Donnerstag, 31. Juli 2025

Ein seltener Besuch im Garten ...

 ... und ich war ohne Kamera draußen. Ein Schwalbenschwanz (Papilio machaon) saß an einer Blüte des Sommerflieders und präsentierte mir seine weit geöffneten Flügel mit den gezackten Hinterleibsspitzen.

Schnell zurück ins Haus und die Kamera geholt und hoffen, dass der wunderschöne Schmetterling noch an den Blüten sitzt, wenn ich zurückkomme!

Glück gehabt, er saß noch da, allerdings auf der mir abgewandten Seite der Blüte. 

Klick, klick. Genau zwei Chancen für ein Foto hatte ich, ehe er sich erhob und auf Nimmerwiedersehen über den Gartenzaun weg flatterte.



Grüße aus dem Garten der Pfälzerin    🦋   🦋   🦋

Mittwoch, 30. Juli 2025

Es ist nicht Paris, London, München oder Berlin, sondern ...

 ... tiefste Provinz, nämlich das pfälzische Zweibrücken. Wir besuchten mal wieder das Fashion Outlet nahe dem Flughafen der Stadt Zweibrücken. Über die Autobahn sind es für uns von Pirmasens aus gerade mal 20 Minuten Fahrzeit. 

Zum ersten Mal ist mir aufgefallen, dass die Straßen im Outlet Namen mit einem Bezug zur Stadt haben: Rosenallee, Klosterallee, Fasanenallee, Allee der Rosse und Schlossallee. Zweibrücken gilt als Stadt der Rosen (bekannter Rosengarten und Wildrosengarten an der Fasanerie) und der Rosse (Landgestüt). Die Fasanerie, ein exklusives Hotel an der Freizeitanlage 'Tschifflik' (ehemaliges Lustschloss) ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt und nicht zu vergessen, das Herzogliche Schloss (Schloss im Rokoko-Stil) in der Innenstadt. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich ein ehemaliges Kloster (Kloster Hornbach).

Von diesen Sehenswürdigkeiten bekommt man hier im Center außerhalb der Stadt natürlich nichts mit. Hier ist alles auf Konsum ausgelegt. Allerdings in einer hübschen Umgebung, denn seit der Eröffnung im Jahr 2001 hat sich vieles verändert. Die Center-Anlage ist grün und voller Sträucher, Bäume und Blumen. Ruhebänke und andere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und die Gastronomie hat sich inzwischen vervielfacht. Am Anfang waren hier nur ein Café und ein Bistro. Jetzt, 24 Jahre später kann man zwischen den Einkäufen nach Herzenslust schlemmen. Erfahrungen mit der Qualität, dem Geschmack des Essens oder den Preisen habe ich nicht, denn wir haben noch nie eines der Lokale im Center besucht. 

Es ist eine ständige Veränderung; neue Shops werden eröffnet, andere geschlossen, manche ziehen um und seit dem Bestehen wurde das Areal immer wieder erweitert. Ich komme also nie zweimal in das gleiche Outlet.

Diese Impressionen zur Sommerzeit habe ich für Euch mitgebracht. 










Welcher Mann wünscht sich nicht einen rosa oder mitgrünen Anzug? 😉

















Das war's dann auch für mich mit Konsum für diesen Sommer. Geschaut habe ich viel, gekauft allerdings wenig. Das eine oder andere Schnäppchen habe ich mitgenommen, denn zur Zeit gibt es in den Shops Rabatte; Summer Sale sei Dank.

Das nächste Mal gehen wir wieder raus in die Natur.

Sommergrüße von der Pfälzerin   🌞 

Dienstag, 29. Juli 2025

Eine Wohnung für Familie Wanze ...

 ... bietet ein Körbchen der Wilden Möhre. Typisch für diese Pflanze ist die Körbchenform der Blüte, die sich im Verblühen bildet.







Streifenwanzen.

Naturgrüße von der Pfälzerin 

Montag, 28. Juli 2025

Dunkle Wolken über der Kalmit und die Suche nach einer verlassenen Ruine im Pfälzerwald

Wir waren am gestrigen Sonntag auf der Kalmit, dem höchsten Berg des Pfälzerwaldes. 


Ein Regenschauer zieht über die Kalmit, dem höchsten Berg der Region.

Sportliche fahren von Maikammer aus mit dem Rad oder wandern von einem Wanderparkplatz hoch zur Kalmit. Wir jedoch sind gemütlich mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb des Gipfels gefahren und mussten nur noch wenige hundert Meter bis zum bewirtschafteten Kalmithaus laufen. 

Geplant war von hier aus eine Rundwanderung durch das Felsenmeer, wenn das Wetter hält. Es wäre eine Strecke von ungefähr 4 Kilometern Länge.


Vom Parkplatz aus ist es nicht mehr weit bis zur Kalmithütte. 


Blick von der Aussichtsterrasse in Richtung Rheinebene.


Im gemauerten Turm befindet sich eine Wetter-Station,
betrieben durch Klima Palatina mit einer Webcam.








Die Sendeanlage auf der Kalmit für SWR1, SWR3, SWR4 und RPR1.


Gerade, als ich vor der Sendeanlage stand, begann es zu regnen. Okay, damit haben wir gerechnet und Regenjacke und Schirm mitgenommen. Dass es aber wie aus Eimern schüttet, das habe ich nicht erwartet. Deshalb suchten wir uns in der Hütte einen Platz und warteten ab, bis der Regen nachlässt.

Das dauerte eine Weile und weil das nächste Regengebiet folgte und es in der Ferne donnerte, habe ich schweren Herzens auf eine geplante Wanderung durchs Felsenmeer verzichtet. Stattdessen liefen wir zurück zum Parkplatz. Es wäre zu gefährlich, auf den nassen, rutschigen Steinen zu gehen.

Statt dessen fuhren wir den Berg wieder runter und auf der Passstraße des benachbarten Totenkopfes (Bergzug, 513 Höhenmeter) weiter.



Unser nächstes Ziel war die Totenkopfhütte auf dem höchsten Punkt des Gebirgszuges. Als wir dort ankamen, regnete es ebenfalls heftig, so dass wir weiter in Richtung des Elmsteiner Tales fuhren. An Wandern dachte ich schon nicht mehr.

Übrigens: Der Totenkopf (Bergsattel) heißt deshalb so, weil man früher in einem Hügelgrab am Rande einer Römerstraße einen Schädel gefunden hat.


Die Totenkopfhütte an der Passstraße, betrieben von einem Pfälzerwaldverein.


Willkommen im Pfälzer Nebelwald.


In Elmstein war es trocken und der Himmel zeigte Aufheiterungen. Mir fiel ein, dass wir hier vor einigen Jahren einmal die verlassene Ruine eines ehemaligen Kinderheimes besucht haben und beschlossen, noch einmal danach zu suchen. Sie muss direkt am Wanderweg 'Pfälzer Hüttensteig' zu finden sein.

In Elmstein-Schafhof parkten wir das Auto. Außer dem Wanderweg ist nichts ausgeschildert; es gibt keinerlei Hinweise zu dem Lost Place.

Ein maroder Pflasterweg in den Wald könnte die Zufahrt zum Heim gewesen sein und wir folgten ihm. Das war richtig, denn kurz darauf standen wir vor den Überresten eines Gebäudes. 

Wir haben die Ruine des ehemaligen Kindererholungsheimes Elmstein-Schafhof wieder gefunden!




Linden-Rondell mit steinernen Bänken und Blumengefäßen.


Nur noch einige Grundmauern sind vom Heim geblieben.


So sah das Kinderheim kurz nach der Eröffnung aus.


Daten zum Kinderheim, das kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 Richtfest feierte:

  • Erbaut 1914 von einem Verein. Damals wurden hier bis zu 136 Mädchen aufgenommen. Für Jungen gab es in Speyerbrunn ein weiteres Heim.
  • Während des 2. Weltkrieges wurden auch Säuglinge und Kleinkinder in Schafhof aufgenommen.
  • Nach Ende des Krieges, im Mai 1945, ging das Heim an die französische Militärregierung über.
  • Im August 1952 wurde das Heim dem neugegründeten Verein "Pfälzer Ferienheime e.V." übertragen, gedacht für Erholungsaufenthalte von Kindern zwischen 5 und 14 Jahren. 
  • Wegen finanzieller Schwierigkeiten und aufgrund rückläufiger Besucherzahlen wurde das Heim im September 1972 geschlossen.
(Quelle: Die Geschichte in Elmstein)


In der Nacht hat es bei uns stundenlang heftig geschüttet und ich hoffe sehr, dass es keine Überschwemmungen gibt. Nun kommt all das Nass, auf das wir monatelang gewartet haben, auf einmal vom Himmel. Dieser Sommer ist ein Sommer der Extreme.

Habt alle eine gute Woche, auch wenn der Sommer gerade eine Pause einlegt.

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄

Donnerstag, 24. Juli 2025

Eine Wanderung auf dem Eisenhüttenweg im Karlstal bei Trippstadt

Das ehemalige Herrenhaus am Unterhammer im Karlstal.

Der Trippstadter Eisenhüttenweg führt durch das Karlstal, vorbei an ehemaligen Eisenproduktionsstätten. Allerdings wird hier keine Holzkohle mehr produziert und kein Eisen mehr verarbeitet, sondern den Besuchern Kaffee, Kuchen und kühle Getränke angeboten und die Natur durfte sich das Tal zurückerobern.




Ein Rastplatz am Eisenhüttenweg, der gleichzeitig auch eine Etappe des 
Pfälzer Waldpfades ist.






Ein Grünader-Weißling am Purpur-Hasenlattich.




Der Bach Moosalbe hat glasklares Wasser.




Früher, als hier Eisen verarbeitet wurde, war es wohl nicht so sauber. Ich stelle mir vor, dass die Menschen, die hier lebten und arbeiteten, ziemlich viel Abfall produziert hatten. Es gab damals noch keine Kläranlagen und bestimmt war auch die Luft ziemlich verschmutzt vom Qualm der Eisenhütten und dem Kohlenstaub.

Vom Parkplatz des Naturfreundehauses Finsterbrunnertal aus erreichen wir nach ungefähr zwei Kilometern den Unterhammer. Das Cafe hier am Weiher hatte leider Ruhetag.








Wir sahen eine Schlange, vermutlich eine Ringelnatter.














Wir schauten uns am Unterhammer noch eine Weile um und wanderten dann zurück zum Naturfreundehaus, wo wir unseren Hunger mit Pfälzer Spezialitäten stillten.

Der Vater sagte früher: "Wenn man ein Lokal betritt, in dem die Pflanzen gepflegt sind, dann kann man dort beruhigt essen." Die Pflanzen waren gepflegt und das Essen gut, wenn man Hausmannsküche mag.







Dies ist der letzte Beitrag von mir in dieser Woche. Am morgigen Freitag mache ich einen Blogpausentag und wir lesen uns dann wieder nächste Woche.

Genießt weiterhin den Sommer, auch wenn es jetzt viel regnet.

Naturgrüße von der Pfälzerin

Montag, 21. Juli 2025

Sommerabend

Am Samstag waren wir tagsüber im Garten und hatten den Enkelsohn zu Besuch. Abends spazierten wir eine Runde auf Wegen am Ortsrand und genossen die Abkühlung. Der Abhang eines Hohlweges ist voller blühender Wildblumen. Droben, hinter den Leitplanken, verläuft die Durchgangsstraße, aber hier unten ist Natur pur.







Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).


An einer Heckenrose fallen mir rötliche Gebilde auf. Es sind Rosengallen. Sie werden durch die Rosengallwespe (Diplolepsis rosae) verursacht. Sie legt ihre Eier in die Rosenknospen. Wenn die ausgeschlüpften Larven daran fressen, entsteht mit der Zeit diese seltsame Wucherung.




Rosengallen.


Der Weg wird teilweise von Brombeerranken eingenommen. Jetzt heißt es aufpassen, denn Opa und Enkelsohn tragen kurze Hosen. Schnell sind die Beine zerkratzt. Und dann passiert es: Unser Enkelsohn kommt mit einer Brennnessel in Berührung. Es bilden sich Quaddeln und er jammert. Wir machen kein Aufhebens um die Sache und bald ist das auch vergessen. Wir alle haben in der Kindheit solche Erfahrungen machen müssen und er wird künftig darauf achten, keinen Kontakt mehr mit Brennnesseln zu haben.




Am Wassereinlauf zum Landschaftsweiher wachsen Bibernell-Rosen (Rosa spinosissima), die schwarze Hagebutten ausbilden. Beim Enkelsohn sind die Lädierungen durch die Nesseln schon wieder vergessen und er kraxelt mit mir ein Stück den Hang hinab, um die Hagebutten näher anschauen zu können. Noch sind sie nicht richtig schwarz, sondern erst dunkelrot, aber das wird noch werden.




Hagebutten der Bibernell-Rose.


Hier wachsen auch viele Nachtkerzen, die alle nur welke Blütenreste haben. Neue Blüten werden erst bei Einbruch der Dunkelheit aufgehen. Dann sind wir aber schon wieder daheim.







Für den Rückweg nehmen wir eine Abkürzung über einen Stichpfad, der den Hang hoch bis zu unserer Straße führt.

Am Boden liegen grüne Fichtenzapfen und ich nehme einen in die Hand. Das hätte ich besser nicht getan, denn er ist voller Harz und jetzt ist meine Hand verklebt. Ich säubere sie so gut es geht mit einem Taschentuch.




Dann ist Ende Gelände; der Weg ist zugewachsen und wir müssen umkehren und auf einem anderen Weg ins Dorf gehen. Dabei wären es nur noch wenige Meter bis zu unserer Straße gewesen. Ich mit meinen langen Hosen könnte durch das Gestrüpp mit Brombeeren und Brennnesseln laufen, aber nicht die Männer mit ihren kurzen Hosen.




Wir kehren um und gehen auf dem Hohlweg weiter bis zur Dorfmitte. In der Grünanlage an der Ecke der Einmündung der Durchgangsstraße blüht roter Sonnenhut. Selten habe ich so stattliche Exemplare gesehen, denn bei uns im lehmhaltigen Boden wollen Sonnenhüte nicht gut gedeihen. 
Diese Anlage wurde von Mitgliedern des örtlichen Obst- und Gartenbauvereines neu bepflanzt.






Wir waren zwei Stunden lang unterwegs und bringen den Enkelsohn nun heim zu seinem Papa, der ganz in der Nähe von uns wohnt. Nicht nur wir Erwachsene, sondern auch das Kind genießen die abendlichen Spaziergänge im Sommer.

Kommt alle gut in die neue Woche und genießt die Abkühlung; es soll in dieser Woche nicht ganz so heiß werden.

Naturgrüße von der Pfälzerin