Donnerstag, 24. Juli 2025

Eine Wanderung auf dem Eisenhüttenweg im Karlstal bei Trippstadt

Das ehemalige Herrenhaus am Unterhammer im Karlstal.

Der Trippstadter Eisenhüttenweg führt durch das Karlstal, vorbei an ehemaligen Eisenproduktionsstätten. Allerdings wird hier keine Holzkohle mehr produziert und kein Eisen mehr verarbeitet, sondern den Besuchern Kaffee, Kuchen und kühle Getränke angeboten und die Natur durfte sich das Tal zurückerobern.




Ein Rastplatz am Eisenhüttenweg, der gleichzeitig auch eine Etappe des 
Pfälzer Waldpfades ist.






Ein Grünader-Weißling am Purpur-Hasenlattich.




Der Bach Moosalbe hat glasklares Wasser.




Früher, als hier Eisen verarbeitet wurde, war es wohl nicht so sauber. Ich stelle mir vor, dass die Menschen, die hier lebten und arbeiteten, ziemlich viel Abfall produziert hatten. Es gab damals noch keine Kläranlagen und bestimmt war auch die Luft ziemlich verschmutzt vom Qualm der Eisenhütten und dem Kohlenstaub.

Vom Parkplatz des Naturfreundehauses Finsterbrunnertal aus erreichen wir nach ungefähr zwei Kilometern den Unterhammer. Das Cafe hier am Weiher hatte leider Ruhetag.








Wir sahen eine Schlange, vermutlich eine Ringelnatter.














Wir schauten uns am Unterhammer noch eine Weile um und wanderten dann zurück zum Naturfreundehaus, wo wir unseren Hunger mit Pfälzer Spezialitäten stillten.

Der Vater sagte früher: "Wenn man ein Lokal betritt, in dem die Pflanzen gepflegt sind, dann kann man dort beruhigt essen." Die Pflanzen waren gepflegt und das Essen gut, wenn man Hausmannsküche mag.







Dies ist der letzte Beitrag von mir in dieser Woche. Am morgigen Freitag mache ich einen Blogpausentag und wir lesen uns dann wieder nächste Woche.

Genießt weiterhin den Sommer, auch wenn es jetzt viel regnet.

Naturgrüße von der Pfälzerin

Montag, 21. Juli 2025

Sommerabend

Am Samstag waren wir tagsüber im Garten und hatten den Enkelsohn zu Besuch. Abends spazierten wir eine Runde auf Wegen am Ortsrand und genossen die Abkühlung. Der Abhang eines Hohlweges ist voller blühender Wildblumen. Droben, hinter den Leitplanken, verläuft die Durchgangsstraße, aber hier unten ist Natur pur.







Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).


An einer Heckenrose fallen mir rötliche Gebilde auf. Es sind Rosengallen. Sie werden durch die Rosengallwespe (Diplolepsis rosae) verursacht. Sie legt ihre Eier in die Rosenknospen. Wenn die ausgeschlüpften Larven daran fressen, entsteht mit der Zeit diese seltsame Wucherung.




Rosengallen.


Der Weg wird teilweise von Brombeerranken eingenommen. Jetzt heißt es aufpassen, denn Opa und Enkelsohn tragen kurze Hosen. Schnell sind die Beine zerkratzt. Und dann passiert es: Unser Enkelsohn kommt mit einer Brennnessel in Berührung. Es bilden sich Quaddeln und er jammert. Wir machen kein Aufhebens um die Sache und bald ist das auch vergessen. Wir alle haben in der Kindheit solche Erfahrungen machen müssen und er wird künftig darauf achten, keinen Kontakt mehr mit Brennnesseln zu haben.




Am Wassereinlauf zum Landschaftsweiher wachsen Bibernell-Rosen (Rosa spinosissima), die schwarze Hagebutten ausbilden. Beim Enkelsohn sind die Lädierungen durch die Nesseln schon wieder vergessen und er kraxelt mit mir ein Stück den Hang hinab, um die Hagebutten näher anschauen zu können. Noch sind sie nicht richtig schwarz, sondern erst dunkelrot, aber das wird noch werden.




Hagebutten der Bibernell-Rose.


Hier wachsen auch viele Nachtkerzen, die alle nur welke Blütenreste haben. Neue Blüten werden erst bei Einbruch der Dunkelheit aufgehen. Dann sind wir aber schon wieder daheim.







Für den Rückweg nehmen wir eine Abkürzung über einen Stichpfad, der den Hang hoch bis zu unserer Straße führt.

Am Boden liegen grüne Fichtenzapfen und ich nehme einen in die Hand. Das hätte ich besser nicht getan, denn er ist voller Harz und jetzt ist meine Hand verklebt. Ich säubere sie so gut es geht mit einem Taschentuch.




Dann ist Ende Gelände; der Weg ist zugewachsen und wir müssen umkehren und auf einem anderen Weg ins Dorf gehen. Dabei wären es nur noch wenige Meter bis zu unserer Straße gewesen. Ich mit meinen langen Hosen könnte durch das Gestrüpp mit Brombeeren und Brennnesseln laufen, aber nicht die Männer mit ihren kurzen Hosen.




Wir kehren um und gehen auf dem Hohlweg weiter bis zur Dorfmitte. In der Grünanlage an der Ecke der Einmündung der Durchgangsstraße blüht roter Sonnenhut. Selten habe ich so stattliche Exemplare gesehen, denn bei uns im lehmhaltigen Boden wollen Sonnenhüte nicht gut gedeihen. 
Diese Anlage wurde von Mitgliedern des örtlichen Obst- und Gartenbauvereines neu bepflanzt.






Wir waren zwei Stunden lang unterwegs und bringen den Enkelsohn nun heim zu seinem Papa, der ganz in der Nähe von uns wohnt. Nicht nur wir Erwachsene, sondern auch das Kind genießen die abendlichen Spaziergänge im Sommer.

Kommt alle gut in die neue Woche und genießt die Abkühlung; es soll in dieser Woche nicht ganz so heiß werden.

Naturgrüße von der Pfälzerin 

Samstag, 19. Juli 2025

Ein Schornsteinfeger fliegt durch den Garten

Der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) wird auch Schornsteinfeger genannt. Er ist einfarbig braun mit kleinen Augenflecken. Dieser kleine Edelfalter lebt nicht nur in Wäldern, sondern besucht auch Siedlungsgebiete.


Brauner Waldvogel, auch Schornsteinfeger genannt.

Gerade als ich am Flachblatt-Mannstreu Insekten fotografierte, flog ein Schornsteinfeger herbei und setzte sich auf die benachbarten Himbeerblätter. Dort öffnete er seine Flügel in der Morgensonne und saß längere Zeit ganz still. 

Ich konnte mit der Kamera ganz nah an ihn heranzoomen. 



Meine Schmetterlings-Bilder-Sammlung wurde nun durch ein weiteres Exemplar ergänzt. Freu ...

Naturgrüße von der Pfälzerin

Donnerstag, 17. Juli 2025

Es ist kein Alien, sondern eine Sandwespe

Durch die Kamera schaue ich auf die Blüten des Mannstreu und ein fremd anmutiges Wesen mit großen Augen und langen Fühlern schaut zurück.



Es ist spindeldürr und hat einen langgestreckten Hinterleib. Das Popöchen ist orangerot und am Ende glänzend schwarz.

Meine Recherchen haben ergeben, dass es sich um seine Sandwespe (Ammophila sabulosa) handelt. Sie zählt zur Familie der Grabwespen (Sphecidae) und kommt recht häufig vor.

In der Nähe scheint es sandigen Boden zu geben, denn nur dort gräbt das Weibchen sein Nest. Die schlüpfenden Larven ernähren sich von betäubten Eulenraupen, während die erwachsenen Tiere Nektar als Nahrung bevorzugen.















Ich habe mir angewöhnt, beim Gang durch den Garten stets die Kamera mitzunehmen. Der Weg zum Kompostkorb dauert schon mal ziemlich lange, wenn ich zwischendurch am Mannstreu stehen bleibe und mir die Insekten näher anschaue.

Liebe Grüße aus dem Garten der Pfälzerin

Freitag, 4. Juli 2025

Ein Sommerabend in der Natur

Nach einem heißen Tag machen wir abends gerne noch einen Spaziergang. Wenn die Sonne tief am Himmel steht, dann lässt es sich am kühleren Waldrand gut aushalten.

Kürzlich hat uns unser 5jähriger Enkelsohn begleitet, der gerne mit Oma und Opa in der Natur ist. Man darf Kinder nicht unterschätzen; sie nehmen viel mehr wahr, als wir denken.

Unsere Tour starten wir am Holzlagerplatz eines Forsthauses.










Während der Opa an einem besonders dicken Baumstamm die Jahresringe zählt, balanciert unser Enkel auf den Stämmen. Bei hundert hört Opa auf zu zählen und wir gehen weiter.

Hier am Holzlagerplatz wächst der puschelige Hasen-Klee, dessen Blüten ich gerne streichle, weil sie ganz weich und zart sind.








Auf der Waldwiese und am Wegesrand blüht Wiesen-Lieschgras.




Wir biegen vom Weg ab auf auf einen geheimnisvoll wirkenden Pfad unter Bäumen, der zu einer großen Wiese führt.

Jonas kämpft jetzt gegen imaginäre Feinde (er liebt Superhelden im Fernsehen). Auf der Wiese hat er ausreichend Platz dafür. Seine Waffe ist ein Stock, den Opa für ihn ausgesucht und vom Laub und Seitenästen befreit hat.






Hinter der Wiese steht eine Hütte, denn wir befinden uns auf einem Jugendzeltplatz, der an diesem Tag nicht belegt war.








Am Waschplatz konnten wir uns mit Wasser erfrischen und haben darauf geachtet, dass der Hahn wieder gut zugedreht ist, als wir fertig waren.

Die Sonne war hinter den Bäumen verschwunden, als wir wieder den Holzlagerplatz erreichten. Es war Zeit für die Heimfahrt.




Kommt alle gut ins Wochenende. Die große Hitze ist endlich vorbei und in unserem Bundesland beginnen jetzt die Schulferien.

Naturgrüße von der Pfälzerin  🌄