Montag, 11. August 2025

Ein schönes Wochenende ...

 ... liegt hinter mir. 

Am Samstag war es heiß mit über 30 Grad, aber im Garten ließ es sich gut aushalten. Abends saßen wir am Feuer und beobachteten die Blüten der Nachtkerzen beim Aufgehen. Sobald die Sonne untergeht ploppen sie auf. 



Es war eine sehr warme Nacht und der Vollmond stand groß und rund am Himmel. Wir lauschten der Musik, die aus dem Tal zu hören war. Es war Feuerwehrfest im Ort, aber ich hatte keine Lust hinzugehen. Mir ist es dort zu laut und zu viele Menschen sind beisammen.

Lieber sitze ich im Garten gemütlich am Feuerkorb und schaue den Flammen zu.



Den Sonntag verbrachten wir bis zum frühen Nachmittag auch daheim im Garten; mit Grillen und Relaxen in der Sonne. 

Immer wieder richtete ich meine Blicke zum Schmetterlingsflieder, an dem sich viele Besucher einfanden.


Kaisermantel.



C-Falter.



Blauschwarze Holzbiene.



Zitronenfalter.



Schwalbenschwanz.






Ein Schwalbenschwanz kam an die Himbeersträucher, gleich neben unserem Sitzplatz, geflogen und hat sich eine Weile auf einem Blatt niedergelassen.






Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Erlenbach im Dahner Felsenland. Unser Ziel war der Seehofweiher, aber nicht zum Schwimmen, sondern zum Wandern.

Wir gingen auf einem Rundweg am See vorbei, dann ein Stück weit durch den Wald und am Berghang wieder zurück. Wie so oft habe ich auch diesmal wieder kleine Naturschätze gefunden.






Hochbetrieb am Badesee.






Kaisermantel auf Wasserdost.



Der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, ist der Schmetterling des Jahres 2025.




Hinter dem Seehofweiher befinden sich noch weitere, kleinere Weiher.



Alle Weiher werden vom Wasser des Portzbaches gespeist.



Ein gefällter Baumstamm mit Pilzen.



Die Pilze schwitzen; den Vorgang bezeichnet man als Guttation.
Die Guttationstropfen sind ein Zeichen dafür, dass der Pilz aktiv ist.



An einer Brennnessel wuseln die Raupen des Tagpfauenauges herum.



Für die Schulkinder in unserem Bundesland hat die letzte Ferienwoche begonnen und unser Enkelsohn wird auch bald aus dem Urlaub zurück sein. Ohne ihn ist es sehr ruhig bei uns.

Kommt alle gut in die neue Woche und genießt weiterhin den Sommer.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄

Donnerstag, 7. August 2025

Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt 'ne kleine Echse.

Vielen Dank für Eure Genesungswünsche!   😊

Ich habe nur eine leichte Erkältung und so etwas haut mich nicht um. Inzwischen hat sich das Wetter gebessert; der Regen hörte auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Allerdings hatten wir heute morgen kühle 10 Grad und das im Hochsommer!

Bei uns im Garten haben sich kleine, wuselige Mitbewohner eingefunden; Mauereidechsen fühlen sich hier sichtlich wohl und huschen bei warmem Wetter über die Steinplatten und das trockene Altholz.



Wir lagern auf den lose verlegten Steinplatten im hinteren Gartenteil kein Holz zum Trocknen, denn wir haben ofenfertiges Brennholz gekauft und gleich im Schuppen verstaut.

Herrn Pfälzer bat ich, die Steinplatten und die Wildpflanzen in den Ritzen sich selbst zu überlassen, um beobachten zu können, wie sich die kleine Fläche von etwa 4 qm entwickelt. Er darf hier weder kehren, noch die Ritzen vom Bewuchs säubern.


Das Refugium der Mauereidechsen in unserem Garten.





Gleich daneben steht eine Regenwassertonne, unter der sich Versteckmöglichkeiten im feuchten Schatten gefinden. Früher saß hier gelegentlich eine Kröte, aber schon lange habe ich keine mehr gesehen. In den Ritzen zwischen den Steinplatten wachsen verschiedene Wildpflanzen und ein halb vermoderter Holzblock ist von der Sonne ausgeblichen. Daneben liegt ein Stapel Totholz, das für den Ofen ungeeignet ist; das ist das Refugium der Eidechsen. 

Immer wieder entdecke ich die Eidechsen; auch an anderen Stellen im Garten, wo es warm und trocken ist.



Wissenswertes:

Die Mauereidechse (Podarcis muralis) wurde im Jahr 2011 zum 'Reptil des Jahres' gewählt und ist EU-weit streng geschützt. Zwar ist sie laut NABU nicht vom Aussterben bedroht, aber ihre Lebensräume sind gefährdet. 

Diese Eidechsenart hat ein Revier von ungefähr 25 Quadratmetern. Sie braucht ein gutes Nahrungsangebot (Schnecken, Insekten, Spinnen), einen Platz zum Sonnen, Versteckmöglichkeiten, sowie einen Platz für die Eiablage. Zum perfekten Eidechsen-Biotop gehört eine Fläche mit Spalten und Löchern, Brombeer- oder Efeuranken, Reisighaufen und Wildpflanzenbewuchs am Rand der Fläche. In den Spalten zwischen den Steinen können sie sich vor ihren Feinden verstecken, beispielsweise den Greifvögeln oder Krähen. 

Das alles können wir den Eidechsen anbieten und freuen uns über die kleinen, wuseligen Mitbewohner im Garten.

Naturgrüße von der Pfälzerin   🏡

Dienstag, 5. August 2025

Gestatten, mein Name ist Pyrausta ...

 ... aber ich verrate nicht, ob ich ein Goldzünsler (Pyrausta aurata) oder ein Purpurzünsler (Pyrausta purpuralis) bin. Vielleicht sind wir auch gar nicht verschieden?



Fast hätte ich diesen kleinen Flattermann mit einer Flügelspannweite zwischen 18 und 20 mm im Garten übersehen. Alleine seine leuchtende Farbe machte mich auf ihn aufmerksam.

Lange habe ich mir verschiedene Abbildungen dieses Zünslers angeschaut, aber nirgendwo konnte ich nachlesen, wie genau sich Gold- und Purpurzünsler unterscheiden.


Farbenfroher Zünsler am Gelbblühenden Krätzkraut.


Naturgrüße von der Pfälzerin  🦋

Donnerstag, 31. Juli 2025

Ein seltener Besuch im Garten ...

 ... und ich war ohne Kamera draußen. Ein Schwalbenschwanz (Papilio machaon) saß an einer Blüte des Sommerflieders und präsentierte mir seine weit geöffneten Flügel mit den gezackten Hinterleibsspitzen.

Schnell zurück ins Haus und die Kamera geholt und hoffen, dass der wunderschöne Schmetterling noch an den Blüten sitzt, wenn ich zurückkomme!

Glück gehabt, er saß noch da, allerdings auf der mir abgewandten Seite der Blüte. 

Klick, klick. Genau zwei Chancen für ein Foto hatte ich, ehe er sich erhob und auf Nimmerwiedersehen über den Gartenzaun weg flatterte.



Grüße aus dem Garten der Pfälzerin    🦋   🦋   🦋

Mittwoch, 30. Juli 2025

Es ist nicht Paris, London, München oder Berlin, sondern ...

 ... tiefste Provinz, nämlich das pfälzische Zweibrücken. Wir besuchten mal wieder das Fashion Outlet nahe dem Flughafen der Stadt Zweibrücken. Über die Autobahn sind es für uns von Pirmasens aus gerade mal 20 Minuten Fahrzeit. 

Zum ersten Mal ist mir aufgefallen, dass die Straßen im Outlet Namen mit einem Bezug zur Stadt haben: Rosenallee, Klosterallee, Fasanenallee, Allee der Rosse und Schlossallee. Zweibrücken gilt als Stadt der Rosen (bekannter Rosengarten und Wildrosengarten an der Fasanerie) und der Rosse (Landgestüt). Die Fasanerie, ein exklusives Hotel an der Freizeitanlage 'Tschifflik' (ehemaliges Lustschloss) ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt und nicht zu vergessen, das Herzogliche Schloss (Schloss im Rokoko-Stil) in der Innenstadt. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich ein ehemaliges Kloster (Kloster Hornbach).

Von diesen Sehenswürdigkeiten bekommt man hier im Center außerhalb der Stadt natürlich nichts mit. Hier ist alles auf Konsum ausgelegt. Allerdings in einer hübschen Umgebung, denn seit der Eröffnung im Jahr 2001 hat sich vieles verändert. Die Center-Anlage ist grün und voller Sträucher, Bäume und Blumen. Ruhebänke und andere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und die Gastronomie hat sich inzwischen vervielfacht. Am Anfang waren hier nur ein Café und ein Bistro. Jetzt, 24 Jahre später kann man zwischen den Einkäufen nach Herzenslust schlemmen. Erfahrungen mit der Qualität, dem Geschmack des Essens oder den Preisen habe ich nicht, denn wir haben noch nie eines der Lokale im Center besucht. 

Es ist eine ständige Veränderung; neue Shops werden eröffnet, andere geschlossen, manche ziehen um und seit dem Bestehen wurde das Areal immer wieder erweitert. Ich komme also nie zweimal in das gleiche Outlet.

Diese Impressionen zur Sommerzeit habe ich für Euch mitgebracht. 










Welcher Mann wünscht sich nicht einen rosa oder mitgrünen Anzug? 😉

















Das war's dann auch für mich mit Konsum für diesen Sommer. Geschaut habe ich viel, gekauft allerdings wenig. Das eine oder andere Schnäppchen habe ich mitgenommen, denn zur Zeit gibt es in den Shops Rabatte; Summer Sale sei Dank.

Das nächste Mal gehen wir wieder raus in die Natur.

Sommergrüße von der Pfälzerin   🌞 

Dienstag, 29. Juli 2025

Eine Wohnung für Familie Wanze ...

 ... bietet ein Körbchen der Wilden Möhre. Typisch für diese Pflanze ist die Körbchenform der Blüte, die sich im Verblühen bildet.







Streifenwanzen.

Naturgrüße von der Pfälzerin 

Montag, 28. Juli 2025

Dunkle Wolken über der Kalmit und die Suche nach einer verlassenen Ruine im Pfälzerwald

Wir waren am gestrigen Sonntag auf der Kalmit, dem höchsten Berg des Pfälzerwaldes. 


Ein Regenschauer zieht über die Kalmit, dem höchsten Berg der Region.

Sportliche fahren von Maikammer aus mit dem Rad oder wandern von einem Wanderparkplatz hoch zur Kalmit. Wir jedoch sind gemütlich mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb des Gipfels gefahren und mussten nur noch wenige hundert Meter bis zum bewirtschafteten Kalmithaus laufen. 

Geplant war von hier aus eine Rundwanderung durch das Felsenmeer, wenn das Wetter hält. Es wäre eine Strecke von ungefähr 4 Kilometern Länge.


Vom Parkplatz aus ist es nicht mehr weit bis zur Kalmithütte. 


Blick von der Aussichtsterrasse in Richtung Rheinebene.


Im gemauerten Turm befindet sich eine Wetter-Station,
betrieben durch Klima Palatina mit einer Webcam.








Die Sendeanlage auf der Kalmit für SWR1, SWR3, SWR4 und RPR1.


Gerade, als ich vor der Sendeanlage stand, begann es zu regnen. Okay, damit haben wir gerechnet und Regenjacke und Schirm mitgenommen. Dass es aber wie aus Eimern schüttet, das habe ich nicht erwartet. Deshalb suchten wir uns in der Hütte einen Platz und warteten ab, bis der Regen nachlässt.

Das dauerte eine Weile und weil das nächste Regengebiet folgte und es in der Ferne donnerte, habe ich schweren Herzens auf eine geplante Wanderung durchs Felsenmeer verzichtet. Stattdessen liefen wir zurück zum Parkplatz. Es wäre zu gefährlich, auf den nassen, rutschigen Steinen zu gehen.

Statt dessen fuhren wir den Berg wieder runter und auf der Passstraße des benachbarten Totenkopfes (Bergzug, 513 Höhenmeter) weiter.



Unser nächstes Ziel war die Totenkopfhütte auf dem höchsten Punkt des Gebirgszuges. Als wir dort ankamen, regnete es ebenfalls heftig, so dass wir weiter in Richtung des Elmsteiner Tales fuhren. An Wandern dachte ich schon nicht mehr.

Übrigens: Der Totenkopf (Bergsattel) heißt deshalb so, weil man früher in einem Hügelgrab am Rande einer Römerstraße einen Schädel gefunden hat.


Die Totenkopfhütte an der Passstraße, betrieben von einem Pfälzerwaldverein.


Willkommen im Pfälzer Nebelwald.


In Elmstein war es trocken und der Himmel zeigte Aufheiterungen. Mir fiel ein, dass wir hier vor einigen Jahren einmal die verlassene Ruine eines ehemaligen Kinderheimes besucht haben und beschlossen, noch einmal danach zu suchen. Sie muss direkt am Wanderweg 'Pfälzer Hüttensteig' zu finden sein.

In Elmstein-Schafhof parkten wir das Auto. Außer dem Wanderweg ist nichts ausgeschildert; es gibt keinerlei Hinweise zu dem Lost Place.

Ein maroder Pflasterweg in den Wald könnte die Zufahrt zum Heim gewesen sein und wir folgten ihm. Das war richtig, denn kurz darauf standen wir vor den Überresten eines Gebäudes. 

Wir haben die Ruine des ehemaligen Kindererholungsheimes Elmstein-Schafhof wieder gefunden!




Linden-Rondell mit steinernen Bänken und Blumengefäßen.


Nur noch einige Grundmauern sind vom Heim geblieben.


So sah das Kinderheim kurz nach der Eröffnung aus.


Daten zum Kinderheim, das kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 Richtfest feierte:

  • Erbaut 1914 von einem Verein. Damals wurden hier bis zu 136 Mädchen aufgenommen. Für Jungen gab es in Speyerbrunn ein weiteres Heim.
  • Während des 2. Weltkrieges wurden auch Säuglinge und Kleinkinder in Schafhof aufgenommen.
  • Nach Ende des Krieges, im Mai 1945, ging das Heim an die französische Militärregierung über.
  • Im August 1952 wurde das Heim dem neugegründeten Verein "Pfälzer Ferienheime e.V." übertragen, gedacht für Erholungsaufenthalte von Kindern zwischen 5 und 14 Jahren. 
  • Wegen finanzieller Schwierigkeiten und aufgrund rückläufiger Besucherzahlen wurde das Heim im September 1972 geschlossen.
(Quelle: Die Geschichte in Elmstein)


In der Nacht hat es bei uns stundenlang heftig geschüttet und ich hoffe sehr, dass es keine Überschwemmungen gibt. Nun kommt all das Nass, auf das wir monatelang gewartet haben, auf einmal vom Himmel. Dieser Sommer ist ein Sommer der Extreme.

Habt alle eine gute Woche, auch wenn der Sommer gerade eine Pause einlegt.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄