Freitag, 24. März 2023

Das angenehme Schweigen des Waldes

Der Monat März geht zu Ende. Die Tage sind milder, heller und länger geworden. Diesmal nehme ich Euch mit zu einem Rundgang durch den Wald um unser Dorf. Es ist Vormittag und ich weiß nicht, ob es bald regnen wird. Jedenfalls bläst der Wind ziemlich kräftig, als wir die letzten Häuser verlassen und in den Wald eintauchen.









Hier haben im Februar Forstarbeiter Bäume gefällt und sie am Wegrand gelagert. Um die Natur zu schonen und Vögeln das Nisten zu ermöglichen, werden ab März keine Baumfällarbeiten mehr durchgeführt. Der Wald ist wieder still geworden.











Die Monokulturen werden bald Vergangenheit sein, denn das Amt für Landesforsten achtet darauf, dass nach den Holzfällarbeiten beim Aufforsten Mischwälder entstehen.

Wir wandern auf dem weichen Weg durch unterschiedliche Waldstücke. Mal passieren wir Monokulturen mit Kiefern, mal Mischwald mit Laub- und Nadelhölzern. 

Herrlich, diese Ruhe hier im Wald. Man hört nur das Rauschen des Windes, der die Baumwipfel schüttelt. Es tröpfelt ein wenig, hört aber bald auf und dann kommt auch die Sonne zum Vorschein. 




Es ist ärgerlich, dass man mitten im Wald Schilder aufhängen muss, damit die Leute daran erinnert werden, keinen Müll zu hinterlassen. 




Wir erreichen eine Waldlichtung und sehen viele grüne rosettenartige Pflanzen. Hier handelt es sich um Fingerhut (Digitalis), der sehr giftig ist und im Juni blüht. Im ersten Jahr wachsen diese Rosetten und im Jahr darauf erscheinen die hübschen Blüten.




Uns fällt ein Baum auf, dessen Rinde voller Löcher ist. Wer hat die reingepickt und warum? Immer noch ist der Wald für mich voller Rätsel.








Ich entdecke einen der zahlreichen Zwillingsbäume. Warum gabeln sich so die Bäume? Auch dies ist ein Rätsel für mich.




Wir entdecken Wohnungen für Vögel. Sie geben mir kein Rätsel auf, denn ich weiß, dass sie vom örtlichen Vogelschutzverein aufgehängt wurden.




Die Sonne kommt hervor und uns wird angenehm warm.  Wir genießen das angenehme Schweigen des Waldes. Beim Waldbaden verschwinden quälende Gedanken, der Kreislauf erholt sich und der Blutdruck wird gesenkt. Dies ist wissenschaftlich bewiesen.




Wir verlassen den Hauptweg und folgen einem schmalen Pfad durch ein lichtes Waldstück, das vom Sturm arg gebeutelt ist. Hier liegen abgebrochene Bäume kreuz und quer herum. Wir steigen vorsichtig darüber und folgen weiter dem sich schlängelnden Pfad.
















Einige Zeit später biegen wieder einen der Hauptwege ein und nach wenigen Schritten lichtet sich der Wald und die ersten Häuser des Dorfes werden sichtbar.








Dann erreichen wir den Waldrand und können über die Häuser bis zum Burgberg blicken.




Es war wieder ein sehr erholsamer Rundgang und ich freue mich darauf, wenn die Laubbäume wieder grüne Blätter haben. Wie immer im Frühling bin ich voller Erwartungen und ziemlich ungeduldig.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 3. März 2023

Wanderungen im Februar, noch vor dem Wintereinbruch

Nach dem schönen Ausflug am Rosenmontag nach Bad Dürkheim blieb uns auch am Faschingsdienstag der Sonnenschein erhalten. 

Gleich nach dem Mittagessen werkelte ich im Garten und am Nachmittag zogen wir die Wanderschuhe an und liefen durch das Naturschutzgebiet Wolfslöcher. Dorthin habe ich Euch schon einmal im vergangenen Jahr mitgenommen. Klick Hier.

















Lange Moosbärte.




In den Wasserstellen leben Amphibien.


Wider erwarten hielt das milde, sonnige Wetter auch am Aschermittwoch noch an und erneut schnürten wir die Wanderschuhe. Diesmal wanderten wir hoch auf den Großen Eyberg im Dahner Felsenland.

Der Eyberg ist der höchste Berg des Dahner Felsenlandes. Auf dem Gipfel in 513 Metern Höhe steht ein Stahlfachwerkturm, den man besteigen kann.

Der Turm wurde vom französischen Militär in den Jahren 1945 bis 1949 errichtet. Damals diente er als Radarstation. In den 1970er Jahren wurde er saniert und für Touristen begehbar gemacht.

Es lohnt sich, die 8 Etagen hochzusteigen, weil man von dort aus eine herrliche Fernsicht hat. 

Ich bin nicht schwindelfrei und habe es dennoch geschafft, bis ganz nach oben zu steigen. Natürlich mit ein bisschen Bauchkribbeln.
































Danach brachte am Wochenende ein Wetterumschwung eiskalte Luft aus Osten, die uns wieder Nachtfröste und tagsüber nur knapp über Null Grad bescherte. Mich plagte an diesem Wochenende eine heftige Erkältung. Kurz darauf lag auch Herr Pfälzer flach. Wir husten und schniefen und hoffen darauf, dass bald wieder wärmere Tage kommen. Schnee ist in unserer Region zum Glück keiner mehr gefallen.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Nachtrag: Es geht uns jetzt wieder besser und gestern waren wir auch schon wieder im Wald unterwegs. Unkraut vergeht nicht!