Samstag, 19. Juli 2025

Ein Schornsteinfeger fliegt durch den Garten

Der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) wird auch Schornsteinfeger genannt. Er ist einfarbig braun mit kleinen Augenflecken. Dieser kleine Edelfalter lebt nicht nur in Wäldern, sondern besucht auch Siedlungsgebiete.


Brauner Waldvogel, auch Schornsteinfeger genannt.

Gerade als ich am Flachblatt-Mannstreu Insekten fotografierte, flog ein Schornsteinfeger herbei und setzte sich auf die benachbarten Himbeerblätter. Dort öffnete er seine Flügel in der Morgensonne und saß längere Zeit ganz still. 

Ich konnte mit der Kamera ganz nah an ihn heranzoomen. 



Meine Schmetterlings-Bilder-Sammlung wurde nun durch ein weiteres Exemplar ergänzt. Freu ...

Naturgrüße von der Pfälzerin

Donnerstag, 17. Juli 2025

Es ist kein Alien, sondern eine Sandwespe

Durch die Kamera schaue ich auf die Blüten des Mannstreu und ein fremd anmutiges Wesen mit großen Augen und langen Fühlern schaut zurück.



Es ist spindeldürr und hat einen langgestreckten Hinterleib. Das Popöchen ist orangerot und am Ende glänzend schwarz.

Meine Recherchen haben ergeben, dass es sich um seine Sandwespe (Ammophila sabulosa) handelt. Sie zählt zur Familie der Grabwespen (Sphecidae) und kommt recht häufig vor.

In der Nähe scheint es sandigen Boden zu geben, denn nur dort gräbt das Weibchen sein Nest. Die schlüpfenden Larven ernähren sich von betäubten Eulenraupen, während die erwachsenen Tiere Nektar als Nahrung bevorzugen.















Ich habe mir angewöhnt, beim Gang durch den Garten stets die Kamera mitzunehmen. Der Weg zum Kompostkorb dauert schon mal ziemlich lange, wenn ich zwischendurch am Mannstreu stehen bleibe und mir die Insekten näher anschaue.

Liebe Grüße aus dem Garten der Pfälzerin

Freitag, 4. Juli 2025

Ein Sommerabend in der Natur

Nach einem heißen Tag machen wir abends gerne noch einen Spaziergang. Wenn die Sonne tief am Himmel steht, dann lässt es sich am kühleren Waldrand gut aushalten.

Kürzlich hat uns unser 5jähriger Enkelsohn begleitet, der gerne mit Oma und Opa in der Natur ist. Man darf Kinder nicht unterschätzen; sie nehmen viel mehr wahr, als wir denken.

Unsere Tour starten wir am Holzlagerplatz eines Forsthauses.










Während der Opa an einem besonders dicken Baumstamm die Jahresringe zählt, balanciert unser Enkel auf den Stämmen. Bei hundert hört Opa auf zu zählen und wir gehen weiter.

Hier am Holzlagerplatz wächst der puschelige Hasen-Klee, dessen Blüten ich gerne streichle, weil sie ganz weich und zart sind.








Auf der Waldwiese und am Wegesrand blüht Wiesen-Lieschgras.




Wir biegen vom Weg ab auf auf einen geheimnisvoll wirkenden Pfad unter Bäumen, der zu einer großen Wiese führt.

Jonas kämpft jetzt gegen imaginäre Feinde (er liebt Superhelden im Fernsehen). Auf der Wiese hat er ausreichend Platz dafür. Seine Waffe ist ein Stock, den Opa für ihn ausgesucht und vom Laub und Seitenästen befreit hat.






Hinter der Wiese steht eine Hütte, denn wir befinden uns auf einem Jugendzeltplatz, der an diesem Tag nicht belegt war.








Am Waschplatz konnten wir uns mit Wasser erfrischen und haben darauf geachtet, dass der Hahn wieder gut zugedreht ist, als wir fertig waren.

Die Sonne war hinter den Bäumen verschwunden, als wir wieder den Holzlagerplatz erreichten. Es war Zeit für die Heimfahrt.




Kommt alle gut ins Wochenende. Die große Hitze ist endlich vorbei und in unserem Bundesland beginnen jetzt die Schulferien.

Naturgrüße von der Pfälzerin  🌄

Donnerstag, 26. Juni 2025

Begegnung mit einem C-Falter

 



Wir waren am Abend hoch zum Friedhof gegangen, um nach dem Grab meiner Eltern zu schauen. Am Geländer im Eingangsbereich saß ein Schmetterling und flog nicht sofort weg, so dass ich einige Aufnahmen machen konnte.




Es handelt sich um einen C-Falter (Polygona c-album) Auf dem unteren Foto kann man deutlich das kleine weiße 'C' erkennen, das dem Falter den Namen gibt. 

Er gehört zur Familie der Edelfalter und erreicht eine Flügelspannweite zwischen 40 und 50 mm. Ich finde ihn hübsch mit seinen gezackten Flügelrändern und der leuchtend orangebraunen Farbe. Bei uns in Rheinland-Pfalz ist er häufig zu sehen, aber normalerweise bleibt er nicht still sitzen. Wahrscheinlich genoss der Falter die Abendsonne auf dem glatten Metall des Geländers und hat uns einfach nicht bemerkt.

Am Grab kam dann der Schreck: Schon wieder haben Wildschweine unser Grab verwüstet. Es ist komplett durchwühlt und die Pflanzen teilweise ausgebuddelt. Bereits im vergangenen Jahr haben die ungebetenen Besucher die (teure) Arbeit einer Gärtnerei auf unserem Grab zunichte gemacht. Danach pflanzten wir nur noch einfache Grünpflanzen und warteten ab, was passiert. Die Gemeinde hat uns sogar angeschrieben, weil das Gras 'ungepflegt' sei. Würden sie lieber dafür sorgen, dass keine Wildtiere mehr auf den Friedhof gelangen!

Naturgrüße von der Pfälzerin     🐗  🐗  🐗

Dienstag, 24. Juni 2025

Zeit, die man in der Natur verbringt, ist niemals vergeudete Zeit.

(Autor unbekannt).


Grünader-Weißlinge.


Beim Wandern entdeckte ich den Grünader-Weißling (Pieris napi) im Doppelpack auf einem Blatt.

Dieser tagaktive Schmetterling lebt an Waldrändern, auf Wiesen mit Schattenbereichen und in Tälern mit Baumhecken. Normalerweise bleiben die Schmetterlinge nicht still sitzen, aber Liebe macht bekanntlich blind und so konnte ich das Pärchen eine Weile beobachten, ehe ich weiterging. Wie man sieht, habe ich die beiden beim Fotografieren nicht gestört.

Naturgrüße von der Pfälzerin    🦋 🐛

Montag, 23. Juni 2025

Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut einer Blume, ...

 ... dem Betrübten jede Blume ein Unkraut (Finnisches Sprichwort).


Suchbild: Wer entdeckt die Biene?


Der Borretsch sucht sich ungefragt seinen Raum zum Wachsen und daneben blüht ein verirrtes Radieschen (mit den kleinen, weißen Blüten). Diese Fläche habe ich beim Rasen mähen ausgespart.

Ich liebe solche 'Naturecken' im Garten und auch Insekten fühlen sich hier wohl. In meinem Insektenhotel am Holzschuppen sind fast alle Röhren belegt, auch die neuen, die ich im Frühling angebracht habe. Weitere Röhren und Lehmpulver sind bestellt.

Mittlerweile hat die Radieschenpflanze eine Schote gebildet. Sie befindet sich noch an der Pflanze, denn ich will sehen, wie viele Samenkörner sich entwickeln.




Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche. Nach dem heißen Wochenende wäre ein wenig Abkühlung nicht schlecht.

Grüße aus dem Garten der Pfälzerin  🏡

Donnerstag, 19. Juni 2025

Die Basteibrücke bei Rathen, der königliche Schlosspark Pillnitz und Wissenswertes zum Urlaub in der Sächsischen Schweiz

Letzter Teil meiner Impressionen aus dem Urlaub in der Sächsischen Schweiz - Osterzgebirge.

Alles Schöne geht einmal zu Ende. An unseren Urlaub in Sachsen werde ich noch lange denken und von den vielen Eindrücken zehren.

Es war mein Herzenswunsch, in diesem Urlaub noch einmal die Basteibrücke bei Rathen zu besuchen, die mich im Herbst 2019 begeisterte, als ich mit einem Reiseunternehmen dort war. Wie erwartet war Herr Pfälzer diesmal genauso beeindruckt wie ich damals.

Ich schreibe nicht viel, sondern lasse meine Bilder sprechen.







Nach dem Menschengewusel an der Basteibrücke beschlossen wir am nächsten Tag zum Schlosspark Pillnitz zu fahren.

Dort war es wesentlich ruhiger, weil sich auf dem weitläufigen Gelände die Besucher verteilen. Wir verbrachten in Pillnitz einen ruhigen, sehr entspannten Tag in einer weitläufigen Parkanlage. 

Als in der Mittagszeit Hunger aufkam, speisten wir köstlich im Schloßhotel, das privat geführt wird und früher die Sommerresidenz der sächsischen Könige war. 

Nach dem Essen erkundeten wir noch das Palmenhaus im nördlichen Teil des Schlossparkes und umrundeten einem kleinen See, an dem der Japanische Pavillon steht.











Das Palmenhaus von außen.



Im Palmenhaus.


Ein kleiner See mit dem Japanischen Pavillon.


Ehe ich meinen Beitrag zum Urlaub in der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge schließe, möchte ich noch Folgendes erwähnen.

Mit der sächsischen Küche war ich sehr zufrieden. Sie entspricht voll und ganz meinem Geschmack. Vor allem im Wirtshaus 'Anno 1497', in einem 600 Jahre alten Haus in Geising, wurden wir bei einigen Ausflügen köstlich verpflegt.




Wissenswertes:

Das Elbsandsteingebirge ist vor allem für Wanderer, Mountainbiker und Naturliebhaber interessant.

Wer in der Region Urlaub macht, muss darauf achten, ständig ausreichend Kleingeld dabei zu haben. Jeder Parkplatz kostet Geld, auch diejenigen mitten im Wald. An den Parkautomaten wird nur Münzgeld angenommen, keine Geldscheine und es wird kein Geld gewechselt. Alternativ kann man meist auch mit einer Geldkarte bezahlen, aber die nutze ich nicht.

Mit der Gästekarte fährt man wähend der Dauer des Aufenthaltes in der Region kostenlos mit den Bussen, S-Bahnen und der historischen Bahn im Kirnitzschtal. Sie ermöglicht auch Rabatte beim Besuch von Schwimmbädern, Museen und Schlössern (auch Pillnitz), sowie Veranstaltungen. Die Gästetaxe ist in der Sächsischen Schweiz bei Übernachtungsgästen Pflicht und beträgt pro Tag und Person 2,20 €. Wir haben sie zusammen mit der Campingplatz-Miete entrichtet.

Souveniers habe ich keine gekauft, aber einige Päckchen Räucherkerzen gingen mit nach Hause und dann werden im Winter Düfte aus dem Erzgebirge unsere Wohnung erfüllen. Diese Kerzen werden aus Naturmaterialien hergestellt und sind bei trockener Lagerung viele Jahre lang haltbar. 




Es gibt dort noch viel mehr zu sehen und zu erleben und eigentlich hätten wir länger bleiben müssen. Beispielsweise war für einen Besuch der Stadt Dresden keine Zeit mehr und auch die Festung Königstein, in deren Nachbarschaft der Campingplatz liegt, haben wir nicht besucht. Gerne hätte ich noch ein Bergwerk besichtigt, aber auch dafür reichten die Tage nicht aus.

In Königstein, der Stadt an der Elbe unterhalb der Festung, haben wir uns in einem Supermarkt mit Lebensmitteln für Frühstück und Abendessen auf dem Campingplatz verpflegen können. Außerdem befindet sich in Leupoldishain, einem Ortsteil von Königstein, die Bäckerei Schmidt mit Cafe. So konnten wir ab und an auf dem Rückweg nach unseren Ausflügen dort noch einen Stop einlegen, um einen leckeren Eisbecher oder ein Stück Kuchen zu genießen.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄