Mittwoch, 19. März 2025

Licht und Schatten - am Ortsrand unterwegs

Den lichtfreien Bereich hinter einem Gegenstand nennt man Schatten. Licht und Schatten gehören untrennbar zusammen, denn wo kein Licht ist, gibt es auch keinen Schatten und umgekehrt. Schatten ist das Fehlen von Licht und er entsteht, wenn ein Gegenstand die Ausbreitung von Licht verhindert. (Definition in einem Physikbuch).






Viel Licht und Schatten gab es bei meinem Bummel am Ortsrand. Wenn im März die Sonne von einem blauen Himmel strahlt, dann mache ich so oft es geht einen Spaziergang. Im März ist die Natur noch ziemlich verschlafen, aber es gab dennoch einiges zu entdecken.








Mit den ersten Sonnenstrahlen kamen sie wieder hervor, die Blubberwasser-Schlürfer, Milchmix-Trinker und Tüten-Aufreißer. Es wäre auch nichts dagegen zu sagen, wenn sie ihren Müll nicht einfach in die Natur werfen würden. 

Der Wegesrand ist gesäumt von den Hinterlassenschaften der Nicht-Naturfreunde, die gerne essen und noch lieber trinken, aber ihren Abfall nicht wieder mitnehmen möchten.



Andere haben eine Spraydose dabei und hinterlassen ihre Nicht-Kunstwerke an den Betonmauern. 






Noch mehr Fundstücke zeige ich demnächst hier im Blog. Beim Spazierengehen sehe ich allerhand wunderliche Dinge und manche davon halte ich im Bild fest.
Sarkastische Grüße vom Spaziergang der Pfälzerin  🎨

Montag, 17. März 2025

Am Schlossweiher in Kirrweiler

Am vorletzten Sonntag waren wir in Kirrweiler unterwegs, einer Weinbaugemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße. Im Naherholungsgebiet am Ortsrand liegt der malerische Schlossweiher, unser Ziel an diesem sonnigen Tag.



Ein Schloss findet man hier nicht mehr. Anscheinend gab es im Mittelalter hier am See ein Wasserschloss, das zerstört und während der Französischen Revolution abgerissen wurde. Aus den Steinen sollen einige Häuser der zahlreichen Weingüter gebaut worden sein, die man im Ort findet.

Der See liegt am Ortsrand, nahe der Autobahn Landau - Neustadt; das Gelände rundherum mit Weidekoppeln ist ein Rastplatz für Zugvögel. Die Gemeinde bemüht sich, das Refugium am Kropsbach naturnah zu erhalten. 

Von einem Parkplatz nahe der Straße 'Am Schlossgarten' flanierten wir auf dem Wasserschauinformationspfad, der vom Kinderspielplatz aus entlang dem renaturierten Kropsbach bis zum See, dann weiter zur Unterführung des Baches unter der Autobahn hindurch und wieder zurück zum See führt.  So konnten wir das Gewässer einmal umrunden und uns zwischendurch auf einer der Holzbänke in der Sonne entspannen.


Am naturnahen Kinderspielplatz beginnt unsere Runde.


Der Kropsbach darf gerne über das Ufer treten. Die Leute gehen
dann einfach über eine Wiese weiter.



Der Schlossweiher in Kirrweiler.




Diese drei Skulpturen sollen Weinfässer darstellen, die mit Scherben
von Porzellangeschirr beklebt wurden. Es ist das Werk einer holländischen
Künstlerin und das Porzellan dafür wurde von den Leuten im Ort gespendet.



Hier unter der Autobahn fließt der Kropsbach unterirdisch weiter. Wir 
empfanden die Autobahn als sehr laut, denn wir sind solche Geräusche 
von unserem Pfälzerwald her nicht gewohnt.


Wir folgen jetzt einem Weg, der zurück zum See führt.


Der Blick durch das Gesträuch zeigt Weinberge und Weideflächen.


Wir erreichen den See nun von der anderen Seite aus. Ganz hinten links 
erkennt man die drei Säulen aus Porzellanscherben.


Am Ende des Sees sitzen wir auf einer Bank und schauen den Vögeln zu. 
Im Hintergrund erkennt man den Sendeturm der Kalmit, dem höchsten Berg
dieser Region.


Der Ort kommt wieder in Sicht und unsere Runde ist beendet.


Wir waren etwas mehr als eine Stunde unterwegs und das war's dann auch mit Laufen an diesem Tag. Wir sind danach weiter nach Großfischlingen gefahren und haben uns in einer Nudelmanufaktur mit 'Pfalznudeln' eingedeckt.

Das war dann auch der letzte warme und sonnige Tag bisher im März. Seit letztem Montag ist es kühl und regnerisch. Auch beim gestrigen Ausflug an den Rhein mussten wir die warme Jacke anziehen. Mehr dazu erzähle ich in einem der nächsten Beiträge.

Habt alle eine gute Woche!

Liebe Grüße von der Pfälzerin   🌄

Freitag, 14. März 2025

Hab Sonne im Herzen

Hab Sonne im Herzen. ☼
Egal, ob es stürmt oder schneit.
Greif' zu der Liebe,
das Schöne ist schön nur auf Zeit.




In der ersten März-Woche konnten wir Sonne satt tanken. Ich war täglich draußen, entweder ging ich spazieren oder werkelte im Garten.

Auch Kater Finn freute sich darüber, nach Herzenslust draußen in unserem Garten herumstreifen zu können. Er bleibt erfreulicherweise auf dem eigenen Grundstück und hat auch kein Interesse an den Vögeln, die zu den Futterstellen kommen.

Genau vor einem Jahr kam der 11-jährige Kater zu uns, weil sein Herrchen in eine Mietwohnung gezogen war und das Tier nicht mitnehmen konnte. Finn hat sich bei uns gut eingelebt und fühlt sich katerwohl.

Wenn ich in den Garten gehe, ist er stets in meiner Nähe.  🐈




Wie aus dem Nichts blühten am 1. März die Vorfrühlings-Zwiebelblumen auf. Innerhalb eines Tages war der Garten bunt und nun sind die Krokus schon wieder verblüht.



Crocus tommasinianus in unterschiedlichen lila Schattierungen.


Am Samstag war ich nachmittags eine Weile auf der anderen Seite unseres Gartenzaunes, um unseren Enkel auf dem Kinderspielplatz zu beaufsichtigen.

Während er mit den anderen Kindern ausgelassen herum tollte, saß ich auf der Holzbank in der Sonne und genoß das schöne Wetter.




Wenn ich mich umdrehe, schaue ich direkt auf unseren Garten. Die Elfenkrokus sind bei mir ausgebüxt und machen sich nun hier auch breit.

Von der aufgewühlten Erde nach dem Wildschweinbesuch vor einem Jahr ist nichts mehr zu sehen.






Zurück im Garten inspiziere ich die Fläche, auf der mein Milpa-Beet entstehen soll.

Noch ist der brach liegende Boden mit Wildkräutern überzogen, deren kleine weiße Blüten von Wildbienen besucht werden. Ende des Monats März werde ich die Vegetationsschicht entfernen und das Beet umgraben. Danach sollen Mais, Bohnen und Kürbis als Pflanzengemeinschaft wachsen und hoffentlich gut gedeihen.


Blühende Vogelmiere.



Gartenkresse, Vogelmiere und andere Wildkräutlein blühen.



Ich habe keine Angst vor diesen Wildkräutern und sie sind mir auch nicht lästig. Im Winter haben sie das Beet flächig überzogen und versorgen mit ihren Blüten im Vorfrühling die Wildbienen mit Nahrung. Sie lassen sich leicht roden, wenn das Beet beflanzt werden soll.



Den Aroniabeeren-Strauch habe ich mit bunten Ostereiern geschmückt, die noch ein bisschen mehr Farbe in den Garten bringen.

Die schöne, sonnige Zeit ist nun zu Ende. Es wurde kühler, der Himmel bleibt oft bewölkt und es regnet oft. Sogar Schneeschauer zogen gestern morgen über uns hinweg.

Ich habe genügend Sonne im Herzen, um auf wärmeres Wetter mit Sonnenschein warten zu können.

Vorfrühlingsgrüße aus dem Garten der Pfälzerin  🌞

Mittwoch, 12. März 2025

Ein wie mit wilden Pinselstrichen bemalter Himmel über dem Naturschutzgebiet Kranichwoog

Wir waren am Faschingsdienstag unterwegs im Naturschutzgebiet Kranichwoog bei Hütschenhausen. Der Ort liegt im Landstuhler Bruch, einem Naturraum von 10 Quadratkilometern in der Westpfalz.

NABU Rheinland-Pfalz hat hier ein Naturschutzprojekt realisiert, das Zugvögeln (vor allem Kranichen) einen geschützten Raum zur Rast bietet. Während des Vogelzuges soll man hier in der Moorniederung viele Vögel beobachten können.

Wie mit wilden Pinselstrichen bemalt zeigte sich bei unserem Besuch der blaue Himmel, denn hier verläuft eine Haupt-Flugroute.


Der Aussichtsturm am Kranichwoog.










Im Januar waren wir schon einmal dort und auch diesmal sind wir wieder auf den 20 Meter hohen hölzernen Beobachtungsturm gestiegen, in der Hoffung diesmal Kraniche zu sehen.

Wenn ich vor dem Turm stehe und hoch schaue, wird mir erst die Dimension bewusst. 



Mutig steige ich die vielen Stufen hoch. Es sind genau 104 Treppenstufen und ich muss über Stahlgitter laufen, was mir Bauchgrimmen verursacht. Nur nicht runterschauen!










Geschafft, ich bin zum zweiten Mal oben angekommen. Hier droben befindet sich eine Sitzgelegenheit in einer windgeschützten Ecke und man kann das gesamte Gebiet rund um die Wooge überblicken.










Wir konnten leider keine Kraniche sehen, aber zwei Gänse und ein Wasserhuhn auf der glitzernden Wasserfläche beobachten. Ein einsamer Wasserbüffel war auf dem Weg zu seiner Herde, die ziemlich weit entfernt weidete.

Sehr häufig sahen wir stählerne Vögel, die im Landeanflug auf den nahen Flughafen Ramstein waren. Das ist ein stark frequentierter Flughafen, betrieben vom amerikanischen Militär.








Ich hatte diesmal außer der üblichen kleinen Kamera auch die große Kamera mit einem Teleobjektiv dabei. Dies erlaubte mir einen Blick auf weiter entfernte Objekte, bis zum Ort Hütschenhausen ...




... und die entfernte Weide mit den Wasserbüffeln. Direkt dahinter verläuft die Autobahn und ich empfand sie als sehr laut.

Umso mehr wundert es mich, dass zwischen dem ständigen Geräusch der Autobahn und den Fluggeräuschen der landenden Maschinen die Zugvögel hier Rast machen wollen.




Liebe Grüße von der Pfälzerin, die den ruhigeren Pfälzerwald lieber mag.  🌄

Montag, 10. März 2025

Geknetet, gefüllt, gerollt, gebacken - Zimt-Walnuss-Schnecken

Das Rezept stammt von mir; Herr Pfälzer jedoch hatte diese leckeren Zimt-Walnuss-Schnecken fürs Faschingswochenende gebacken.



In unserem (bisherigen) Lieblingscafé kostet mittlerweile ein Stück Kuchen 3.50 € (Apfelkuchen, Streuselkuchen, Himbeer- oder Kirschkuchen). Das ist uns zu teuer geworden und wir kaufen nun keinen Kuchen mehr, sondern backen selbst. 




Ihr könnt leider nichts mehr davon probieren, weil alle Zimt-Schnecken aufgegessen wurden. 😉

Vorerst aber machen wir eine Pause mit Backen, denn ich verzichte in der Fastenzeit bis Ostern auf Industriezucker, Weißmehlprodukte und Alkohol. Mehr dazu schreibe ich in den nächsten Beiträgen.

Wenn ich das Fasten durchhalte, gönnen wir uns zu Ostern wieder einen leckeren Kuchen oder ein anderes süßes Gebäck, natürlich selbst gebacken. 

Leckere Grüße aus der Küche der Pfälzerin  🍰🍰🍰