Vorgang mit warmem Wasser durchführen. Ansonsten wird sich die Knospe nicht zur Blüte öffnen.




Milchweiße Pfingstrose (Paeonia lactiflora).



Roter Fingerhut (Digitalis purpurea), eine der giftigsten heimischen Pflanzen, kam ohne Einladung in unseren Garten. Einige Blattrosetten habe ich im vergangenen Jahr stehen lassen und daraus entwickeln sich nun die Blütenstände.

Die fingerhutartigen Röhren richten sich stets zur Sonne aus. Im Inneren tragen sie bürstenartige Härchen, die kleineren Insekten den Weg zum Nektar verwehren. Nur kräftige Insekten wie Hummeln oder einige Wildbienen-Arten schaffen es, ins Blüteninnere zu gelangen. Sie werden beim Eintritt mit Blütenpollen bepudert.






Wie eine Parabolantenne öffnet der Wald-Scheinmohn (Meconopsis cambrica) seine Blüten, um Insekten für die Bestäubung anzulocken.

Diese kleine, robuste Pflanze kam irgendwie in unseren Garten. Bewusst ausgesät habe ich sie nicht. Vielleicht war sie in einer Blumenwiesen-Samenmischung enthalten, die ich vor einigen Jahren ausgestreut habe oder in einer Wildvogelfuttermischung. Jedenfalls erscheinen nun überall die kleinen, gelben Blüten.


Wald-Scheinmohn, auch Kambrischer Scheinmohn genannt.


Nach dem Bestäuben werden die Blütenblätter abgeworfen und in der 
grünen Kapsel entwickeln sich Samen.


Habt alle einen schönen Feiertag. 

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin   🐛  🐜  🌼

5 Kommentare:

  1. Liebe Ingrid, *wow* ist das eine wundervolle Blume die Bartiris, Die Farben und Musterung! Auch die anderen Blumen sind so schön auch diese Blätter abwerfen um zu bestäuben und den Samenkapsel,interessant das so mal zu sehen. Der rote Fingerhut wächst auch bei mir, direkt am Fahrradständer.
    Ich wünsche dir ein schönes Feiertag , bei mir gibt es nicht in Niedersachsen aber dafür Urlauber um so mehr.
    Lieben Gruss Elke

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  2. Ach wie schön war deine Wanderung wieder einmal durch deinen Garten. Man wundert sich schon manchmal, wie plötzlich eine Pflanze auftaucht, die man nie bewußt gesät oder gepflanzt hat, bei uns war es einmal eine Pyramiden Orchidee, die nächste Stelle wo es die Orchidee gibt, liegt ca 1 bis 1,5 km entfernt. Dieser Feiertag wird hier bei uns dafür genutzt, die kommenden Weintage aufzubauen, aber nur in den Höfen, denn im Aussenbereich darf nicht gewerkelt werden, da ist die Polizei genau, obwohl Ihringen rein evangelisch ist.
    Liebe Grüße
    Edith

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  3. Liebe Ingrid,
    schöne Bilder hast du aus dem Garten mitgebracht. Bartiris mag ich auch sehr, aber auch den Fingerhut - beides hatte ich auch im Garten. Beim Fingerhut fand ich es immer so lustig, wenn die Hummeln da reingeflogen sind. Dann brummte das so herrlich.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  4. Wunderschöne Blumen und deren Eigenheiten stellst Du vor, liebe Iris. Die Farben der Bartiris sind ja gigantisch und die verklebten Pfingstrosenknospen habe ich dieses Jahr ganz bewusst wahr genommen. Toll, dass Du diese Blütenpracht in Deinem Garten bewundern kann.

    Herzliche Freitagsgrüße
    von Anke

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  5. So viele bunte Farben und die Nahaufnahmen sind einfach klasse. So viele Details kann man erkennen, die einem im vorbeigehen sonst gar nicht auffallen.

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